Spanien hat das dritte WM-Gruppenspiel gegen Uruguay mit 1:0 gewonnen und sich damit den ersten Platz in der Gruppe H gesichert. Dieses Ergebnis hat direkte Auswirkungen auf die deutsche Nationalmannschaft: Die DFB-Elf trifft im Sechzehntelfinale am kommenden Montag um 22.30 Uhr (MagentaTV/ZDF) in Boston auf Paraguay.
Spanien-Sieg besiegelt Gegner für Deutschland
Durch den Sieg Spaniens kann der Dritte der Gruppe H nicht mehr in die K.o.-Runde einziehen. Damit sind auch die letzten der ursprünglich 495 Szenarien hinfällig, die einen anderen deutschen Gegner als Paraguay vorgesehen hatten. Die DFB-Elf muss sich nun auf das südamerikanische Team einstellen.
Muslera-Patzer entscheidet Spiel
Kurz vor der Pause ging Spanien im Estadio Akron in Guadalajara vor den Augen der Weltmeister David Silva, Carles Puyol, Iker Casillas und König Felipe in Führung. Alex Baena zog aus der Drehung ab, sein harmloser Aufsetzer war eigentlich sichere Beute für Uruguays Torwart-Legende Fernando Muslera (40). Doch der Keeper ließ die Kugel durch seine Finger ins Netz rutschen – 1:0 für Spanien (42. Minute).
Muslera hatte bereits in den vorherigen Spielen (1:1 gegen Saudi-Arabien und 2:2 gegen Kap Verde) bei allen drei Gegentoren schlecht ausgesehen. Die Konsequenz: Zur Pause blieb Muslera in der Kabine, für ihn kam Sergio Rochet zwischen die Pfosten.
Uruguay scheitert in der Vorrunde
Durch die Niederlage gegen Spanien steht Uruguays blamables WM-Aus in der Vorrunde fest. Dabei hatte es laut Medienberichten schon vor dem Spanien-Spiel einen Spieleraufstand gegen Trainer Marcelo Bielsa (70) gegeben. Mehrere erfahrene Nationalspieler um Fede Valverde (27/Real Madrid), Rodrigo Bentancur (29/Tottenham Hotspur) und Manuel Ugarte (25/Manchester United) suchten das Gespräch mit Bielsa.
Sie äußerten ihre Unzufriedenheit über zu hartes Training, erschöpfte Spieler und eine zu riskante Spielweise. Zudem drängten die Führungsspieler auf eine kompaktere Defensive. Nach dem WM-Aus dürfte die Stimmung im Team nun noch angespannter sein.



