WM 2026: Türkei scheidet aus – „Für uns bricht eine Welt zusammen“
Die türkische Nationalmannschaft ist bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in der Vorrunde gescheitert. Trotz einer Roten Karte für einen paraguayischen Spieler und langer Überzahl unterlag das Team um Superstar Arda Güler mit 0:1 (0:1) gegen Paraguay. Damit steht die Mannschaft von Trainer Vincenzo Montella nach zwei Niederlagen als Tabellenletzter der Gruppe D fest und verpasst das Achtelfinale. Die erste WM-Teilnahme seit 2002 endet somit in einer großen Enttäuschung. „Für uns bricht eine Welt zusammen“, zitierte das Nachrichtenportal Habertürk enttäuschte Fans. Die Niederlage gegen Paraguay, obwohl der Gegner mehr als eine Halbzeit lang nur mit zehn Spielern auf dem Platz stand, gilt als einer der schmerzhaftesten Rückschläge in der WM-Geschichte der Türkei.
Uli Hoeneß kritisiert WM-Turnier scharf
Uli Hoeneß, Ehrenpräsident des FC Bayern München, hat die laufende Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko heftig kritisiert und eine Reise zum Turnier abgelehnt. „Ich glaube, dass diese Weltmeisterschaft ein Fiasko für den Fußball wird“, sagte der 74-Jährige in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Besonders die hohen Ticketpreise stoßen ihm sauer auf. „Zweitausend Dollar für ein Finalticket mittlerer Güte, wo soll das enden? Ich bin immer für Kommerz im Fußball gewesen, aber nicht in dieser extremen Form. Ich möchte das durch den Kauf von Eintrittskarten nicht auch noch unterstützen“, so Hoeneß weiter.
Algerien legt Protest gegen Spielleitung ein
Der algerische Fußballverband hat nach der 0:3-Niederlage gegen Argentinien offiziell Protest gegen die Spielleitung von Schiedsrichter Szymon Marciniak eingelegt. Nach Darstellung des Verbandes blieb ein hartes Einsteigen des späteren Dreifach-Torschützen Lionel Messi beim Stand von 1:0 ungeahndet. Zudem kritisieren die Nordafrikaner, dass ein Ellenbogeneinsatz von Alexis Mac Allister sowie eine weitere Aktion nicht sanktioniert wurden. Eine Reaktion der FIFA lag zunächst nicht vor.
Iran will sich wegen Reisebeschränkungen bei der FIFA beschweren
Der iranische Fußballverband plant, sich beim Weltverband FIFA über die knappen An- und Abreiseregelungen für sein WM-Team zu beschweren. Die Beschränkungen seien nicht mit den Grundsätzen zur Schaffung gleicher Bedingungen für alle teilnehmenden Teams vereinbar, hieß es in einer Stellungnahme. Irans Trainer und Spieler durften zum Auftaktspiel gegen Neuseeland in Inglewood, Kalifornien, nur am Vortag anreisen. Auch für die Partie gegen Belgien sei eine Anreise zwei Tage früher nicht erlaubt worden. Zudem gab es Beschwerden über fehlende Visa für Teammitglieder wie Pressesprecher und Spielanalysten. Aufgrund des Krieges und der politischen Spannungen mit den USA hatte der Iran sein WM-Quartier von Arizona nach Mexiko verlegt und kann nur unter strengen Auflagen teilnehmen.
Weitere WM-News im Überblick
Brasilien feiert Ex-Bundesligastürmer
Der frühere Bundesligaprofi Matheus Cunha traf doppelt für Brasilien beim 3:0-Sieg gegen Haiti. Vinícius Júnior legte noch in der ersten Halbzeit nach. Der Rekord-Weltmeister liegt damit auf K.o.-Runden-Kurs, während Haiti nach der Gruppenphase ausscheidet.
USA im Fußballfieber
Gastgeber USA hat mit einem 2:0-Sieg gegen Australien den besten WM-Auftakt seit 1930 hingelegt und die Qualifikation für die nächste Runde perfekt gemacht. Ein Eigentor von Cameron Burgess und ein Treffer von Alex Freeman sorgten vor 66.925 Zuschauern im ausverkauften Lumen Field in Seattle für die Entscheidung.
Spaniens Hoffnung Lamine Yamal nicht bereit für 90 Minuten
Lamine Yamal steht Spanien für das zweite WM-Spiel nur eingeschränkt zur Verfügung. „Ich bin noch nicht bereit für ein ganzes Spiel“, sagte der 18-Jährige. Beim blamablen 0:0 gegen Kap Verde war er in der 71. Minute eingewechselt worden.
Entsetzen nach Falschmeldung über Messis Vater
Nach einer fatalen Falschmeldung über Lionel Messis Vater Jorge hat sich die argentinische Moderatorin Florencia Peña öffentlich entschuldigt. In einer Live-Sendung hatte sie fälschlicherweise behauptet, Jorge Messi sei gestorben. Die beteiligten Mitarbeiter wurden entlassen. Die Familie Messi bestätigte gesundheitliche Probleme von Jorge, der sich unter ärztlicher Beobachtung erhole.
WM im TV: ARD/ZDF mit Nacht-Flaute und Top-Quoten am Abend
Die WM ist für ARD und ZDF ein Turnier der Extreme. Während abendliche Spiele wie das 7:1 der deutschen Mannschaft gegen Curaçao 23,4 Millionen Zuschauer erreichten, schauten nachts nur wenige Hunderttausend zu. Die Digitalnutzung am Morgen sei jedoch hoch, berichtete die ARD.
Schottland-Liebe geht weiter: Boston und Glasgow planen Partnerschaft
Boston und Glasgow wollen nach der WM eine offizielle Städtepartnerschaft eingehen. Die schottischen Fans, die zu Zehntausenden nach Boston gereist sind, haben die Stadt im Sturm erobert. Bostons Bürgermeisterin Michelle Wu unterzeichnete eine Absichtserklärung.
Mexiko als erstes Team in der K.o.-Runde
Mitgastgeber Mexiko ist als erste Mannschaft in die K.o.-Runde eingezogen. Nach einem 1:0-Sieg gegen Südkorea steht „El Tri“ vorzeitig als Gruppensieger fest und wird das Sechzehntelfinale im legendären Aztekenstadion bestreiten.
Umstrittene Trinkpausen: Fan-Unmut nimmt zu
Die Buhrufe der Fans wegen der Trinkpausen bei der WM werden lauter. Die FIFA führt die Pausen aus Sorge um die Spielerbelastung ein, doch die TV-Sender nutzen sie für Werbung, was auf Kritik stößt.
Hunderte stürmen Fanfest in Mexiko
Vor dem Spiel Mexiko gegen Südkorea stürmten Hunderte Fans ein überfülltes Fanfest in Guadalajara. Die Polizei griff ein, mögliche Verletzte oder Festnahmen wurden zunächst nicht gemeldet.
Kanada feiert Kantersieg gegen Katar – schwere Verletzung von Schlüsselspieler
Kanada besiegte Katar mit 6:0 und feierte den ersten WM-Sieg der Geschichte. Der Sieg wurde jedoch von einer schweren Verletzung von Ismael Koné überschattet, der mit einem gebrochenen Unterschenkel vom Feld getragen wurde.
Kritik am Atlanta-Stadion
Südafrikas Trainer Hugo Broos kritisierte das futuristische WM-Stadion von Atlanta als „kein Fußballstadion“. Das geschlossene Dach lasse keine richtige Stadionatmosphäre aufkommen.
Nach Tuchel-Ärger: FIFA gewährt freie Sicht bei Hymnen
Nach Thomas Tuchels Beschwerde über Fotografen, die ihm während der Nationalhymne die Sicht versperrten, hat die FIFA einen Kompromiss gefunden, um Trainern künftig freie Sicht zu ermöglichen.
Schweiz erkämpft sich ersten Sieg
Die Schweiz besiegte Bosnien-Herzegowina mit 4:1 und hat gute Chancen auf die K.o.-Runde. Johan Manzambi vom SC Freiburg traf doppelt.
Elfmeter rettet Südafrika gegen Tschechien einen Punkt
Teboho Mokoena verwandelte einen Elfmeter und sicherte Südafrika ein 1:1 gegen Tschechien. Beide Teams haben noch Chancen auf das Weiterkommen.
Neuer will während WM nicht über DFB-Rücktritt nachdenken
Manuel Neuer rechnet nicht mit weiteren Einsätzen in der Nationalmannschaft über die WM hinaus, will sich aber aktuell nicht mit einem Rücktritt beschäftigen.
Tori Penso leitet als zweite Frau ein WM-Spiel der Männer
Die US-Amerikanerin Tori Penso pfiff das Spiel Tschechien gegen Südafrika und ist damit die zweite Frau, die bei einer Männer-WM zum Einsatz kommt.
Van der Vaart bleibt trotz diskriminierender Aussage im TV
Rafael van der Vaart bleibt trotz einer diskriminierenden Aussage über japanische Spieler TV-Experte. Er entschuldigte sich und betonte, keine rassistische Absicht gehabt zu haben.
Wechsel zu Ronaldo-Club? Portugal-Trainer sorgt für Unruhe
Medienberichten zufolge soll Roberto Martinez bereits vor Turnierbeginn mit Al-Nassr über einen Wechsel gesprochen haben. Martinez wies die Gerüchte zurück.
Rekordzahlen für MagentaTV
MagentaTV verzeichnet Rekordzahlen bei der WM-Übertragung. 36 Millionen Menschen haben die Spiele in den ersten sieben Tagen verfolgt. Den Bestwert erzielte das Spiel Frankreich gegen Senegal mit 6,5 Millionen Zuschauern.
Mehr als 300 Fake-Portale für WM-Tickets entdeckt
Die Cyberabwehr-Plattform Silent Push identifizierte über 300 gefälschte WM-Ticketportale. Das FBI warnt vor Betrug und empfiehlt, Tickets nur über die offizielle FIFA-Seite zu kaufen.



