Der türkische Nationaltrainer Vincenzo Montella hat nach dem frühen Aus bei der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA einen Rücktritt kategorisch ausgeschlossen. „Wenn die Frage ist: Will ich zurücktreten? Dann ist die Antwort: Nein. Ich habe noch immer Energie und Leidenschaft. Wenn jemand will, dass ich zurücktrete, dann müssen sie akzeptieren, dass ich das nicht tun werde“, sagte der Italiener einen Tag vor dem abschließenden Gruppenspiel gegen Co-Gastgeber USA.
Türkei scheidet als Gruppenletzter aus
Die Türkei steht nach zwei Niederlagen – 0:2 gegen Australien und 0:1 gegen Paraguay – als Schlusslicht der Gruppe D fest und hat keine Chance mehr auf das Achtelfinale. Es ist die erste WM-Teilnahme des Landes nach 24 Jahren. Die USA haben den Gruppensieg bereits sicher. Montella verwies darauf, dass noch nie ein türkischer Nationaltrainer ein Team sowohl zu einer Europameisterschaft als auch zu einer Weltmeisterschaft geführt habe. „Ich habe die Unterstützung des Präsidenten, das reicht mir. Und ich habe die Unterstützung der Spieler“, betonte er.
Montella wehrt sich gegen Medienangriffe
In einer emotionalen Pressekonferenz kritisierte Montella die scharfen Artikel türkischer Medien. „Es gab persönliche Attacken, die ich nicht akzeptieren kann“, sagte der 52-Jährige laut offizieller FIFA-Übersetzung. „Ihr solltet nicht alles zerstören, alles wegwerfen.“ Er bezog sich auch auf einen Vorfall am Teamhotel, bei dem eine Gruppe von drei oder vier Personen das Team beschimpfte. Videos davon erlangten in sozialen Medien große Aufmerksamkeit. „Aber es gab auch 50 Leute, die uns unterstützt haben“, rief Montella. „Wir hatten 24 Jahre ohne WM-Teilnahme und jetzt sind wir hier. Das müssen wir den Leuten sagen. Es ist etwas Gutes, dass wir hier sind. Wir müssen zusammenstehen.“



