Empor Rostock erlebt in Hildesheim ein Spiel zum Vergessen
Mit einer enttäuschenden Leistung ist der HC Empor Rostock in der Nordstaffel der 3. Handball-Liga bei Eintracht Hildesheim mit 28:38 (13:22) unterlegen. Die Niederlage offenbarte große Defizite sowohl im Angriff als auch in der Verteidigung und dürfte die letzte Chance auf eine Teilnahme am DHB-Pokal zunichtegemacht haben.
Planloser Angriff und schwache Abwehr
Die Hansestädter zeigten von Beginn an ein planloses Angriffs-Stückwerk und eine Abwehr, die den Namen kaum verdiente. Bereits nach wenigen Minuten kippte das Spiel: Aus einem 3:1-Vorsprung für Empor Rostock wurde schnell ein 7:3 für Hildesheim. Der scheidende Cheftrainer Michael Jacobsen äußerte sich enttäuscht: „Wir haben eigentlich nur zu Beginn das uns Vorgenommene trotz einiger vergebener Chancen umsetzen können. Danach haben wir komplett unsere Disziplin und Strategie verloren.“
Beim Stand von 10:4 für Hildesheim nahm Jacobsen die erste Auszeit, doch seine Worte verhallten ungehört. Die Angriffsgestaltung blieb ideen- und erfolglos, in der Defensive bekam man keinen Zugriff auf die überlegenen Gastgeber. Eine zweite Auszeit beim 7:16 brachte nur geringfügige Besserung, obwohl Julian Pratschner mit sieben Toren später überzeugen konnte.
Rote Karte und fehlender Charakter
Die Situation verschärfte sich für Empor Rostock durch eine rote Karte für Marc Pechstein in der 16. Minute nach einem Foul. Auch Dennis Mehler hätte sich bei einem unfairen Griff nicht über eine Disqualifikation beschweren können. Nach der Pause bot sich kein anderes Bild: Ein blutarmer Auftritt im Vorwärts- und Rückwärtsgang dominierte das Spiel.
Jacobsen forderte nach der Partie eine andere Einstellung und mehr Charakter vom Team: „In den nun noch folgen drei Partien muss die Mannschaft einfach Charakter zu zeigen, mit einer anderen Einstellung zu Werke gehen.“ Gelingt dies nicht, droht der HCE auch den letzten Kredit bei seinen Fans zu verspielen.
Torwerfer und Ausblick
Für Empor Rostock warfen unter anderem Julian Pratschner (7 Tore), Richter (4), Costa Dias (3), Uhl (3) und Lößner (3). Die Niederlage unterstreicht die dringende Notwendigkeit für Veränderungen in den verbleibenden Spielen der Saison, um die Glaubwürdigkeit beim Publikum zu wahren.



