Irres Pokal-Drama: Außenseiter Bergischer HC wirft SC Magdeburg sensationell raus
BHC wirft Magdeburg raus: Pokal-Drama mit Siebenmeterwerfen

Irres Pokal-Drama: Außenseiter BHC wirft Magdeburg sensationell raus

Die Unbesiegbaren sind geschlagen – und das ausgerechnet vom Aufsteiger. Der Bergische HC sorgt im zweiten DHB‑Pokal‑Halbfinale für eine atemberaubende Sensation und wirft den haushohen Favoriten SC Magdeburg aus dem Wettbewerb. Mit 31:30 nach Verlängerung und einem nervenzerreißenden Siebenmeterwerfen schreibt der Außenseiter Handballgeschichte. Ein bitteres Déjà‑vu für den SCM, der in den vergangenen Monaten vom Siebenmeterpunkt bereits eine unterirdische Quote zeigt – und dem am Ende erneut die Nerven versagen.

Helden des Abends: Beyer und Rudeck

Die Helden des Abends sind eindeutig Noah Beyer (28), der mit dem letzten Siebenmeter als sechster Schütze sein Team ins Glück wirft, und Torhüter Christopher Rudeck (31), der im Spiel vier und im Siebenmeterwerfen gleich drei Bälle hält. Rudeck kommentierte nach dem Spiel: „Das ist so cool, wir sind über uns hinausgewachsen und haben überragend gespielt. Unfassbar, heute ist alles zusammengekommen. Das war diese Kulisse, viele Jungs waren klinisch tot. Keine Ahnung, wie wir jetzt schlafen sollen.“

Furioser Start und zähes Duell

Das zweite Halbfinale startete furios: Der Bergische HC drückte sofort aufs Tempo, suchte schnelle Abschlüsse und wurde früh belohnt. Nach sieben Minuten führte der Außenseiter bereits mit 4:3. Der SCM nahm daraufhin Geschwindigkeit raus, Keeper Sergey Hernandez parierte mehrfach und Magdeburg glich aus (10. Minute). Trotzdem blieb es zäh: Nach 15 Minuten stand es 5:5 – deutlich torärmer als im ersten Halbfinale.

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Handball-Legende Stefan Kretzschmar lobte bei Dyn: „Mir gefällt die Mentalität des BHC.“ Nach 19 Minuten setzte sich der Aufsteiger erstmals auf zwei Tore ab (7:5 durch Lars Kooij), Bank und Fans feierten jede Aktion. SCM-Trainer Bennet Wiegert forderte in der Auszeit mehr Zweikämpfe und Bewegung im Angriff. Der BHC glaubte weiter an seine Chance – trotz einer schwächeren Wurfquote. Zur Pause stand es 11:11, die Abwehrschlacht spielte dem Außenseiter in die Karten. „Wir nehmen die Zuschauer mehr mit als Magdeburg“, sagte Johannes Wasielewski zur Halbzeit.

Verlängerung und dramatisches Siebenmeterwerfen

Nach dem Seitenwechsel führte Magdeburg erstmals (13:12), vor allem Felix Claar hielt den SCM im Spiel. Insgesamt blieb der BHC jedoch leidenschaftlicher und ging 15 Minuten vor Schluss wieder in Führung (17:16). In der Schlussphase glich sich das Spiel aus – Aron Seesing traf zum 22:22 (58. Minute). Es kam zur Verlängerung!

Dort legte der BHC vor, Musche verwirft einen Siebenmeter, doch sechs Sekunden vor Schluss rettete Omar Ingi Magnusson den SCM erneut per Siebenmeter zum 27:27. Kaum zu glauben: Es gab Siebenmeterwerfen! Beyer fing an für den BHC – Treffer. Musche verwandelte für den SCM – Ausgleich. Auch Fuchs und Hornke trafen – Gleichstand. Morante scheiterte für den BHC, Magnusson aber auch für den SCM. Hangstein scheiterte, Zehnder aber ebenfalls. Becher blieb cool und traf, Saugstrup machte es ihm nach. Es ging in die Verlängerung des Siebenmeterwerfens. Musche verwirft – und Noah Beyer, der alle seine drei Siebenmeter schon im Spiel verwandelt hatte, versenkte den Ball ins Glück. Der BHC schlug den SCM sensationell mit 31:30 nach Siebenmeterwerfen!

Reaktionen und Ausblick

BHC-Spieler Eloy Morante sagte: „Ich habe keine Worte. Noah Beyer ist jetzt der geilste Handballer der Welt.“ SCM-Trainer Bennet Wiegert (44) analysierte bei Dyn: „Heute fehlte uns das Quäntchen Glück, dass der Funke mal überspringt, wir haben zu viel liegen gelassen. Wir haben das Momentum nicht auf unsere Seite bekommen. Ich habe an der Statistik gemerkt, das passt heute nicht. Heute hat es uns hart erwischt, wir sind schwer aus den Puschen gekommen.“

Im Finale trifft der Bergische HC nun auf die Füchse Berlin, die sich zuvor mit 39:36 gegen Lemgo durchgesetzt hatten. Ein unvergesslicher Abend für den Aufsteiger, der mit Leidenschaft und Nervenstärke den haushohen Favoriten aus dem Wettbewerb warf.

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