Die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko sorgt für Schlagzeilen: Adidas-Chef Björn Gulden meldet einen Rekordabsatz bei den Trikots der deutschen Nationalmannschaft. Zugleich gibt es Diskussionen um eine angebliche Handschlag-Verweigerung gegen Thomas Partey sowie Kritik am VAR aus Ghana. Der Newsblog fasst die wichtigsten Ereignisse zusammen.
Adidas-Boss: Deutschland-Trikots begehrt wie nie
Adidas-Vorstandschef Björn Gulden erwartet, dass insgesamt mehr als drei Millionen Deutschland-Jerseys verkauft werden. Das sagte Gulden bei einer Medienrunde in New York. Man verkaufe dreimal so viele DFB-Trikots wie noch bei der WM in Katar vor vier Jahren – ein Rekordwert. Die Nachfrage nach dem weißen Heimtrikot sei wie üblich am größten, aber auch das blaue Auswärtstrikot ziehe deutlich besser als das pinke für die Heim-EM vor zwei Jahren. Am meisten würden Mexiko-Trikots verkauft, vor denen der Teams von Argentinien und Deutschland.
FIFA will Münzwurfregel vor Elfmeterschießen ändern
Der Fußball-Weltverband FIFA möchte einem Medienbericht zufolge bei der WM die Regeln für den Münzwurf vor dem Elfmeterschießen ändern. Demnach solle es bereits ab der K.o.-Phase dieser WM nur noch einen statt zwei Münzwürfe von den Schiedsrichtern vor dem Elfmeterschießen geben, berichtet „The Athletic“.
Handschlag verweigert? Wieder Wirbel um Thomas Partey
Der ghanaische Nationalspieler Thomas Partey steht erneut im Fokus. Während der Partie in Boston wurde er von englischen Fans lautstark ausgebuht. Eine Szene unmittelbar vor dem Anpfiff sorgte in den sozialen Medien für Diskussionen: Videos scheinen zu zeigen, wie Englands Verteidiger Djed Spence den üblichen Handschlag nach den Nationalhymnen verweigert. Die Aufnahmen lassen die Situation allerdings nicht eindeutig erkennen. Der frühere Profi vom FC Arsenal hatte den WM-Auftakt in Kanada wegen einer Einreisesperre verpasst. Der 33-Jährige steht seit April wegen Missbrauchsvorwürfen in London vor Gericht.
Ghana-Coach wütet: VAR in der Kaffeepause?
Ghanas Trainer Carlos Queiroz hat dem Videoschiedsrichter nach dem 0:0 gegen England eine kulinarische Pause unterstellt. „Wieder einmal hat der VAR einen Kaffee getrunken. Das ist verständlich, ich würde mir auch ab und zu gern einen Kaffee gönnen, aber es war ein klarer Elfmeter, Rote Karte“, sagte der 73-Jährige. Er spielte auf eine Szene nach knapp 80 Minuten an, in der England-Verteidiger Ezri Konsas den zum Tor eilenden Prince Adu energisch vom Schuss abhielt. Der VAR schaute sich das riskante Einsteigen nicht an. „Ich bin mir nicht sicher, ob der Videobeweis bei der Weltmeisterschaft noch funktioniert“, fügte Queiroz hinzu.
Nach Frisuren-Scherz: Der „echte Ronaldo“ beschenkt Leweling
Jamie Leweling hat nach seinem Frisuren-Scherz von Brasiliens einstigem Topstürmer Ronaldo ein Trikot mit persönlicher Widmung geschenkt bekommen. „Jeder hat mitbekommen, ich habe mein Profilbild geändert vor der WM, ja diese Ronaldo-Frisur. Es war eigentlich ein Spaß. Aber mittlerweile hat es so viel Aufmerksamkeit bekommen, dass auch der echte Ronaldo mir ein Trikot geschenkt hat“, sagte der 25-Jährige. Leweling hatte überraschend das DFB-Trikot mit der Nummer Neun bekommen und zeigte sich in den sozialen Medien per Fotomontage mit der legendären Ronaldo-Frisur vom WM-Triumph 2002. Ronaldo hatte die Neun als Nummer und damit Brasilien zum WM-Sieg gegen Deutschland geschossen. Leweling machte ein Versprechen: „Wenn wir das Finale gewinnen, dann mache ich mir die Frisur auf jeden Fall.“
Bellingham beruhigt England-Fans: „Kein Drama, kein Stress“
Jude Bellingham hat nach dem enttäuschenden 0:0 gegen Ghana an die englischen Fans appelliert, nicht in Panik zu verfallen. „Kein Stress, kein Drama. Meine Botschaft an alle ist, positiv zu bleiben und die gute Euphorie weiter aufrechtzuerhalten. Es ist nicht das Ende der Welt. Wir haben vier Punkte und sind in einer guten Position“, befand der Offensivspieler. Die Three Lions gehen als Gruppenerster in den abschließenden Spieltag und sind klarer Favorit gegen Panama. Bellingham forderte die Presse auf, nicht zu negativ zu schreiben.
US-Regierung lockert Reiseauflagen für Irans WM-Team
Die US-Regierung lockert die Reisebeschränkungen für die iranische Nationalmannschaft. Für das Gruppenspiel gegen Ägypten am Freitag darf die Mannschaft bereits zwei Tage vor der Partie in die USA einreisen, teilte das Heimatschutzministerium mit. Bei den ersten beiden WM-Partien in Los Angeles war dem Team die Einreise erst innerhalb von 24 Stunden vor dem Anpfiff gestattet worden. An der Pflicht zur sofortigen Ausreise nach dem Spiel halte die Regierung fest. „Die iranische Mannschaft wird weiterhin verpflichtet sein, das Land am Tag des Spiels zu verlassen“, erklärte ein DHS-Sprecher.
Tod der Mutter: Frankreichs WM-Coach Deschamps reist ab
Wegen des Todes seiner Mutter wird Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps nicht beim nächsten WM-Spiel gegen Norwegen dabei sein. „Der Nationaltrainer musste heute Morgen den schmerzlichen Tod seiner Mutter verkraften. Er wird nach Frankreich zurückkehren, um an der Beerdigung teilzunehmen“, hieß es vom französischen Fußball-Verband. Deschamps hat seinem Assistenten Guy Stéphan die Verantwortung übertragen, die Mannschaft bis zu seiner Rückkehr zu leiten.
Lebende Statue bei WM: Kongo-Fan zieht Blicke auf sich
Michel Kuka Mboladinga, bekannt als „Lumumba Vea“, verfolgte das WM-Spiel Kongos in Zapopan gegen Kolumbien als lebende Statue. Seine Pose ist der Lumumba-Statue nachempfunden, die in Kongos Hauptstadt Kinshasa steht. „So wie Lumumba sein Leben für unser Land geopfert hat, ist mein Opfer ein kleiner Preis, den ich gerne zahle, weil mir diese Mannschaft so sehr am Herzen liegt“, sagte Mboladinga. Der 49-Jährige wurde offiziell in die Delegation des kongolesischen Verbands aufgenommen.
Brasilien-Star Neymar vor erstem Einsatz bei der WM
Brasiliens Stürmerstar Neymar steht vor seinem ersten Einsatz bei dieser WM. Trainer Carlo Ancelotti bestätigte, dass der 34-Jährige seine Wadenverletzung auskuriert hat. „Er ist einsetzbar. Er hat sehr gut trainiert. Er ist fit und bereit, zu spielen“, sagte Ancelotti. Neymar hatte die beiden ersten Vorrunden-Spiele gegen Marokko (1:1) und Haiti (3:0) verpasst.
Bremsenloser Zug: Wie ein Ballermann-Hit zum WM-Song wurde
Dass der Bundestrainer seinen Ballermann-Hit mal ins Englische übersetzen würde, hätte sich Lorenz Büffel nie träumen lassen. Julian Nagelsmann tat dies nach dem 7:1 zum WM-Auftakt gegen Curacao vor internationalen Journalisten. „Und ich glaube, dass Julian Nagelsmann es wirklich ernst meinte, den Song im Stadion gehört hatte und für sich selber und für die Mannschaft eigentlich jetzt sagt: ‚Okay Leute, der Zug hat keine Bremse, wir ziehen das Ding jetzt durch und holen den Weltmeistertitel‘“, sagte Büffel. Der Song hat sich zu Deutschlands Sport-Hit entwickelt.
Nur Vogts und Derwall haben eine bessere Bundestrainer-Bilanz als Nagelsmann
Julian Nagelsmann kommt nach 35 Spielen als Bundestrainer auf einen Punkteschnitt von 2,14. Nur zwei seiner Vorgänger waren besser: Berti Vogts mit 2,18 Zählern und Jupp Derwall mit 2,15 Punkten. Als Bester der vier deutschen Weltmeister-Trainer folgt Helmut Schön mit 2,10 Punkten auf Platz vier.
Kroatien siegt im Jubiläumsspiel von Modric
In seinem 200. Länderspiel feierte Luka Modric mit Kroatien einen wichtigen 1:0-Sieg gegen Panama. Joker Ante Budimir traf in der 54. Minute. Für Panama bedeutete die zweite Niederlage das vorzeitige WM-Aus.
Díaz glücklos, aber Muñoz trifft: Kolumbien besiegt Kongo
Daniel Muñoz hat Kolumbien den vorzeitigen Einzug in die K.o.-Runde beschert. Der Rechtsverteidiger erzielte beim 1:0 gegen die Demokratische Republik Kongo den entscheidenden Treffer (76. Minute). Mit sechs Punkten steht Kolumbiens Teilnahme am Sechzehntelfinale bereits fest.
Torloses Remis: England und Kane enttäuschen gegen Ghana
Englands Star-Offensive um Harry Kane kam gegen Ghana nicht über ein 0:0 hinaus und verpasste die vorzeitige Qualifikation für die K.o.-Runde. Die besten Chancen vergaben Nico O'Reilly mit einem Kopfball an die Latte und Kane mit dem Nachschuss in der 86. Minute. Kane verpasste die Chance, sich zum alleinigen WM-Rekordtorschützen Englands zu krönen.
Grönemeyers WM-Tipp: So weit kann das DFB-Team kommen
Herbert Grönemeyer sieht die deutsche Nationalmannschaft weit vorn – falls sie eine mögliche Feuerprobe im Achtelfinale besteht. Wenn Frankreich der Gegner werde und die deutsche Elf das Team besiegt, sei sie „finaltauglich“, sagte Grönemeyer der dpa. „Aber gleichzeitig, wenn sie sich warmgespielt haben, sind Wirtz, Nmecha und Havertz und Musiala und alle zusammen auch nicht schlecht.“
Ronaldo schafft mit WM-Toren nächsten Rekord
Cristiano Ronaldo ist der erste Spieler, der bei sechs unterschiedlichen Fußball-Weltmeisterschaften mindestens ein Tor erzielt hat. Beim 5:0-Sieg gegen Usbekistan traf er nach sechs Minuten zum 1:0 und in der 39. Minute zum 3:0 – sein insgesamt zehnter WM-Treffer, womit er an der portugiesischen Legende Eusebio vorbeizog.
Todesopfer nach Gedränge bei WM-Fest in Jordanien
Beim Public Viewing des WM-Spiels zwischen Jordanien und Algerien ist in Amman ein Mensch gestorben, weil es zu einem Gedränge kam. Acht weitere Personen wurden mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Zu dem Gedränge war es auf dem Haschemitischen Platz gekommen, wo sich Tausende Menschen versammelt hatten.



