Wimbledon: Zverev erstmals im Viertelfinale – Struff scheitert an Sinner
Wimbledon: Zverev erstmals im Viertelfinale – Struff raus

Alexander Zverev hat in Wimbledon sein erstes Viertelfinale erreicht. Der French-Open-Champion besiegte den Tschechen Jiri Lehecka nach einer am Vortag unterbrochenen Partie mit 6:4, 7:5, 3:6, 7:6 (8:6). Für Jan-Lennard Struff endete derweil der Lauf im Viertelfinale gegen Titelverteidiger Jannik Sinner mit 5:7, 6:7 (4:7), 3:6.

Zverevs langer Weg ins Viertelfinale

„Wer hätte gedacht, dass ich nur zwölf Jahre brauche, um dahin zu kommen“, sagte Zverev im Siegerinterview selbstironisch. „Ich bin unglaublich glücklich. Natürlich will ich noch drei Matches hier spielen“, betonte er. Die Partie war am Montagabend bei 2:0-Satzführung und 3:3 im dritten Satz wegen der Sperrstunde um 23:00 Uhr Ortszeit abgebrochen worden. Bei der Fortsetzung am Dienstag tat sich Zverev schwer: „Ich habe gar kein Gefühl gehabt“, gestand er. Lehecka gewann den dritten Satz schnell, im vierten Durchgang musste der Tiebreak entscheiden. Zverev nutzte seinen dritten Matchball, nachdem er den zweiten mit einem Doppelfehler vergeben hatte. Insgesamt dauerte die Partie 3:22 Stunden.

Struffs starke Leistung gegen Sinner

Struff zeigte auch gegen Sinner eine starke Leistung, musste sich aber letztlich geschlagen geben. „Im dritten Satz ist die Energie leider weggegangen für ein, zwei Spiele, das hat er dann gnadenlos ausgenutzt“, sagte Struff. Er war topmotiviert, aber den Fokus zu halten, war schwierig. Sinner würdigte den Warsteiner: „Er verdient alles, was er erreicht hat. Er ist eine großartige Person.“ Für Struff war die Wimbledon-Teilnahme dennoch ein riesiger Erfolg.

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Nächste Herausforderung: Angstgegner Fritz

Im Viertelfinale trifft Zverev am Mittwoch auf Taylor Fritz, gegen den er die vergangenen sieben Duelle verloren hat. „Es wird wohl nicht sehr unterhaltsam“, sagte Zverev mit Blick auf den ebenfalls hart servierenden US-Amerikaner. Vor zwei Jahren in Wimbledon begann die Niederlagenserie gegen Fritz. Auf Rasen verlor Zverev auch das Finale 2025 in Stuttgart und das Halbfinale in Halle. In Halle hatte er zudem Probleme mit seiner Diabetes-Erkrankung, weil sein Sensor einen falschen Wert anzeigte. Zverev hofft, trotz der schwierigen Bilanz erstmals ins Halbfinale von Wimbledon einzuziehen.

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