Die Schweiz feiert ihre erste Viertelfinalteilnahme bei einer Fußball-Weltmeisterschaft seit 72 Jahren mit außergewöhnlichen Maßnahmen. In Zürich, Basel und im gesamten Kanton Bern ist in der Nacht zum Sonntag die Sperrstunde aufgehoben. Grund dafür ist das Spiel gegen Titelverteidiger Argentinien, das am frühen Sonntagmorgen um 3.00 Uhr MESZ in Kansas City angepfiffen wird. Zuletzt stand die Schweiz bei der Heim-WM 1954 im Viertelfinale.
Sperrstunde aufgehoben: Public Viewing und geöffnete Bars
In Zürich und Basel dürfen Bars und Gastronomiebetriebe bis zum Abpfiff des Spiels geöffnet bleiben. Auch im Kanton Bern wurde die Sperrstunde für die Nacht zum Sonntag ausgesetzt. Damit können Fans die Partie in Kneipen und bei Public Viewings verfolgen. In Chur, der Hauptstadt des Kantons Graubünden, dürfen Gastronomiebetriebe auf der Ausgangsmeile Welschdörfli das Spiel im Innenbereich zeigen. Normalerweise müssen die Kneipen dort um 3.00 Uhr morgens schließen. Andere Betriebe, die regulär früher schließen, können eine Sondergenehmigung beantragen.
Public Viewing in Locarno
In Locarno im Tessin soll es zur ungewöhnlich frühen Stunde ein Public Viewing geben. Die Stadt organisiert eine öffentliche Übertragung, damit Fans gemeinsam das Spiel verfolgen können. Die Maßnahmen zeigen, wie sehr die Fußballbegeisterung in der Schweiz nach dem Einzug ins Viertelfinale gestiegen ist.
Historischer Erfolg für die Schweiz
Die Schweiz hat sich mit dem Sieg im Achtelfinale gegen Italien für das Viertelfinale qualifiziert. Es ist das erste Mal seit 1954, dass die Nationalmannschaft unter den besten acht Teams einer WM steht. Damals fand die Weltmeisterschaft in der Schweiz statt, und die Mannschaft erreichte das Viertelfinale, wo sie gegen Österreich ausschied. Nun trifft die Schweiz auf Argentinien, den Titelverteidiger und aktuellen Weltmeister.
Die Aufhebung der Sperrstunde in mehreren Kantonen und Städten ist eine Reaktion auf die besondere sportliche Situation. Die Behörden ermöglichen den Fans, das historische Spiel live zu verfolgen, ohne durch Sperrzeiten eingeschränkt zu werden. Die Entscheidung wurde in Abstimmung mit den lokalen Gastronomieverbänden getroffen.



