Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit sorgte nach dem Champions-League-Halbfinale zwischen Atlético Madrid und dem FC Arsenal für einen hitzigen Auftritt am Spielertunnel. Arsenal-Verteidiger Ben White war nach dem Abpfiff auf dem Weg in die Kabine über das auf dem Rasen liegende Vereinswappen von Atlético Madrid gelaufen – und löste damit eine Konfrontation mit Trainer Diego Simeone und dessen Sohn Giuliano aus.
Ungeschriebene Regel missachtet
Die meisten Fußballer umgehen solche Embleme aus Respekt vor dem Verein. White jedoch stapfte mit drei Schritten darüber hinweg, ohne innezuhalten. Was viele Fans als Respektlosigkeit werten, ist für andere eine übertriebene Tradition. Dennoch reagierten die Simeones sofort: Giuliano Simeone, Stürmer bei Atlético, stellte White zur Rede. Kurz darauf gesellte sich sein Vater Diego hinzu, schob den Sohn zur Seite, klopfte White auf den Rücken und sprach offenbar mahnende Worte. Eine kleine Rangelei entstand, die auf einem von der spanischen Zeitung „Marca“ veröffentlichten Video festgehalten ist.
White bereits im Fokus des Spiels
Der Arsenal-Profi stand auch während der Partie im Mittelpunkt. Ein Handspiel von White war zunächst von Schiedsrichter Danny Makkelie nicht geahndet worden, doch der Videoschiedsrichter griff ein. Den fälligen Strafstoß verwandelte Madrid zum Ausgleich. Die Begegnung endete 1:1 (0:1). Die Entscheidung über den Finaleinzug fällt im Rückspiel am kommenden Dienstag in London.
Ob Whites Schritt auf das Wappen nun Absicht oder ein Versehen war, bleibt offen. Die Bilder der Szene zeigen einen Arsenal-Spieler, der sich keiner Schuld bewusst zu sein schien – während die Simeones ihren Unmut deutlich zum Ausdruck brachten. Der Vorfall könnte im Rückspiel für zusätzliche Brisanz sorgen.



