WM-Trinkpausen: Immer mehr Fan-Unmut in den Stadien
Die umstrittenen Trinkpausen bei der Fußball-Weltmeisterschaft sorgen weiterhin für Unmut unter den Fans. In der zweiten Woche des Turniers sind immer wieder Buhrufe und Pfiffe zu hören, wenn der Schiedsrichter die Partie in jeder Halbzeit nach rund 22 Minuten für drei Minuten unterbricht.
Am Donnerstag (Ortszeit) wurde auch beim zweiten Gruppenspiel von Co-Gastgeber Kanada in Vancouver gegen Katar (6:0) sehr hörbar gebuht. Bereits zuvor war beim 1:1 zwischen Tschechien und Südafrika in Atlanta der Unmut deutlich größer als noch beim ersten Spiel in diesem Stadion zwischen Spanien und Kap Verde. Auch bei Schweiz gegen Bosnien-Herzegowina in Inglewood sowie am Mittwoch (Ortszeit) bei England gegen Kroatien in Arlington und Ghana gegen Panama in Toronto gab es hörbare Ablehnung der Neueinführung.
Kritik an der Regel
Das WM-Novum macht aus zwei Halbzeiten quasi ein Vier-Viertel-Format, das Amerikanern aus anderen Sportarten bestens bekannt ist. Entstanden ist das Modell nach Angaben der FIFA aus Sorge um die Belastung der Spieler. Weil die TV-Sender die Pause aber auch für einen zusätzlichen Werbeblock nutzen, ist Kritik aufgekommen und eine Debatte über die Sinnhaftigkeit entbrannt. Zumal wird der Spielfluss durch die zusätzlichen Pausen oft merklich gebrochen. Einige Trainer werten dies allerdings positiv, weil sie mehr Einfluss auf das Spiel nehmen können.



