Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada nähert sich dem Ende der Gruppenphase. 48 von 104 Spielen sind absolviert, jede Mannschaft hat zwei Partien bestritten. Vor dem letzten Gruppenspieltag, der am Mittwochabend und in der Nacht zu Donnerstag europäischer Zeit mit sechs Begegnungen beginnt, zeichnen sich die ersten Entscheidungen ab.
Wer hat sich bereits qualifiziert?
Sechs Mannschaften haben ihr Ticket für das Sechzehntelfinale bereits gelöst. Als Gruppenerste mit jeweils zwei Siegen stehen fest: die Gastgeber Mexiko (Gruppe A) und USA (Gruppe D), das deutsche Team (Gruppe E) sowie Titelverteidiger Argentinien (Gruppe J). In Gruppe I haben sich Frankreich und Norwegen mit je sechs Punkten ebenfalls vorzeitig für die K.-o.-Runde qualifiziert; sie spielen am Freitag um 21 Uhr im direkten Duell um den Gruppensieg. Kolumbien zog durch ein mühsames 1:0 am frühen Mittwochmorgen ebenfalls ins Sechzehntelfinale ein. Um Platz eins zu sichern, benötigen die Südamerikaner in der Nacht zu Sonntag (1.30 Uhr) mindestens ein Unentschieden gegen Portugal.
Für wen ist die WM bereits beendet?
Für Haiti, die Türkei, Tunesien, Jordanien und Panama ist die WM nach zwei Niederlagen vorzeitig beendet. Sie haben keine Chance mehr, mindestens den dritten Platz zu erreichen.
Die große Variable: Die besten Gruppendritten
Durch die Vergrößerung des Teilnehmerfeldes auf 48 Teams und die Einführung des Sechzehntelfinales qualifizieren sich acht von zwölf Gruppendritten für die K.-o.-Runde. Die Rangfolge wird nach Punkten, Tordifferenz, erzielten Toren, Fair-Play-Wertung und Platzierung in der Weltrangliste ermittelt. Die Zuordnung der Gruppendritten zu den Sechzehntelfinalpaarungen folgt einem komplizierten Modell. Vor dem Turnier gab es 495 verschiedene Konstellationen für die erste K.-o.-Runde.
Gegen wen spielt Deutschland im Sechzehntelfinale?
Das deutsche Team trifft am Montag, 22.30 Uhr MESZ, in Boston auf einen Gruppendritten aus den Gruppen A, B, C, D oder F. Die drei konkreten Optionen sind Schottland, Australien und Paraguay. Schottland spielt in Gruppe C; 231 von 495 Kombinationen ergeben einen deutschen Gegner aus dieser Gruppe. Sollten die Schotten überraschend Brasilien besiegen, droht dem Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann ein frühes Duell mit dem Rekord-Weltmeister. Falls es nicht Gruppe C wird, ist Gruppe D mit 212 Kombinationen am wahrscheinlichsten. Hier spielen Australien und Paraguay direkt gegeneinander um Platz zwei. Den Australiern reicht ein Remis, Paraguay müsste gewinnen. Nahezu ausgeschlossen sind die vier Vertreter aus Gruppe B – auf sie entfällt nur eine einzige von 495 Kombinationen. Auch Gruppe A ist mit 16 von 495 relativ unwahrscheinlich; zudem ist unklar, wer aus Südkorea, Tschechien und Südafrika Dritter wird und ob dieser überhaupt die K.-o.-Runde erreicht. Ein Duell mit Gruppe F (35 Szenarien) ist eher unwahrscheinlich; falls es so kommt, sind Japan und Schweden deutlich wahrscheinlicher als die Niederlande, denen gegen Tunesien ein Punkt für mindestens Platz zwei reicht.
Welche Teams sind so gut wie sicher im Sechzehntelfinale?
Auch wenn definitive Aussagen aufgrund der Vielzahl an Möglichkeiten nicht möglich sind, ist es sehr wahrscheinlich, dass alle Mannschaften, die bereits bei vier Punkten stehen, das Sechzehntelfinale entweder als Gruppenerster oder -zweiter oder über das Ranking der besten Dritten erreichen. Dazu zählen: Kanada, die Schweiz, Marokko, Brasilien, die Niederlande, Japan, Ägypten, Spanien, Portugal, England und Ghana.
Wann steht der Turnierbaum endgültig fest?
Bis der Turnierbaum für die K.-o.-Runde endgültig steht, wird es noch bis zu den letzten Vorrundenspielen in der Nacht zu Sonntag (4 Uhr MESZ) dauern. Am Sonntagabend (21 Uhr) beginnt bereits die K.-o.-Phase.



