WM 2026: Ticketpreise für USA-Spiele explodieren nach 4:1-Auftaktsieg
WM 2026: Ticketpreise für USA-Spiele explodieren

WM-Hype um US-Team: Ticketpreise schießen nach 4:1 nach oben

Kurz nach dem höchsten Sieg einer US-Männer-Nationalmannschaft bei einer Fußball-Weltmeisterschaft sind die Ticketpreise für die weiteren Vorrundenspiele mit Beteiligung der USA sprunghaft gestiegen. Wie aus Daten der Plattform TicketData, die Preise bei verschiedenen Ticket-Drittanbietern vergleicht, hervorgeht, kosten die günstigsten Eintrittskarten für das kommende US-Gruppenspiel gegen Australien am Freitag in Seattle 1.908 Dollar (rund 1.650 Euro). Im Vergleich zu vor drei Tagen stiegen die Preise nach dem 4:1 des US-Teams gegen Paraguay demnach um 77 Prozent.

Noch heftiger fiel der Anstieg für das USA-Spiel am 26. Juni in Inglewood bei Los Angeles gegen die Türkei aus. Um satte 90 Prozent ging es im Drei-Tages-Vergleich auf 1.656 Dollar. Drei Stunden vor dem Anpfiff des ersten Spiels der USA am Freitag hatte der Preis für das Türkei-Spiel noch bei 1.086 Dollar gelegen, wie „The Athletic“ berichtete.

Unentschieden in der Nachspielzeit: Schweiz nur 1:1 gegen Katar

Die Schweiz ist mit einem späten Tiefschlag und einer großen Enttäuschung in die Fußball-Weltmeisterschaft gestartet. Die mit zahlreichen aktuellen oder ehemaligen Bundesligaprofis besetzte Mannschaft von Trainer Murat Yakin kam gegen den krassen Außenseiter Katar zum Auftakt nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus.

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Im San-Francisco-Bay-Area-Stadion brachte Breel Embolo die Schweiz zunächst in Führung (17. Minute/Foulelfmeter). Boualem Khoukhi (90.+5) glich für Katar jedoch noch aus. Für das vom Spanier Julen Lopetegui gecoachte Team war es bei der zweiten WM-Teilnahme der erste Punkt.

Trump gratuliert US-Nationalmannschaft zum Auftaktsieg

US-Präsident Donald Trump hat der Nationalmannschaft seines Landes zu ihrem Auftaktsieg bei der Fußball-Weltmeisterschaft gratuliert. „Herzlichen Glückwunsch an das Team USA zu seinem bedeutenden Sieg, 4:1, gegen eine sehr gute paraguayische Mannschaft“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. „Macht weiter so!“

Trump selbst war nicht zu dem Spiel in die Arena südlich von Los Angeles gereist – stattdessen verfolgte dort sein Außenminister Marco Rubio die Partie.

Fifa-Präsident Infantino verärgert Italien mit Witz

Das kam in Italien nicht gut an: FIFA-Präsident Gianni Infantino hat mit einer scherzhaft gemeinten Bemerkung über die große WM-Misere des viermaligen Fußball-Weltmeisters Kritik ausgelöst. Im Interview des brasilianischen Senders CazéTV machte sich Infantino über das erneute Scheitern der italienischen Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation lustig, als er über eine mögliche Aufstockung der WM auf 64 Teams grinsend sagte: „Vielleicht qualifiziert sich Italien bei einer WM mit 64 Teams - oder wir gehen sogar hoch auf 228 Teams.“

Das bringt der morgige WM-Tag: DFB-Team startet gegen Curaçao

Der vierte Tag bei der Fußball-Weltmeisterschaft hat es in sich: Gleich fünf Spiele in vier Gruppen stehen am Sonntag auf dem Programm. Im Fokus steht die deutsche Nationalmannschaft. Zum Turniereinstand trifft das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann auf WM-Neuling Curaçao.

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  • Deutschland-Curaçao (19.00 Uhr, ARD und MagentaTV): Am vierten Tag der Fußball-Weltmeisterschaft steigt auch die deutsche Mannschaft in das Mega-Turnier ein. Der viermalige Weltmeister trifft in seinem Auftaktspiel in Houston auf den WM-Neuling Curaçao. Es ist das erste Länderspiel gegen die Kicker von der Karibik-Insel, die als krasser Außenseiter in Gruppe E gelten. Im Tor steht Manuel Neuer vor seinem ersten Länderspieleinsatz seit zwei Jahren. Der 40-Jährige war nach der Heim-EM 2024 als Nationalspieler zurückgetreten, Nagelsmann holte den Weltmeister von 2014 aber kurz vor der WM zurück.
  • Brasilien-Marokko (00.00 Uhr, ZDF und MagentaTV): Der Rekordweltmeister eröffnet die Spiele der Gruppe C gleich mit einem Härtetest: Das Team von Startrainer Carlo Ancelotti trifft in East Rutherford auf Afrikameister Marokko. Fehlen wird den Brasilianern Neymar wegen der Folgen einer Wadenverletzung. So werden alle Augen auf das Offensivduo Raphinha/Vinícius Junior gerichtet sein.
  • Haiti-Schottland (03.00 Uhr, MagentaTV): Im zweiten Spiel der Brasilien-Gruppe stehen sich die beiden Außenseiter gegenüber. Weder Schottland bei der neunten WM-Teilnahme noch Haiti beim bislang einzigen WM-Auftritt 1974 haben bisher die Gruppenphase überstanden. Die Schotten können sich in Boston zumindest der Unterstützung zahlreicher Fans sicher sein.
  • Australien-Türkei (06.00 Uhr, MagentaTV): WM-Stammgast Australien ist in der Gruppe von Co-Gastgeber USA gegen unberechenbare Türken gefordert. Mit einem Sieg könnte das Team um St.-Pauli-Profi und Kapitän Jackson Irvine bereits einen wichtigen Schritt in Richtung K.o.-Phase machen. Für die Türkei ist die Partie im kanadischen Vancouver das erste WM-Spiel seit Platz drei 2002.
  • Niederlande-Japan (22.00 Uhr, MagentaTV): Die meist hoch gehandelten Niederländer sind der Favorit in der Gruppe F. Nach den eher mäßigen Testspiel-Auftritten gegen Algerien (1:1) und Usbekistan (2:1) wird die Begegnung mit Rekordasienmeister Japan in Dallas schon zum Lackmustest für das Team von Bondscoach Ronald Koeman.

WM-Einreise für Partey verweigert: Ghana schickt Protestnote

Die Einreiseverweigerung für Ghanas Fußball-Nationalspieler Thomas Partey nach Kanada wird zum diplomatischen Streitfall. Das ghanaische Außenministerium hat eine offizielle Protestnote an die kanadische Regierung geschickt und eine Überprüfung der Entscheidung gefordert. Partey darf wegen Visa-Problemen nicht zum WM-Spiel gegen Panama nach Toronto reisen.

Hintergrund sind Missbrauchsvorwürfe gegen den 33-Jährigen, die derzeit vor einem Gericht in London verhandelt werden. Partey weist die Vorwürfe zurück und plädierte auf nicht schuldig. Ghana kritisiert, dass Kanada seine Entscheidung auf ein laufendes Verfahren ohne Verurteilung stütze, und verweist auf die Unschuldsvermutung.

Viele freie Sitzplätze im WM-Stadion? FIFA gibt Erklärung

Die FIFA hat ihre offizielle Zuschauerzahl beim WM-Spiel zwischen Südkorea und Tschechien trotz vieler sichtbar leerer Plätze verteidigt. Der Weltverband gab für die Partie in Zapopan 44.985 Zuschauer und damit eine Auslastung von 98,5 Prozent an. Die Zahl basiere auf gescannten Tickets und Personen auf dem Stadiongelände, nicht auf der tatsächlich besetzten Sitzplatzanzahl. Zudem hätten viele Fans das Spiel stehend verfolgt.

Für Diskussionen sorgen auch die Ticketpreise der WM in Kanada, Mexiko und den USA. Vor Turnierbeginn waren nach FIFA-Angaben 29 Spiele ausverkauft, für 75 Partien waren noch Karten erhältlich. FIFA-Präsident Gianni Infantino verteidigte die Preise mit Verweis auf den US-Markt und andere große Sportveranstaltungen in den Vereinigten Staaten.

Diebstahl bei Englands Team – Trainingsausrüstung gestohlen?

Die englische Fußball-Nationalmannschaft mit Nationalcoach Thomas Tuchel ist offenbar vor ihrer Ankunft im WM-Trainingsquartier in Kansas City bestohlen worden. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, wurde in Fahrzeugen eingebrochen, die Trainingsausrüstung für die „Three Lions“ transportieren. Der englische Verband FA prüfe derzeit, was genau entwendet wurde.

Das englische Team trifft am Samstag im WM-Quartier in Kansas City ein. Die Ausrüstung sollte dort bereits vorab bereitstehen. Das englische Team startet erst am Mittwoch gegen Kroatien (22.00 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) in die WM.

„Wir untersuchen einen möglichen Diebstahl von Ausrüstung aus einem Mannschaftsfahrzeug, das heute Abend in Kansas City ankam, wobei Gegenstände fehlten. Die Ermittlungen dauern an“, wurde ein Polizeisprecher bei der BBC zitiert. Im Zusammenhang mit dem Vorfall sollen zwei Personen festgenommen worden sein.

Englische Ansage von WM-Schiri wird Netz-Hit in Brasilien

Mit seiner englischen Stadiondurchsage nach einer Videoüberprüfung hat der brasilianische Schiedsrichter Wilton Pereira Sampaio beim WM-Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika in Brasilien unfreiwillig einen Internet-Hit gelandet.

Auslöser war die Erklärung einer Roten Karte gegen Südafrikas Themba Zwane wegen einer angeblichen Tätlichkeit nach einer Überprüfung durch den Videoassistenten. Dabei sorgten sein starker brasilianischer Akzent und die Formulierung der Ansage für zahlreiche Reaktionen.

Sampaio sagte sinngemäß, Angreifer Nummer 11 habe ein schweres Foul begangen und den Verteidiger im Gesicht getroffen; deshalb gebe es direkten Freistoß und Rot. Im Original sagte er: „After review, attacker number 11 commit serious foul play, and arm direct the face the defender. Decision: direct free kick, red card.“

Manche Nutzer fühlten sich an den früheren Trainer Joel Santana erinnert, der wegen seiner markanten englischen Aussprache in Brasilien Kultstatus erlangte. Andere zogen Parallelen zu einem viel beachteten englischsprachigen Auftritt des früheren Präsidenten Jair Bolsonaro im Jahr 2025. Besonders häufig geteilt wurden zudem Bilder südafrikanischer Spieler, die während der Durchsage sichtbar irritiert wirkten.

Sampaio stand im Eröffnungsspiel allerdings nicht nur wegen seiner englischen Durchsage im Mittelpunkt. Der Brasilianer zeigte beim 2:0 des Co-Gastgebers gleich dreimal Rot – das hatte es in einem WM-Auftaktspiel zuvor noch nicht gegeben.

Iranischer Verband: Fifa-Präsident hält Versprechen nicht ein

Der iranische Fußballverband wirft Fifa-Präsident Gianni Infantino vor, Zusagen nicht eingehalten zu haben. Infantino habe uneingeschränkten Zugang für alle Verbandsmitglieder zu den drei WM-Spielen des Iran in den USA versprochen, sagte der iranische WM-Teambetreuer Mahdi Mohammad Nabi am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters.

Nabi ist einer von 15 iranischen Funktionären, die kein US-Visum für die WM-Spiele erhalten haben. „Wir hoffen, dass Herr Infantino tatsächlich seinen Worten Taten folgen lässt und die Versprechen einhält, die er dem iranischen Nationalteam gegeben hat“, sagte Nabi.

Iran-nahe Aktivisten drohen mit Angriff auf WM

Eine Iran-nahe Hackergruppe reklamiert für sich, Drohnen-Daten der US-Bundespolizei FBI erlangt zu haben, die sie für Angriffe auf die WM nutzen könnte. Die auf die Beobachtung islamistischer Plattformen spezialisierte US-Firma Site veröffentlichte am Freitag eine Erklärung der Gruppe „Handala“. Darin führen die Hacker an, sie hätten schon „seit Monaten“ Zugriff auf „jedes Bild und jeden Verdächtigen“, die von den sogenannten FPV-Drohnen des FBI erfasst worden seien.

Laut „Handala“ stammen die Daten der Drohnen unter anderem aus Gesichtserkennungssoftware und der Erfassung von Kfz-Kennzeichen. „Erhöht besser Eure Sicherheit für die WM, wir mögen manche dieser Teams überhaupt nicht“, wurde die „Handala“-Erklärung zitiert. „FPVs sind überall; Ihr könnt nie wissen, wann eine davon vielleicht in Eurem Mannschaftsbus landet.“

„Handala“ verbreitete auch Bilder, die von den angeblich gehackten Drohnen stammen sollen. Site bestritt jedoch, dass die Aufnahmen tatsächlich von dort stammen.

Kanzler Merz wünscht DFB-Team in Videoanruf viel Glück

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat der deutschen Fußball-Nationalmannschaft um Bundestrainer Julian Nagelsmann und Kapitän Joshua Kimmich in einem Videotelefonat Glück für die Weltmeisterschaft gewünscht. „Ganz Deutschland hält euch die Daumen“, sagte Merz in einem auf Instagram veröffentlichen Video. Deutschland bestreitet sein Auftaktspiel bei der WM am Sonntag (19.00 Uhr/ARD und MagentaTV) gegen Außenseiter Curaçao.

Auf der Plattform X schickte Merz dazu noch motivierende Worte an das DFB-Team: „Das ganze Land steht hinter der Mannschaft. Auf eine starke WM.“ Der 70-Jährige wird den deutschen WM-Start in Houston aus der Heimat verfolgen.

Mit Nagelsmann will Merz die WM über in Kontakt bleiben. „Ich würde sagen, Herr Nagelsmann: Wir telefonieren mal zwischendurch, wie der Stand der Dinge ist, wenn die ersten Spiele gelaufen sind“, sagte der Regierungschef in dem Videoanruf, an dem neben Nagelsmann und Kimmich auch Abwehrspieler Jonathan Tah und Stürmer Kai Havertz teilnahmen.

DFB-Team jubelt auch bei WM zur Torhymne „Major Tom“

Der Song „Major Tom“ von Peter Schilling wird auch bei der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada als Torhymne der deutschen Nationalmannschaft gespielt. Das Lied werde wie auch bei DFB-Heimspielen nach deutschen Treffern in den WM-Stadien ertönen, teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung über die Musikauswahl berichtet.

Neben der Tormusik von Peter Schilling hat der DFB mit „An Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen und „Zeit, dass sich was dreht“ von Herbert Grönemeyer noch zwei weitere Songs bei der Fifa eingereicht. Unklar ist noch, zu welchen Zeitpunkten die beiden „Signature Songs“ in den Stadien abgespielt werden. Zur WM konnten alle teilnehmenden Nationalverbände eigene Songs bei der FIFA einreichen.

Der Klassiker „Major Tom“ wurde bereits vor der Heim-Europameisterschaft 2024 zur Torhymne der deutschen Nationalmannschaft gemacht. Seitdem wird der Song als offizielle Torhymne bei Heimspielen des DFB-Teams abgespielt. Das Lied von Peter Schilling löste im März 2024 „Kernkraft 400“ von Zombie Nation als Torhymne ab. Die DFB-Auswahl bestreitet ihr WM-Auftaktspiel am Sonntag (19.00 Uhr/ARD und MagentaTV) gegen Außenseiter Curaçao.

Bier billiger: Ecuadors Präsident setzt für WM Steuer aus

Jubel schon vor dem ersten Tor: Die Fans von Deutschlands Gruppengegner Ecuador können sich während der Fußball-WM über deutlich günstigeres Bier freuen. Bis zum Ende des Turniers werden in Ecuador Getränke mit bis zu fünf Volumenprozent Alkohol von der Sonderkonsumsteuer befreit, wie Präsident Daniel Noboa ankündigte. Dadurch dürfte der Bierpreis in dem südamerikanischen Land um 20 Prozent sinken.

Der ecuadorianische Restaurantverband (Corec) rechnet während der Weltmeisterschaft mit einem Anstieg des Bierabsatzes um 20 Prozent. An den Spieltagen der ecuadorianischen Nationalmannschaft könnte sich der Bierkonsum sogar verdoppeln, heißt es. Ecuador spielt am Sonntag gegen die Elfenbeinküste, am 20. Juni gegen Curaçao und am 25. Juni gegen Deutschland.

Chef des palästinensischen Fußballverbands wartet auf US-Einreise

Der Präsident des palästinensischen Fußballverbands hat kein Visum für eine Einreise in die USA erhalten. Dschibril Radschub sagte der Nachrichtenagentur AP, er warte in Mexiko-Stadt auf eine Einreiseerlaubnis, um zusammen mit anderen Fußballfunktionären auch dort an der Fußball-Weltmeisterschaft teilzunehmen. Er halte es nicht für fair, „Fußballern aus aller Welt“ die Teilnahme zu verweigern, sagte Radschub, der in der mexikanischen Hauptstadt am Donnerstag das Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika besucht hatte.

Er ist eine von mehreren für die WM akkreditierten Personen, denen die US-Behörden Visa verweigert oder bislang nicht ausgestellt haben. Das palästinensische Team hatte sich nicht für die WM qualifiziert. Der Weltfußballverband Fifa lädt jedoch üblicherweise die Spitzen von Fußballverbänden aus aller Welt zu den alle vier Jahre stattfindenden Weltmeisterschaften ein.

Verärgerung im Netz: ZDF zeigt WM-Eröffnungsshow verspätet

Die verspätete Live-Schalte im ZDF zur Eröffnungsfeier der Fußball-WM hat in den sozialen Medien mitunter für Verärgerung gesorgt. Der Sender war erst mit mehreren Minuten Verspätung bei der Show vor dem Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika (2:0) im Aztekenstadion auf Sendung gegangen. Als die ersten Künstler bereits auf der Bühne waren, lief noch Werbung.

Immerhin war das ZDF dann aber live dabei, als Shakira und Burna Boy ihren offiziellen WM-Song „Dai Dai“ präsentierten. Das Zweite hatte fast vier Stunden vor dem WM-Auftakt mit einigen Studiogästen wie den beiden Ex-Nationalspielern Christoph Kramer und Per Mertesacker die Vorberichterstattung begonnen.

Das war die WM-Nacht: US-Party und Italiens Ärger

Traum-Auftakt für die USA: Der Co-Gastgeber ist mit viel Schwung und einem sehr überzeugenden Sieg gegen Paraguay in die Heim-WM gestartet. Beim 4:1 (3:0) in Inglewood bei Los Angeles sorgten Doppeltorschütze Folarin Balogun (31. Minute/45.+5) und Giovanni Reyna (90.+8) nach einem Eigentor von Damian Bobadilla (7.) für ausgelassene Stimmung. Mauricio gelang für die Südamerikaner nur noch der Ehrentreffer (73.). Zahlreiche Promis wie Tom Cruise, David Beckham und US-Außenminister Marco Rubio verfolgten die Partie auf der Tribüne.

Damit sind alle drei Gastgeber sehr gut bis ordentlich ins XXL-Turnier gekommen. Mexiko hatte das Eröffnungsspiel gegen Südafrika mit 2:0 gewonnen, Kanada trennte sich am Freitagabend nach einem Rückstand 1:1 von Bosnien-Herzegowina.

Kanada holt gegen Bosnien ersten WM-Punkt überhaupt

Kanada hat sein WM-Trauma auch im siebten Anlauf nicht überwinden können, eine Auftaktpleite beim XXL-Turnier aber abgewendet. Der Co-Gastgeber verbuchte mit dem 1:1 (0:1) gegen Bosnien-Herzegowina zumindest einen Punkt, wartet bei seiner insgesamt dritten WM-Teilnahme jedoch weiter auf den ersten Endrundensieg.

Vor 43.002 Zuschauern in Toronto brachte Jovo Lukic Bosnien-Herzegowina in der 21. Minute in Führung, diese glich Cyle Larin (80.) aus. Durch das Remis erhielten sich beide Teams in der Gruppe B die Chance auf den erstmaligen Einzug in die K.-o.-Runde. Weitere Vorrundengegner sind Katar und die Schweiz, die am Samstag aufeinandertreffen. Bei den bisherigen WM-Teilnahmen 2022 und 1986 hatte Kanada alle sechs Spiele verloren.

Halbleere Ränge bei WM-Eröffnungsparty in Toronto

Bei der offiziellen WM-Eröffnungsfeier in Kanada sind tausende Plätze im Stadion von Toronto leer geblieben. 90 Minuten vor dem Anpfiff des ersten Gruppenspiels des Co-Gastgebers gegen Bosnien-Herzegowina befanden sich etliche Fans noch auf dem Weg zur Spielstätte.

Wer nicht rechtzeitig da war, verpasste eine schwungvolle Zeremonie, die die Vielfalt Kanadas – sowohl der Einwohner als auch der Natur – zum Ausdruck brachte und einige musikalische Highlights bot. So traten unter anderem die bekannte Popsängerin Alessia Cara und der Rapper Vegedream auf.

Besonders bejubelt wurde später der Auftritt des fünffachen Grammy-Preisträgers Michael Bublé, ehe Rockstar Alanis Morissette mit der Intonierung der kanadischen Nationalhymne für einen Gänsehaut-Moment sorgte. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Arena dann auch weitgehend gefüllt.

Brasiliens Trauer um Weltmeister von 1970

Zwei Tage vor dem WM-Auftakt gegen Marokko ereilte Brasiliens Fußball eine traurige Nachricht. Der frühere Abwehrspieler Brito, Weltmeister von 1970, ist im Alter von 86 Jahren gestorben. „Brito hat uns als einer der größten Verteidiger in der Geschichte des brasilianischen Fußballs verlassen“, sagte der Präsident des brasilianischen Verbands, Samir Xaud. „Möge sein Kampfgeist unseren Spielern, die an der Weltmeisterschaft teilnehmen, als Inspiration dienen.“

Bayerns Davies fehlt Co-Gastgeber Kanada zum Start

Bayern Münchens Alphonso Davies kann beim ersten Spiel von Co-Gastgeber Kanada nur zuschauen. Der Abwehrspieler ist nach einer Oberschenkelverletzung aus dem Mai noch nicht rechtzeitig für das heutige Duell mit Bosnien-Herzegowina (21.00 Uhr/ARD und MagentaTV) fit geworden. Das kanadische Team setzt aber auf einen späteren Einstieg von Davies ins Turnier. „Wir hoffen sehr, dass wir in den kommenden Tagen und der nächsten Woche Fortschritte erzielen und er bald einen Beitrag leisten kann“, sagte Trainer Jesse Marsch.

Südkorea dreht WM-Auftakt gegen Tschechien

Südkorea hat zum WM-Start gegen Tschechien einen Rückstand gedreht und ist mit einem 2:1 (0:0) ins XXL-Turnier gestartet. In-beom Hwang (68. Minute) und Hyeon-gyu Oh (80.) trafen für das Team um den enttäuschenden Superstar Heung-Min Son. Kapitän Ladislav Krejci hatte die Tschechen 20 Jahre nach der bislang letzten WM-Teilnahme in Deutschland in Führung geköpft (59.).

Löw sieht WM-Aufstockung skeptisch

Weltmeister-Trainer Joachim Löw hält die Aufstockung der Fußball-WM auf 48 Teams für einen Fehler. „Ich bin kein Befürworter von dieser WM. Ich habe immer gesagt, ich fand den Modus mit 32 Mannschaften gut“, sagte Löw in der Interviewreihe „WM-Fieber: Monica Lierhaus und die Bundestrainer“ bei RTL. „Am Ende kommen zwei Mannschaften aus einer Gruppe weiter. Das ist schon mal ein Kampf innerhalb dieser Gruppenphase.“

Bei der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko nehmen erstmals 48 Länder teil. Für Löw sind dies zu viele. Bei allem Respekt für kleinere Nationen, „die auch mal gerne bei einer WM teilnehmen wollen, aber für mich ist es ein bisschen zu sehr aufgeblasen“, sagte der 66-Jährige, der 2014 mit Deutschland in Brasilien den Titel geholt hatte.

Keine Einigung über WM-Prämien kurz vor Turnierstart

Kurz vor dem WM-Start der deutschen Fußball-Nationalmannschaft sind die Verhandlungen über die Turnierprämien zwischen den Spielern und dem DFB nicht abgeschlossen. „Ja, wir sind kurz davor. Also, es sieht gut aus“, sagte Jonathan Tah bei einer Pressekonferenz in Winston-Salem. Der Abwehrspieler des FC Bayern gehört wie Kapitän und Vereinskollege Joshua Kimmich zu den Profis, die für die Mannschaft mit dem Verband verhandeln.

Dass kurz vor dem WM-Auftakt am Sonntag (19.00 Uhr/ARD und MagentaTV) in Houston gegen Curaçao nicht alle Prämiendetails vereinbart sind, ist ungewöhnlich. „Wir sind in guten Gesprächen mit dem Mannschaftsrat. Aber wir führen die Verhandlungen nicht öffentlich“, hatte DFB-Präsident Bernd Neuendorf im Mai gesagt.

Die bislang höchste Prämie sicherten sich die deutschen Weltmeister um Kapitän Philipp Lahm 2014 in Brasilien mit 300.000 Euro pro Mann.

Dreimal Rot: Schiedsrichter bei WM-Eröffnung im Fokus

Nach dem Eröffnungsspiel der Fußball-WM zwischen Mexiko und Südafrika stand vor allem Schiedsrichter Wilton Pereira Sampaio im Mittelpunkt. Der Brasilianer zeigte beim 2:0 des Co-Gastgebers gleich dreimal Rot - das hatte es in einem WM-Auftaktspiel zuvor noch nicht gegeben.

Letztmals hatte es vor 20 Jahren bei der Weltmeisterschaft in Deutschland so viele Platzverweise in einem Spiel gegeben. Im Achtelfinale zwischen Portugal und den Niederlanden mussten damals sogar vier Profis vorzeitig vom Feld. Bei der vergangenen WM in Katar hatte es im gesamten Turnier nur vier Rote Karten gegeben.