Die belgische Nationalmannschaft kommt vor dem WM-Viertelfinale gegen Spanien am Freitag (21 Uhr, ZDF und Magenta TV) in Los Angeles nicht zur Ruhe. Nach der Affäre um US-Stürmer Folarin Balogun gibt es nun Ärger um den Trainingsplatz. Die Roten Teufel mussten umziehen, weil der ursprünglich vorgesehene Rasenplatz an der Loyola Marymount University (LMU) nach Ansicht des Verbandes nicht den Mindeststandards entsprach.
Umzug nach Inspektion: Belgien lehnt Rasenplatz ab
Am Dienstag reiste die Mannschaft von Seattle nach Los Angeles. Am Mittwoch besichtigten Verantwortliche des Königlichen Belgischen Fußballverbands (KBVB) den Trainingsplatz auf dem LMU-Campus. In einem offiziellen Statement erklärte der Verband: „Nach unserer Ankunft in Los Angeles hat eine Inspektion des Trainingsplatzes an der LMU ergeben, dass die Qualität des Rasens nicht den Mindeststandards entsprach, die wir für unser heutiges Training am vorletzten Tag vor dem Spiel benötigen. Der belgische Fußballverband hat die Fifa daraufhin gebeten, der Mannschaft für heute einen anderen Trainingsplatz zuzuweisen.“
Der Weltverband genehmigte noch am selben Tag die Verlegung des Trainings auf den Platz des MLS-Klubs LA Galaxy. Die LMU reagierte verärgert auf die Absage. Gegenüber dem Portal „The Athletic“ teilte die Universität mit: „Unser Spielfeld ist in einem hervorragenden Zustand und wurde bereits von mehreren Profisportmannschaften genutzt – auch für diesen Sommer sind entsprechende Einsätze geplant.“
Nächster Ärger nach Balogun-Affäre
Für Belgien ist dies der nächste Eklat nach der Kontroverse um US-Stürmer Folarin Balogun (25). Balogun war im Achtelfinale gegen Belgien nach einem Foul vom Platz gestellt worden. Nach einem Anruf von US-Präsident Donald Trump (80) bei Fifa-Präsident Gianni Infantino (56) wurde die Sperre kurz vor dem Spiel umgewandelt und zur Bewährung ausgesetzt – eine beispiellose politische Einmischung, die weltweit scharfe Kritik hervorrief. Der Einspruch des belgischen Verbandes gegen die Entscheidung wurde abgewiesen. Belgien revanchierte sich auf dem Platz und gewann das Achtelfinale gegen die USA mit 4:1.



