Das WM-Aus der US-amerikanischen Nationalmannschaft im Achtelfinale gegen Belgien (1:4) hat weitreichende Folgen für Superstar Christian Pulisic. Der 27-jährige Angreifer, der das Turnier torlos und mit nur einer Vorlage in vier Spielen beendete, steht nach der Pleite massiv in der Kritik – nicht nur von Fans und Medien, sondern auch von prominenten Ex-Nationalspielern und Weltmeisterinnen.
Pulisic räumt eigene Schwäche ein
Pulisic selbst zeigte sich nach der Partie selbstkritisch: „Am Ende hat es von uns einfach nicht gereicht. Wir waren einfach nicht gut genug.“ Gegen Belgien verlor der Ex-Dortmunder in 45 Minuten elfmal den Ball und musste vorzeitig mit einer Knöchelverletzung vom Platz. Sein Turnier endete ohne Torerfolg – eine enttäuschende Bilanz für den hochgehandelten Offensivspieler.
Donovan: „Leute haben die Nase voll“
Landon Donovan, ehemaliger US-Nationalspieler und Bayern-Profi, äußerte sich im Podcast „Unfiltered Soccer“ deutlich: „Ich spreche mit Leuten vom US-Fußballverband, mit seinen Sponsoren, Teamkollegen und dem Trainerstab. Die Leute haben die Nase voll davon, wie die Dinge um ihn herum gehandhabt werden. Man hat einfach das Gefühl, dass man ihm nicht nahekommen kann.“ Donovan bezeichnete Pulisics Auftritte als „enttäuschend“.
Weltmeisterinnen Lloyd und Leroux werden deutlich
Noch härter traf es Pulisic von zwei ehemaligen Weltmeisterinnen. Carli Lloyd, die als Expertin für den US-Sender Fox arbeitet, sagte: „Ich habe in diesem Spiel und eigentlich während der gesamten Weltmeisterschaft nicht genug von ihm gesehen.“ Als Pulisic nach dem Spiel gegenüber dem Sender erklärte, er habe nun „Zeit zum Ausruhen“, konterte Lloyd auf sozialen Medien: „Man ruht sich aus, wenn die aktive Spielerkarriere vorbei ist. Punkt.“
Auch Sydney Leroux, Weltmeisterin von 2015, kommentierte den Vorfall mit den Worten: „Er hat sich die gesamte Weltmeisterschaft geschont.“ Die Aussagen von Donovan, Lloyd und Leroux sorgen in den USA für großen Wirbel und setzen Pulisic zusätzlich unter Druck.
Bilanz des Turniers: Ohne Tor und glanzlos
Pulisic beendete die WM 2026 ohne eigenen Treffer und mit nur einer Vorlage in vier Partien. Im Achtelfinale verlor er in 45 Minuten elfmal den Ball – eine schwache Quote für den designierten Anführer der US-Offensive. Die Kritik aus dem eigenen Lager wiegt schwer und wirft Fragen nach seiner Rolle im Team auf.



