Nach dem WM-Finale zwischen Argentinien und Spanien am 20. Juli 2026 ist es zu einem schweren Vorfall gekommen. Der argentinische Mittelfeldspieler Leandro Paredes griff nach dem Abpfiff mehrere spanische Spieler tätlich an. Zunächst attackierte er Eric García, packte ihn am Hals und schubste ihn. Als der Spanier Gavi dazukam, riss Paredes ihn zu Boden, traf ihn mit der Hand im Gesicht und schubste ihn erneut, als Gavi aufstehen wollte. Paredes selbst hat sich zu dem Vorfall bislang nicht geäußert. Laut übereinstimmenden Medienberichten soll er die Rote Karte gesehen haben, obwohl sie auf der offiziellen Fifa-Webseite zum Spiel nicht verzeichnet ist.
Paredes fühlte sich provoziert
Paredes stand bereits während des Spiels mit einer Gelben Karte vorbelastet kurz vor dem Platzverweis. Nach dem Spiel fühlte er sich offenbar provoziert. Sein Mitspieler Lisandro Martínez schilderte die Situation: „Ich stand neben Paredes, als Pedri auf uns zukam und sagte: ‚Messi hat verschossen, und jetzt geht ihr alle nach Hause.‘ Paredes hat das gehört, da hat er reagiert.“
Scharfe Kritik von Experten
Die Aktion löste enorme Kritik aus. Der frühere England-Stürmer Wayne Rooney bezeichnete die Szenen als „peinlich“ und betonte, Paredes sei eigentlich besser. Englands Ex-Nationaltorhüter Joe Hart nannte das Verhalten „widerwärtig“. Lothar Matthäus, Rekordnationalspieler des DFB, sagte: „Man hat gesehen, dass die Argentinier schlechte Verlierer sind. Ich als großer Fan von Argentinien war nicht nur sportlich enttäuscht, sondern vor allem über ihr Verhalten.“ MagentaTV-Expertin Tabea Kemme meinte, bei Paredes sei „etwas durchgeknallt“. ZDF-Experte Christoph Kramer befand: „Das darf nicht passieren.“ Er kritisierte grundsätzlich den harten Auftritt der Argentinier: „Heute und auch schon während des Turniers haben sie den Bogen ein bisschen überspannt.“
Kritik am argentinischen Spielstil
Lothar Matthäus äußerte sich auch zum Spielstil Argentiniens: „Das hat für mich mit Fußball nichts zu tun. Sie wollten ein 0:0 über die Zeit retten und ins Elfmeterschießen gehen. Es war für mich ein langweiliges Endspiel.“ Die Experten waren sich einig, dass Spanien verdient Weltmeister geworden sei. Die Argentinier um Superstar Lionel Messi verzeichneten bis in die Schlussminuten keinen einzigen Torschuss und fielen hauptsächlich durch ruppiges Spiel auf. Enzo Fernández wurde in der Nachspielzeit der regulären Spielzeit nach einem heftigen Foul zum zweiten Mal verwarnt und vom Platz gestellt.
Reaktionen auf den spanischen Sieg
Der frühere DFB-Weltmeister Toni Kroos schrieb bei X: „Der Fußball hat gewonnen.“ Der englische Ex-Stürmerstar Alan Shearer sagte in der BBC: „Zweifellos hat das richtige Team gesiegt. Nur die Spanier hätten Interesse an Ballbesitz gehabt und daran, sich Torchancen zu erspielen. Das ist ein Ergebnis für den Fußball, so wie sie gespielt haben. Spanien hat es verdient.“



