Afrikanische Schweinepest in Uckermark: Zwei neue Fälle bestätigt
ASP in Uckermark: Zwei neue Fälle bestätigt

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist in den Landkreis Uckermark zurückgekehrt. Mehr als ein Jahr lang war dort kein Fall mehr registriert worden. Am Nachmittag des 8. Juli 2026 teilte das Agrarministerium Brandenburg mit, dass zwei Fälle bei Stützkow südlich von Schwedt/Oder an der deutsch-polnischen Grenze bestätigt wurden. Das Nationale Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut erbrachte den Nachweis.

Ursache und Einschätzung der Behörden

Das Ministerium geht davon aus, dass Wildschweine aus infizierten Gebieten in Polen für den Eintrag verantwortlich sind. Es wird mit weiteren infizierten Tieren gerechnet, wie der Landkreis mitteilte. Die Seuche, die für Menschen ungefährlich ist, verläuft für Schweine fast immer tödlich. Staatssekretär Stephan Nickisch erklärte: „Uns war und ist immer bewusst: Mit einem erneuten Eintrag muss jederzeit gerechnet werden. Der Seuchendruck ist unverändert groß.“

Schutzmaßnahmen und Fundorte

Die beiden Fundorte liegen laut Ministerium innerhalb eines bereits bestehenden Schutzkorridors, also in einem gefährdeten und mit Schutzzäunen umgebenen Gebiet im Landkreis Uckermark. Nickisch betonte, dass die Zäune nicht beschädigt werden dürfen und ihre Tore geschlossen bleiben müssen. Der Landkreis verstärkte seine Schutzvorkehrungen. Es wird mit Kadaver-Suchhunden und Drohnen nach totem Wild gesucht. Zudem ist eine verstärkte Bejagung von Schwarzwild angeordnet.

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Bisherige Entwicklung in Brandenburg

Zuletzt war in der Uckermark im Mai 2025 ein Schweinepest-Fall nachgewiesen worden. Bislang wurden in Brandenburg seit dem ersten Auftreten der ASP im Jahr 2020 insgesamt 3.455 Wildschweine positiv auf das Virus getestet. Im Landkreis Spree-Neiße wurde deutschlandweit der erste ASP-Fall festgestellt. Inzwischen sind im Süden Brandenburgs die Sperrzonen weitgehend aufgehoben.

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