Empor Rostock dominiert bei Heimkehr in Marienehe
Die Drittliga-Handballer des HC Empor Rostock haben bei ihrer Rückkehr in die Fiete-Reder-Halle in Marienehe einen beeindruckenden Kantersieg gefeiert. Mit einem klaren 41:25 (25:11) besiegten sie den SV Plauen-Oberlosa und glückten damit die Revanche für die 31:35-Niederlage im Hinspiel. Besonders in den ersten 30 Minuten spielten die Rostocker ihre Gegner förmlich an die Wand und bauten eine komfortable Führung aus.
Starke Defensive und effektiver Angriff
Die Defensive des HC Empor stand von Beginn an solide und zwang die Gäste aus Plauen zu fast 20 technischen Fehlern. Torhüter Leon Mehler zeigte mit insgesamt 19 Paraden eine herausragende Leistung und trug maßgeblich zur Dominanz seiner Mannschaft bei. „Ich hätte echt nicht gedacht, dass wir Plauen so klar beherrschen. Ich bin froh, dass ich mit meinen Paraden zu unserer Dominanz beitragen konnte“, sagte Mehler nach dem Spiel.
Im Angriff überzeugten die Rostocker mit einer Effektivität von 75 Prozent. Zwischen dem 4:5 und dem 17:8 gelangen ihnen 13 erfolgreiche Angriffe in Folge, darunter zehn Tempogegenstöße. Empor-Coach Michael Jacobsen lobte seine Mannschaft: „Die Jungs haben die Marschroute konsequent eingehalten und Plauen mit Schnelligkeit sowie Lösungen über die Außen beeindruckt.“ Allerdings kritisierte der Däne die zweite Halbzeit, die mit 16:14 nur knapp für den HCE ausging.
Wichtige Torschützen und Tabellensituation
Bei den Torschützen ragten mehrere Spieler heraus:
- Matheus Costa Dias erzielte fünf Tore und zeigte dabei einige spektakuläre Trickwürfe
- Julian Pratschner traf ebenfalls fünfmal und zeigte einen starken Einsatz ohne Ballverluste
- Funke war mit sieben Treffern, darunter zwei Siebenmeter, der erfolgreichste Werfer
- Schütze und Siegler steuerten jeweils fünf Tore bei
Im Kampf um die beiden Relegationsplätze der Nord-Ost-Staffel profitierten die Rostocker zudem von einem 33:30-Sieg des TSV Altenholz bei Eintracht Hildesheim. Die aktuelle Minuspunkte-Tabelle unter den aufstiegsberechtigten Mannschaften zeigt folgende Reihenfolge:
- Braunschweig (6 Minuspunkte)
- Hildesheim und Aue (je 9)
- Altenholz (10)
- Rostock (11)
Ausblick auf kommende Spiele
Der nächste Kontrahent für Empor Rostock wird am kommenden Sonntag, dem 22. Februar, der TSV Altenholz sein. Das Spiel in Marienehe beginnt um 17:15 Uhr. Nach einer Auswärtspartie bei den Sportfreunden Söhre am 28. Februar erwartet die Rostocker am 8. März um 17 Uhr in der Fiete-Reder-Halle der Rival aus Aue.
Roman Becvar, der ehemalige Rostocker Spieler und aktuelle Plauener, lobte nach der Niederlage die Leistung des Gegners: „Er hat uns den Schneid abgekauft. Überhaupt haben die Gastgeber eine starke Defensive gestellt. Eine derartige Klatsche hatten wir bisher nur in Hildesheim kassiert.“ Für Empor Rostock scheint noch etwas möglich zu sein, wenn die Mannschaft ihre aktuelle Form beibehält und weiterhin so dominant auftritt wie in der ersten Halbzeit gegen die Vogtländer.



