Die internationale Presse feiert Spaniens zweiten WM-Titel nach 2010, während Argentinien für seine defensive und foullastige Spielweise im Finale scharf kritisiert wird. Der 1:0-Sieg durch Ferran Torres in der Verlängerung besiegelte den Triumph der Spanier, die laut Experten hochverdient gewannen. Die argentinische Mannschaft um Lionel Messi hingegen musste sich nach einem enttäuschenden Auftritt geschlagen geben.
Spanische Medien: „Wieder Könige der Welt“
Die spanische Sportzeitung „Marca“ titelt: „Wieder Könige der Welt. In die Ruhmeshalle der Helden rückt Ferran Torres ein, der ein monumentales Tor erzielte. Spanien hat nicht nur ein Finale gewonnen. Es hat eine Art zu spielen beschützt. Es hat den Fußball gerettet.“ Die Zeitung „Mundo Deportivo“ hebt die historische Bedeutung des Sieges hervor: „Ja, es war das entscheidende Spiel ihres Lebens. Ein Spiel, das die Geschichte eines Landes und einer Generation für immer verändern wird. Spanien muss das Jahr 2010 nun nicht mehr als einmalige Erinnerung betrachten. Die Nationalmannschaft unter Luis de la Fuente schrieb im MetLife Stadium ihr eigenes Kapitel in die Geschichte ein und holte sich gegen die argentinische Mannschaft um Leo Messi den zweiten Weltmeistertitel ihrer Geschichte.“ „El Mundo“ kommentiert knapp: „Spanien beendet Messis Weltmeisterschafts-Ära.“
Argentinische Presse: „Das Ende eines Traums“
In Argentinien herrscht Enttäuschung, aber auch Stolz. „La Nación“ schreibt: „Das Ende eines Traums.“ „La Capital“ lobt den Einsatz der Mannschaft: „Argentinien gab alles bis zum letzten Tropfen Blut, bis zum letzten Funken Mut und bis zum letzten Rest des Fußballs, der ihm noch blieb, und unterlag mit dem knappsten Ergebnis in der Verlängerung und mit nur zehn Spielern gegen eine spanische Mannschaft, die zwar deutlich überlegen war, der es aber an Mut fehlte, das Spiel schon früher zu entscheiden. Den Jungs von Lionel Scaloni ist nichts vorzuwerfen – sie haben eine phänomenale Weltmeisterschaft gespielt, mit epischen Siegen, mit der Liebe des gesamten argentinischen Volkes, und sie haben das Turnier mit hocherhobenem Kopf beendet.“ „Olé“ fasst zusammen: „Argentinien gab alles und ging mit erhobenem Kopf unter: Spanien ist verdienter Weltmeister 2026.“ „Clarín“ verabschiedet sich von Messi: „Danke, Leo! Messi verabschiedet sich von der WM mit seinem dritten Finale und einem unvergesslichen Turnier. Der argentinische Kapitän sitzt auf dem Rasen, resigniert, aber sicherlich stolz darauf, bei seiner letzten Weltmeisterschaft erneut ein Endspiel bestritten zu haben.“
Internationale Kritik an Argentiniens Spielweise
Besonders die englische Presse, deren Team im Halbfinale an Argentinien gescheitert war, übt scharfe Kritik. Die „Sun“ schreibt: „Ein Märchen in New York. Ferran Torres‘ Treffer in der Nachspielzeit bricht die Herzen von Messi und Co. nach der dummen Roten Karte von Fernandez. Danke an die Götter des Fußballs. Danke an Ferran Torres und Spanien. Danke und gute Nacht an die Rabauken aus Buenos Aires. Argentinien musste schließlich dafür bezahlen, dass es versucht hatte, ein Fußballspiel in eine Straßenschlägerei zu verwandeln.“ Der „Telegraph“ wird noch deutlicher: „Spanien gewinnt die WM in einem Triumph des Fußballs über Argentiniens Verbrechen. Es brauchte die Verlängerung, aber Gott sei Dank hat sich der Sport durchgesetzt. Spanien ist Weltmeister und der Fußball ist dadurch besser. Messi und Argentinien haben nichts verdient, denn sie haben nichts geleistet und waren damit die ersten WM-Finalisten, die in der regulären Spielzeit nicht einmal einen Torschuss hatten. Nichts als Foul, Foul und noch mehr Foul. Das war hässlicher, deprimierender Anti-Fußball. Und der hat bekommen, was er verdient.“ Die „Daily Mail“ ergänzt: „Argentinien hat eine der schlechtesten Finalleistungen gezeigt, die wir je gesehen haben.“
Frankreich und Italien: Spanien dominiert, Argentinien enttäuscht
Die französische Sportzeitung „L’Équipe“ urteilt: „Die neuen Könige. Spanien dominiert eine argentinische Mannschaft, die ihren ersten Torschuss erst in der 117. Minute abgibt. Zwei Jahre nach dem EM-Titel bestätigt La Roja ihren Status als beste Mannschaft der Welt. Spanien dominierte eine enttäuschende und abgehackte Partie gegen eine kaum wiederzuerkennende, völlig harmlose argentinische Mannschaft.“ „Le Parisien“ schwärmt: „Die Welt liegt ihnen zu Füßen. Diese Spanier, die den Ball so geschickt laufen lassen, dass ihre Gegner fast verrückt werden, halten den WM-Pokal in den Händen.“ Aus Italien meldet sich die „Gazzetta dello Sport“: „Nur Spanien konnte dieses Finale gewinnen, denn wenn es an Argentinien gegangen wäre, wäre das eine Beleidigung für den Fußball gewesen. Ein schöner Triumph, der nur durch den Gegner getrübt wurde, der entschieden hatte, nicht zu spielen. Großartiges Spanien, hässliches Argentinien.“ Der „Corriere della Sera“ schreibt: „Argentinien fehlten die Idee und die Kraft nach dem langen Weg ins Finale. Messis letzter Tanz geriet zu einer langsamen Aufführung ohne Rhythmus.“
USA: Torres als Held, Messi blass
Die US-amerikanische Sportplattform „The Athletic“ berichtet: „Der eingewechselte Ferran Torres war der Held. Er brach mit seinem Tor Argentinien das Herz und verhinderte, dass Lionel Messi und seine Mannschaft zwei Weltmeisterschaften in Folge gewannen. Der 39-jährige Messi machte sein unauffälligstes Spiel des Turniers, mit nur einer einzigen Ballberührung in den ersten 15 Minuten – und die erfolgte beim Anstoß. Der abgehackte Spielverlauf wurde durch die 27-minütige Halbzeit mit Show noch verstärkt.“
Fazit: Ein denkwürdiges Finale mit klarem Sieger
Das WM-Finale 2026 bleibt als eines der kontroversesten Spiele in Erinnerung: Spanien feiert zu Recht den Titel, während Argentinien für seine destruktive Taktik kritisiert wird. Lionel Messi verabschiedet sich mit einem dritten WM-Finale, aber ohne den erhofften Titel. Die Spanier hingegen krönen ihre Ära des Ballbesitzfußballs und beweisen, dass sie die beste Mannschaft der Welt sind.



