WM-Finale 2026: Messi-Rekord, Madonna-Show und Trump-Besuch – 19 Fakten
WM-Finale 2026: Messi-Rekord, Madonna-Show und Trump-Besuch

Am Sonntagabend wird in New York der Weltmeister gekürt: Spanien trifft auf Argentinien (21 Uhr, ZDF/Magenta TV). Das Endspiel bietet zahlreiche Besonderheiten – von Rekordjagden bis zu einer spektakulären Halbzeitshow. Hier sind 19 Fakten, die Sie kennen müssen.

Politprominenz im Stadion

US-Präsident Donald Trump (80) wird sein erstes WM-Spiel live im Stadion verfolgen. Bereits am Samstag reiste er nach New York, wo er an einem Fifa-Empfang im Trump Tower teilnahm. Im Stadion könnte ihm erneut ein unangenehmer Empfang drohen: Beim Finale der Klub-WM 2025 wurde Trump an der Seite von Fifa-Präsident Gianni Infantino (56) von vielen Fans ausgebuht. Argentiniens Präsident Javier Milei (55) verzichtet aus Aberglauben auf den Besuch – er will „unter keinen Umständen“ sein Ritual brechen und die Spiele weiterhin vom Präsidentensitz aus verfolgen. Spaniens König Felipe VI. (58) wird dagegen im Stadion erwartet.

Premiere: Championship-Ringe für Weltmeister

Erstmals bei einer Fußball-WM erhalten die Weltmeister neben Pokal und Medaillen auch Championship-Ringe – nach dem Vorbild der großen US-Ligen. Eine Ringseite zeigt den WM-Pokal, die andere wird individuell an den Weltmeister angepasst. Direkt nach dem Finale erhalten Kapitän und Trainer symbolische Exemplare, später alle Spieler ihre maßgefertigten Ringe.

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Yamal jagt Pelé-Rekord

Mit nur 19 Jahren könnte Lamine Yamal der jüngste Torschütze in einem WM-Finale seit Pelé werden. Der Brasilianer traf 1958 im Alter von 17 Jahren doppelt gegen Schweden. Yamal wäre bei einem Tor der zweitjüngste Torschütze der WM-Finalgeschichte.

Sprachliche Premiere seit 1930

Erstmals seit dem ersten WM-Finale 1930 sprechen beide Finalisten dieselbe Sprache (Spanisch). Damals traf Uruguay auf Argentinien (4:2). Insgesamt gab es bisher zehn verschiedene Sprachen in WM-Finals: Spanisch, Italienisch, Tschechisch, Ungarisch, Portugiesisch, Deutsch, Schwedisch, Englisch, Niederländisch, Kroatisch.

Pelé-Rekord hält – Messi könnte aufholen

Pelé (†82) ist der einzige Spieler mit drei Weltmeistertiteln (1958, 1962, 1970). Selbst wenn Messi am Sonntag gewinnt, hätte er erst seinen zweiten WM-Titel. Um Pelé einzuholen, müsste Messi auch die WM 2030 gewinnen – dann wäre er 43 Jahre alt.

Milliarden-Duell auf dem Platz

Der Gesamtkaderwert beider Nationen übersteigt 2 Milliarden Euro. Spaniens Kader wird auf 1,22 Milliarden Euro geschätzt (laut transfermarkt.de), mit den Top-3-Spielern Lamine Yamal (200 Mio. Euro), Pedri (150 Mio.) und Pau Cubarsí (80 Mio.). Argentiniens Gesamtmarktwert liegt bei 807,50 Millionen Euro, die Top 3 sind Julián Álvarez (100 Mio.), Enzo Fernández (90 Mio.) und Lautaro Martínez (85 Mio.). Messi wird aufgrund seines Alters nur noch mit 15 Millionen Euro bewertet.

Deutscher VAR im Einsatz

Bundesliga-Schiedsrichter Bastian Dankert (49) wird als Video-Assistent eingesetzt und unterstützt Hauptschiedsrichter Slavko Vinčić. Es ist Dankerts zwölfter Video-Einsatz bei dieser WM.

Erste Titelverteidigung seit 64 Jahren?

Argentinien könnte als erste Nation seit Brasilien (1958 und 1962) den WM-Titel erfolgreich verteidigen. Zuvor war das nur Italien (1934 und 1938) gelungen.

Argentinien könnte zu Deutschland aufschließen

Mit einem Sieg würde Argentinien seinen vierten WM-Titel gewinnen (nach 1978, 1986, 2022) und mit Deutschland und Italien gleichziehen. Rekordweltmeister bleibt Brasilien mit fünf Titeln. Spanien könnte den zweiten WM-Titel nach 2010 holen.

Madonna und Stars in der Halbzeitshow

Das WM-Finale bekommt erstmals eine große Halbzeitshow. Dafür wird die Pause wohl auf über 20 Minuten verlängert. Erwartet werden Justin Bieber, Madonna, Shakira, Burna Boy und die südkoreanische Band BTS. Auch Coldplay-Sänger Chris Martin ist dabei. Madonna (67) wird unter anderem in der XXL-Halbzeitshow auftreten.

TV-Übertragung mit prominenten Experten

Das ZDF geht ab 19.30 Uhr auf Sendung. Die Experten Christoph Kramer und Per Mertesacker sind erstmals bei dieser WM live im Stadion. Kommentator ist Oliver Schmidt. Bei MagentaTV analysiert Jürgen Klopp ab 18.30 Uhr neben Johannes B. Kerner, Wolff Fuss kommentiert.

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Messi-Rekord: Ältester Feldspieler-Weltmeister?

Gewinnt Argentinien den Titel, wird Lionel Messi mit 39 Jahren und 26 Tagen ältester Feldspieler der Geschichte als Weltmeister. Bisher hält diesen Rekord Brasiliens Nilton Santos, der 1962 mit 37 Jahren und 32 Tagen triumphierte. Ältester Weltmeister überhaupt bleibt Italiens Torhüter Dino Zoff (40 Jahre und 133 Tage). Für Messi ist es bereits das dritte WM-Finale (2014, 2022, 2026) – das schaffte vor ihm nur Brasiliens Cafú (1994, 1998, 2002).

Argentinien liebt WM-Endspiele in Amerika

1930 (Uruguay), 1978 (Argentinien), 1986 (Mexiko), 2014 (Brasilien) und nun 2026: Argentinien bestreitet bereits sein fünftes WM-Finale auf dem amerikanischen Kontinent.

Traumfinale für Adidas

Beide Finalisten werden vom fränkischen Sportartikelhersteller Adidas ausgerüstet. Im WM-Stadion stehen mit Lamine Yamal, Dani Olmo, Pau Cubarsi und Pedri (Spanien) sowie Lionel Messi, Rodrigo de Paul, Alexis Mac Allister und Julian Alvarez (Argentinien) acht Top-Werbegesichter von Adidas auf dem Rasen. Adidas-CEO Bjørn Gulden: „Die Weltmeisterschaft war großartig und ein riesiger Erfolg für adidas. Wir haben viermal so viele Trikots wie bei der letzten Weltmeisterschaft und doppelt so viele Bälle verkauft. Insgesamt erwarten wir einen Umsatz durch die Fußball-Weltmeisterschaft von rund 1,5 Milliarden Euro. Dass nun sogar zwei Mannschaften – und die Schiedsrichter – im Finale mit den drei Streifen auflaufen, übertrifft all unsere Erwartungen.“ Mit dem „Trionda Final“ wird in New Jersey erstmals ein extra für das Finale entworfener Ball eingesetzt.

Super-Serie von Fabián Ruiz

Seit seinem Debüt 2019 in der spanischen Nationalmannschaft hat Ruiz in 49 Einsätzen nicht einmal in der regulären Spielzeit verloren. 34 Siege, 14 Unentschieden und nur eine Niederlage: im Elfmeterschießen gegen Portugal im Nations-League-Finale 2025.

Scaloni jagt Ewigkeitsrekord

Lionel Scaloni könnte der erste Trainer seit Italiens Vittorio Pozzo (1934 und 1938) werden, der zwei Weltmeisterschaften in Folge gewinnt.

Spezielles Trainer-Wiedersehen

Argentiniens Lionel Scaloni (48) trifft auf Spaniens Luis de la Fuente (65). Beide übernahmen ihre Nationalmannschaften zunächst als Übergangslösung und führten sie in eine neue Erfolgsära. Besonders: Für Scaloni ist das Finale ein Wiedersehen mit seinem ehemaligen Ausbilder im Trainerlehrgang.

Nur Deutschland häufiger im Finale

Für Argentinien wäre es das siebte WM-Finale. Häufiger stand nur Deutschland (8) in einem Endspiel. Spanien bestreitet dagegen erst sein zweites WM-Finale.

Letztes Duell abgesagt

Spanien und Argentinien hätten sich eigentlich bereits im März 2026 in der Finalissima gegenüberstehen sollen – als Duell zwischen Europameister und Copa-América-Sieger. Wegen der militärischen Eskalation im Nahen Osten musste das Spiel in Doha jedoch abgesagt werden.