Asymmetrische Angriffe: Kyjiw erleidet 90 Tote, Moskau kaum Schäden
Asymmetrische Angriffe: 90 Tote in Kyjiw, Moskau kaum getroffen

Russland und die Ukraine haben zuletzt beide massiv die Hauptstadt des Gegners attackiert. Es ist ein ungleiches Duell, was die Mittel und die Ziele angeht. Während in Kyjiw innerhalb von vier Tagen 90 Menschen durch Raketenangriffe starben, blieb Moskau von vergleichbaren Verlusten verschont. Die Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt trafen vor allem Wohngebiete, während russische Luftabwehrsysteme die meisten Geschosse abfingen.

Unterschiedliche Verteidigungsfähigkeiten

Die ukrainische Luftabwehr ist im Vergleich zur russischen deutlich schwächer aufgestellt. Während Russland über ein dichtes Netz von Abwehrsystemen verfügt, das die Hauptstadt weitgehend schützt, gelingt es der Ukraine nur selten, alle Raketen und Drohnen abzufangen. Die Folge: In Kyjiw wurden Wohnhäuser zerstört, Dutzende Zivilisten getötet. In Moskau hingegen wurden nur vereinzelte Trümmerteile gemeldet, die keine Todesopfer forderten.

Ziele der Angriffe

Die Ukraine zielt bei ihren Attacken auf militärische und infrastrukturelle Einrichtungen in Russland, darunter Treibstofflager und Kommandozentren. Russland hingegen greift systematisch zivile Ziele in der Ukraine an, um den Widerstandswillen der Bevölkerung zu brechen. „Die asymmetrische Kriegsführung zeigt sich deutlich: Während Russland mit massiven Raketenangriffen Terror verbreitet, setzt die Ukraine auf präzise Schläge gegen militärische Ziele“, erklärte ein Militärexperte gegenüber dem SPIEGEL.

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Internationale Reaktionen

Die internationalen Reaktionen auf die Angriffe sind gespalten. Während westliche Staaten die russischen Angriffe auf zivile Ziele verurteilen, zeigen sie sich verhalten zu den ukrainischen Angriffen auf russisches Territorium. Die Europäische Union bekräftigte ihre Unterstützung für die Ukraine, forderte aber gleichzeitig die Einhaltung des humanitären Völkerrechts. „Jeder Angriff auf Zivilisten ist inakzeptabel, unabhängig von der Seite“, sagte ein EU-Sprecher.

Bilanz der letzten Tage

Allein in den ersten vier Tagen des Juli 2026 starben in Kyjiw 90 Menschen durch Raketenangriffe. Dutzende wurden verletzt. In Moskau gab es keine Toten. Die ukrainischen Streitkräfte bestätigten, dass sie gezielt militärische Ziele in Russland angreifen, um die russische Kriegsführung zu schwächen. Russland kündigte Vergeltung an und verstärkte seine Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur.

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