Mordanschlag in Monaco: Hauptverdächtige tot in Kiew aufgefunden
Mordanschlag Monaco: Hauptverdächtige tot

Die Hauptverdächtige des Bombenanschlags auf den ukrainischen Milliardär Wadym Jermolajew in Monaco ist tot. Anastasia Beresowskaja (39), die nach Informationen der BILD in Deutschland lebte, wurde in Kiew aufgefunden. Nach Angaben der „Ukrainska Prawda“ unter Berufung auf Ermittlungskreise wurde sie möglicherweise erschossen.

Hintergründe des Anschlags

Die Frau mit dem markanten Schlangen-Tattoo war von Interpol gesucht worden. Sie soll am 29. Juni Zugang zu Jermolajews Luxusresidenz in Monaco verschafft, eine Bombe in einem Rucksack platziert und aus sicherer Entfernung gezündet haben. Die Paketbombe explodierte gegen 21 Uhr und riss der Geliebten des Oligarchen, Anna Nasobina (46), beide Beine ab. Jermolajew, Nasobina und ihr gemeinsamer Sohn (13) erlitten schwere Verletzungen durch Splitter und Verbrennungen.

Verbindung nach Deutschland

Nach BILD-Informationen lebte Beresowskaja in einem Mehrfamilienhaus im Main-Taunus-Kreis in Hessen. Sie war wegen des Ukraine-Krieges dorthin geflüchtet. Am Dienstag durchsuchten deutsche Ermittler ihre Wohnung, doch sie befand sich zu diesem Zeitpunkt vermutlich auf der Flucht zwischen Monaco und Kiew.

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Opfer weiter in Lebensgefahr

Der ukrainische Milliardär Wadym Jermolajew (58) schwebt weiterhin in Lebensgefahr. Auch Anna Nasobina, der beide Beine amputiert werden mussten, ist weiterhin in kritischem Zustand. Jermolajew, ein Geschäftsmann aus Dnipro in der Ostukraine, zählt zu den größten Immobilienentwicklern der Stadt und war regelmäßig auf der Forbes-Ukraine-Liste der 100 reichsten Ukrainer vertreten. 2019 gab er seine ukrainische Staatsbürgerschaft auf und nahm die zyprische an.

Ermittlungen und mögliche Motive

2022 geriet Jermolajew ins Visier der ukrainischen Behörden und wurde sanktioniert. Grund war unter anderem der Verdacht, dass er nach der Annexion der Krim durch Russland im Jahr 2014 weiterhin Krimwein verkauft habe. Zudem wird seine Familie verdächtigt, an einem großangelegten Menschenhandelsring mit betrügerischen Callcentern in Dnipro beteiligt gewesen zu sein.

Die monegassischen Behörden schließen „Terrorismus“ als Motiv für den Mordanschlag aus. Der Generalstaatsanwalt des Fürstentums hat Ermittlungen wegen versuchten Mordes eingeleitet. Medienberichten zufolge prüfen die Ermittler in Monaco zudem einen möglichen Zusammenhang mit ukrainischen Sicherheitsdiensten.

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