Lionel Messi hat sich nach der wohl bittersten Niederlage seiner Karriere mit einer emotionalen Botschaft auf Instagram zu Wort gemeldet. Der 39-jährige Superstar ließ dabei seine Zukunft in der argentinischen Nationalmannschaft offen. „Der Schmerz ist riesig. Es wird Zeit brauchen, bis diese Wunde verheilt“, schrieb Messi zu einem Foto, das ihn mit Tränen in den Augen und der Silbermedaille um den Hals zeigt.
Messi würdigt Team und Land
In seinem Beitrag betonte Messi, dass er trotz der Niederlage auch die positiven Momente in Erinnerung behalten wolle: „Die Spiele, die wir dank unseres vollen Einsatzes noch gedreht haben und die für immer in Erinnerung bleiben werden, sowie die Unterstützung eines ganzen Landes, die uns zusammen mit der Arbeit und dem Einsatz dieser Mannschaft dazu gebracht hat, wieder zu den Besten der Welt zu gehören.“
Argentinien hatte das WM-Finale am Sonntagabend im New Yorker MetLife Stadium mit 0:1 nach Verlängerung gegen Spanien verloren. Es war nach 2014 das zweite verlorene WM-Endspiel für Messi. „Durch das Erreichen des Finals ist es wieder einmal gelungen, als Land zusammenzustehen und gemeinsam den immensen Stolz zu teilen, Argentinier zu sein“, schrieb Messi weiter und gratulierte Spanien zum Titelgewinn.
Rekorde und historische Einordnung
Sollte Messi tatsächlich seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklären, würde er einige WM-Rekorde hinterlassen. Er hält die Bestmarken für die meisten Teilnahmen an Endrunden (6, geteilt mit Cristiano Ronaldo und Guillermo Ochoa), die meisten Spiele (34) und die meisten Siege (23 bis zum Finale). Zudem ist er seit Sonntag der älteste Feldspieler in einem WM-Finale. In der ewigen Torjägerliste liegt er mit 21 Toren auf Platz zwei hinter dem Franzosen Kylian Mbappé (22).
Vor vier Jahren in Katar hatte Messi mit Argentinien Frankreich im Finale besiegt und sich zum Weltmeister gekrönt. 2014 hingegen verloren er und das argentinische Team das Endspiel gegen Deutschland mit 0:1 nach Verlängerung. Die Niederlage gegen Spanien reiht sich nun in diese Serie knapper Finalniederlagen ein.
Reaktionen und Ausblick
Unmittelbar nach dem Abpfiff hatte Messi zunächst keine öffentliche Stellungnahme abgegeben. Auch der argentinische Trainer brach seine Pressekonferenz unter Tränen ab. Die Zukunft des Ausnahmespielers im Nationaltrikot bleibt vorerst ungewiss. Messi, der mittlerweile für Inter Miami in der MLS spielt, ließ in seiner Botschaft bewusst offen, ob er weiterhin für Argentinien auflaufen wird. Die Fans und die Fußballwelt warten nun gespannt auf eine Entscheidung.



