Jacob Bridgeman gewinnt trotz Nervenflattern erstmals auf der PGA Tour
Der amerikanische Golf-Profi Jacob Bridgeman hat beim Genesis Invitational im kalifornischen Riviera seinen ersten Titel auf der prestigeträchtigen PGA Tour errungen. Der 26-Jährige setzte sich am Ende mit einem Schlag Vorsprung durch, nachdem er eine lange komfortable Führung in einer wackligen Schlussrunde knapp ins Ziel retten konnte.
Sieben Schläge Vorsprung schmelzen dahin
Bridgeman war mit einem Polster von sechs Schlägen in die vierte und letzte Runde gestartet. Zwischenzeitlich wuchs sein Vorsprung sogar auf sieben Schläge an, nachdem er mit zwei Birdies auf den Löchern eins und drei einen starken Start hingelegt hatte. Doch dann riss der Faden, und der junge Amerikaner geriet ins Straucheln.
Mit einer 72er-Runde, die eins über Par lag, kam er bei insgesamt 266 Schlägen ins Klubhaus. Das entspricht einem beeindruckenden Ergebnis von 18 Schlägen unter Par für das gesamte Turnier. Die Nervosität machte sich besonders in der Schlussphase bemerkbar, als der große Vorsprung bedrohlich dahinschmolz.
Spannendes Finale am 18. Loch
Am entscheidenden 18. Loch behielt Bridgeman jedoch die Nerven und sicherte sich den verdienten Sieg. "Ich dachte, es würde viel einfacher werden", gestand der Golfer nach seinem Triumph. "Spätestens nach einem Putt zum Bogey an Loch 16 sei die Nervosität gekommen: Der war ziemlich heikel. Ich habe einen wirklich guten Putt gespielt und zum Glück ist er reingegangen, aber danach war ich dann wirklich nervös."
Bridgeman beschrieb die intensive Schlussphase mit den Worten: "Auf den letzten Grüns habe ich meine Hände nicht mehr gespürt." Dennoch meisterte er die Herausforderung und krönte seine Leistung mit dem ersten PGA-Tour-Titel seiner Karriere.
Konkurrenz dicht auf den Fersen
Die Verfolger ließen Bridgeman keine Ruhe. Rory McIlroy aus Nordirland spielte eine starke 67er-Runde und Kurt Kitayama aus den USA sogar eine ausgezeichnete 64er-Runde. Beide teilten sich mit jeweils 267 Schlägen den zweiten Platz und blieben damit nur einen Schlag hinter dem Sieger.
Der Weltranglistenerste Scottie Scheffler musste sich mit einem geteilten zwölften Rang begnügen. Er beendete das Turnier mit 273 Schlägen, was elf unter Par entspricht. Der einzige deutsche Starter im Feld, Matti Schmid aus Herzogenaurach, landete auf Platz 49 mit einem Ergebnis von 286 Schlägen.
Ein Meilenstein in der Karriere
Der Sieg beim Genesis Invitational markiert einen bedeutenden Meilenstein in der noch jungen Karriere von Jacob Bridgeman. Der Triumph in Kalifornien unterstreicht sein großes Potenzial und wird ihm sicherlich weiteren Auftrieb für kommende Turniere geben. Die Golf-Welt darf gespannt sein, wie sich der 26-Jährige nach diesem Durchbruch weiter entwickeln wird.



