Abschied mit Geschmack: Timo Werner spendiert RB Leipzig Döner-Party
Ein letztes gemeinsames Training, ein herzlicher Abschied und jede Menge Döner: So verabschiedete sich Timo Werner am Mittwoch von RB Leipzig. Der 29-jährige Stürmer, der in den nächsten Tagen zu den San José Earthquakes in die USA wechselt, organisierte für seine Teamkollegen und das Betreuerteam eine besondere Überraschung.
Legendäre Döner-Tradition wird zum Abschiedsgeschenk
Jahrelang war es bei RB Leipzig bereits Tradition: Nach erfolgreichen Spielen und Torerfolgen gönnte sich Timo Werner regelmäßig einen Döner in seinem Lieblingsladen nahe dem Stadion – stets ohne Tomaten. Diese Vorliebe wurde nun zur Grundlage für einen unvergesslichen Abschied. Parallel zum letzten Nachmittagstraining ließ Werner einen kompletten Döner-Wagen am Trainingszentrum in Leipzig aufbauen, wo sich die gesamte Profi-Mannschaft nach der Einheit kostenlos bedienen durfte.
„Die Leipziger sollen ihn als coolen Typen mit großem Herzen in Erinnerung behalten“, hieß es aus dem Umfeld des Vereins. Diese Beschreibung passte perfekt zur Abschiedsgeste des Ex-Nationalspielers, der sich stets nahbar zeigte und regelmäßig für Fotos mit Fans bereitstand. Bereits 2017 hatte er nach einer Champions-League-Partie sogar mit Anhängern von Besiktas Istanbul posiert.
Wechsel in die MLS mit klaren Zielen
Werners nächste Station sind die San José Earthquakes in der amerikanischen Major League Soccer. Der Vertrag des Angreifers läuft bis Juni 2028, und als sogenannter „Designated Player“ verdient er nach Informationen etwa 3,35 Millionen Euro pro Saison. In Kalifornien erwartet ihn zunächst angenehmes Wetter mit rund 24 Grad Celsius – Mütze und Halstuch, die er noch beim letzten Leipziger Training trug, wird er dort vorerst nicht benötigen.
Der Stürmer, der wieder seine Lieblings-Rückennummer 11 tragen wird, plant ein schnelles Debüt. Bereits am Sonntag könnte er beim Heimspiel gegen Kansas City zum Einsatz kommen. „Er will aus dem Flugzeug steigen und sofort spielen“, bestätigte sein neuer Trainer und Sportdirektor Bruce Arena (74).
Teamplayer mit neuem Anspruch
Werner selbst betonte seine Motivation für den Wechsel: „Ich möchte nicht wie ein Spieler aus Europa sein, der nur zeigen will, dass er die Champions League gewonnen hat. Ich möchte Teil des Teams sein, ein Teamplayer und Teamleader.“ Mit fast 30 Jahren habe er ein Gespür dafür entwickelt, wem er vertrauen könne – und zu Trainer Arena habe sich sofort eine vertrauensvolle Beziehung entwickelt.
Nach dem letzten Training in Leipzig und der herzhaften Döner-Party steht nun der Abschied von Deutschland bevor. Werner wird in den nächsten Tagen in die USA fliegen, wo in den kommenden Wochen eine offizielle Pressekonferenz mit ihm geplant ist. Bis dahin bleibt die Erinnerung an einen Spieler, der RB Leipzig nicht nur mit Toren, sondern auch mit sympathischen Gesten bereicherte.



