WM-Prädikat „Pride Match“: Trainer von Ägypten und Iran schweigen
WM: Trainer von Ägypten und Iran schweigen zu „Pride Match“

Die Trainer und Spieler der Nationalmannschaften Ägyptens und des Iran vermeiden vor ihrem WM-Gruppenspiel in Seattle jede Diskussion über die von den lokalen Organisatoren als „Pride Match“ ausgerufene Partie. Auf der Pressekonferenz des Iran bat Teammanager Amir Ghalenoei darum, ausschließlich sportliche Fragen zu stellen. „Wenn das Spiel losgeht, ist unser ganzer Fokus auf dem Feld und nicht darauf, was daneben passiert“, sagte der 62-Jährige. Auf Nachfrage, ob er seine Spieler auf mögliche Regenbogenfahnen auf den Tribünen vorbereitet habe, entgegnete er: „Wir wollen nicht darüber reden. Wir wollen nur über Fußball reden und was für ein tolles Spiel es ist.“

Ägyptens Trainer Hossam Hassan zeigt sich ähnlich zurückhaltend

Sein ägyptischer Kollege Hossam Hassan wich ebenfalls aus: „Als Trainer bin ich nur auf Fußball fokussiert. Das ist alles, worüber ich nachdenke.“ Beide Mannschaften hatten zuvor beim Fußball-Weltverband FIFA gegen die Entscheidung der Stadt Seattle protestiert, das Spiel als „Pride Match“ zu begehen – jedoch ohne Erfolg. Die FIFA erklärte gegenüber „The Athletic“, Regenbogenfahnen und andere Symbole sexueller Orientierung seien gemäß dem Verhaltenskodex für die Stadien der WM 2026 erlaubt. Die FIFA beteilige sich nicht mit eigenen Aktionen am „Pride Match“, sehe die WM aber als „inklusives Ereignis“.

Lokale Organisatoren sehen Chance in der Kontroverse

In Seattle findet am Wochenende das „Pride Fest“ statt, ein buntes Festival mit Parade und Konzerten zur Feier der LGBTQI+-Gemeinschaft. Die lokalen Organisatoren hatten die Partie bereits vor der WM-Auslosung als „Pride Match“ deklariert. Hedda McLendon vom lokalen Organisationskomitee sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Für uns ist es umso mehr eine Möglichkeit, Menschen willkommen zu heißen. Es geht über Politik hinaus, es geht über Religion hinaus. Für uns geht es wirklich um unsere Stadt, und ich bin sicher, dass Menschen, die für die WM kommen, besonders in Seattle, erfahren werden, was diese Stadt einzigartig macht.“

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Das Spiel Ägypten gegen Iran wird in der deutschen Nacht zum Samstag um 5.00 Uhr MESZ angepfiffen. Die Diskussionen um die Begegnung hatten schon nach der Auslosung begonnen, da beide Nationen weit davon entfernt sind, die Werte des „Pride Fest“ zu teilen. Trotz des öffentlichen Drucks halten die Organisatoren an ihrem Konzept fest und betonen die Offenheit der Stadt.

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