WM 2026: Trump bleibt fern, 4,6 Mio. Zuschauer, Kanada im Achtelfinale
WM 2026: Trump fern, 4,6 Mio. Zuschauer, Kanada weiter

Wo ist Donald Trump? US-Präsident bleibt WM bislang fern

Bislang gibt es nur eine ungefähre Ahnung davon, wie Donald Trump bei dieser Fußball-WM in Erscheinung treten könnte. Für viele ist es eher eine Befürchtung. Der US-Präsident, der das Turnier nach der Vergabe als sein ganz persönliches Großereignis verkaufte, wird am 19. Juli den Pokal überreichen – und die Zeremonie möglicherweise wieder zu seinem Moment machen. Aber bis dahin? Noch ist es eine WM ohne Donald Trump.

Als der US-Präsident im vergangenen Jahr im Weißen Haus eine Taskforce für die WM etablierte, freute er sich, dass ein weiteres „großes Ereignis“ während seiner Präsidentschaft stattfindet. Mit Fußballkenntnissen glänzte er dabei jedoch nicht. „Welche Mannschaft gilt derzeit als Favorit? Falls es so etwas überhaupt gibt (...)“, sagte er an FIFA-Präsident Gianni Infantino gewandt. Infantino nannte daraufhin zunächst einige Favoriten für die damals noch anstehende Club-WM. Und dann Argentinien, Brasilien, England, Deutschland und Spanien mit Blick auf die WM.

Fifa zählt nach: 4,6 Millionen WM-Zuschauer, 300.000 Hotdogs

Die XXL-WM in den USA, Kanada und Mexiko hat dem Fußball-Weltverband erwartungsgemäß einige Rekordzahlen beschert. Die 72 Spiele in der Vorrunde etwa wurden in den Stadien von insgesamt 4.644.549 Zuschauern besucht. Damit knackte das Turnier schon vor Beginn der K.o.-Phase den Zuschauerrekord der WM 1994 in den USA mit rund 3,6 Millionen Zuschauern. Mit einem bisherigen Zuschauerschnitt von 64.508 Zuschauern kommt diese Weltmeisterschaft bislang allerdings nicht an jene von 1994 heran.

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Die in der ersten Turnierphase erzielten 215 Tore – also im Schnitt etwa drei pro Partie – markierten nach Fifa-Angaben zudem einen Rekord. Zum Vergleich: Bei der ganzen WM 2022 fielen 172 Treffer – allerdings wurden in Katar ebenso wie bei allen Turnieren seit 1998 auch nur insgesamt jeweils 64 Spiele ausgetragen.

Kanada erreicht WM-Achtelfinale bei Davies-Comeback

Kanada um Rückkehrer Alphonso Davies hat erstmals in seiner Geschichte das Achtelfinale einer Fußball-WM erreicht. Gegen Südafrika gewann das Team um den Bayern-Star im ersten Sechzehntelfinale der WM-Geschichte 1:0 (0:0). Stephen Eustaquio erzielte in der Nachspielzeit das erlösende Tor und verhinderte eine Verlängerung (90.+2).

Davies wurde im Los-Angeles-Stadion in der 75. Minute eingewechselt und spielte damit erstmals seit März 2025 wieder für Kanada. Damals hatte er sich im gleichen Stadion das Kreuzband gerissen. Der Jubel der kanadischen Fans unter den 69.237 Zuschauern war entsprechend groß.

Bericht: Drohnen-Alarm über Mexikos WM-Camp vor K.-o.-Spiel

Mexiko ist vor dem ersten K.-o.-Spiel erhöht wachsam - über dem Camp des WM-Mitgastgebers wurde nun einem Bericht zufolge eine Drohne gesichtet. Der Sender TUDN veröffentlichte auf seiner Homepage ein entsprechendes Video, das das Flugobjekt in der unmittelbaren Nähe des Centro de Alto Rendimiento in Süden von Mexiko-Stadt zeigt.

Dort bereitet sich die Mannschaft von Trainer Javier Aguirre auf die Partie des Sechzehntelfinals gegen Deutschland-Schreck Ecuador vor. Die Mexikaner zogen mit drei Siegen in drei Spielen ohne Gegentor in die erste K.-o.-Runde ein. Gespielt wird die Partie im legendären Aztekenstadion in der deutschen Nacht auf Mittwoch (03.00 Uhr MESZ/Magenta TV).

Das bringt der WM-Tag: DFB-Team im Sechzehntelfinale gefragt

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft kann sich im Sechzehntelfinale der WM gegen Paraguay keinen weiteren Patzer erlauben. Am Montag (22.30 Uhr/ZDF und MagentaTV) geht es für das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann im Boston Stadium um den Einzug in die Runde der letzten 16.

Im Vergleich zur Niederlage im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador wird die DFB-Elf sich deutlich steigern müssen. Außenverteidiger Nathaniel Brown könnte in die Startelf zurückkehren. Der 23-Jährige ist zurück im Teamtraining, nachdem er die Partie gegen Ecuador wegen muskulärer Probleme verpasst hatte.

Die Südamerikaner haben sich als einer der acht besten Gruppendritten für die erste K.-o.-Runde qualifiziert. Nach vier Gegentoren gegen die USA kassierte die defensivstarke Mannschaft gegen die Türkei und Australien keine Treffer mehr.

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Messi trifft beim argentinischen Jubiläumssieg

Mit Lionel Messi als treffsicherer Edeljoker hat Argentinien einen Jubiläumssieg gefeiert. Der Titelverteidiger setzte sich zum WM-Gruppenabschluss trotz einer XXL-Rotation in der Startelf gegen Jordanien mit 3:1 (2:0) durch und holte seinen 50. Sieg bei Fußball-Weltmeisterschaften. Erfolgreicher sind in der WM-Geschichte nur Rekordweltmeister Brasilien (78) und Deutschland (70).

Messi kam erstmals seit 20 Jahren bei einem WM-Spiel von der Bank. Bei seiner Einwechslung in der 60. Minute brandete riesiger Jubel auf - und der wurde knapp 20 Minuten später noch lauter: Messi baute per Freistoß seinen Torrekord auf nun 19 WM-Treffer aus. Der 39-Jährige ist zudem der erste Spieler der Geschichte, der in sieben aufeinanderfolgenden WM-Spielen mindestens ein Tor erzielt hat. Die weiteren Tore erzielten Giovani Lo Celso (19.), Lautaro Martínez (31./Foulelfmeter) und für Jordanien Musa Al-Taamari (55.).

Österreich rettet sich in der Nachspielzeit

Mit einem spektakulären Unentschieden haben sich Österreich und Algerien ihren Platz im Sechzehntelfinale der Fußball-WM gesichert. In einem am Ende dramatisch spannenden Spiel in Kansas City gab es ein 3:3 (1:1). Erst ein Treffer von Sasa Kalajdzic in der Nachspielzeit (90.+6) sicherte dabei das Remis - der zweite Treffer von Algeriens Riyad Mahrez (90.+3) hatte Österreich zwischenzeitlich aus dem Turnier befördert.

Nun aber bekommt es Österreich mit Titelkandidat Spanien zu tun, Algerien hat mit der Schweiz den vermeintlich leichteren Gegner erwischt. Und das, obwohl die Nordafrikaner die Vorrunde hinter Argentinien und Österreich nur auf Platz drei abschlossen.

Vor 69.045 Zuschauern brachten Marko Arnautovic (28. Minute) und Marcel Sabitzer (55.) Österreich zweimal in Führung. Rafik Belghali (45.) und Mahrez (60.) erzielten jeweils den verdienten Ausgleich für Algerien, ehe das Spiel in der Schlussphase richtig dramatisch wurde.

Ticketpreise für Fußball-WM steigen auf über 3000 Dollar

Die Ticketpreise für die Fußball-Weltmeisterschaft haben auf Wiederverkaufsplattformen die Marke von 3000 Dollar überschritten. Für die kommende Partie zwischen Portugal und Kroatien in Toronto lag der Durchschnittspreis für das günstigste Ticket am Sonntag bei 3225 Dollar, wie Daten der Preisbeobachtungs-Website Ticketdata zeigten. Dies ist der höchste Preis für ein Spiel des Sechzehntelfinales. Bei der Begegnung in Kanada stehen sich am Dienstag die beiden ehemaligen Real-Madrid-Teamkollegen Cristiano Ronaldo und Luka Modrić gegenüber. Die Preise verdoppelten sich nach dem Unentschieden Portugals gegen Kolumbien, wodurch die Paarung feststand. Ticketdata erfasst Angebote von Plattformen wie StubHub und Vivid.

Der Preisanstieg verdeutlicht die Auswirkungen des von der Fifa in diesem Jahr eingeführten dynamischen Preissystems, bei dem sich die Preise der Nachfrage anpassen. Dieses Verfahren ist bei US-Konzerten und Sportveranstaltungen üblich und trieb in der Gruppenphase Ticketpreise auf über 1000 Dollar. Eine frühere Analyse der Nachrichtenagentur Reuters zeigte bereits, dass die hohen Preise für Eintrittskarten und Unterkünfte die Weltmeisterschaft für Menschen mit geringerem Einkommen unerschwinglich machen, wodurch sich eine veränderte Zusammensetzung der WM-Besucher abzeichnet. Der Weltfußballverband Fifa rief die Fans dazu auf, ausschließlich die verbandseigene Plattform für den Wiederverkauf zu nutzen, da ausschließlich dort eine ordnungsgemäße Zustellung garantiert werden könne.