Empor Rostock trifft in Hildesheim auf gleichgesinnte Enttäuschte der 3. Liga
Empor Rostock: Duell der Enttäuschten in Hildesheim

Empor Rostock reist zum Duell der Enttäuschten nach Hildesheim

In der niedersächsischen Dom- und Rosenstadt Hildesheim findet am Samstag, dem 18. April 2026, ein besonderes Handballspiel statt. Empor Rostock trifft in der 3. Handball-Liga auf Eintracht Hildesheim – ein Aufeinandertreffen zweier Mannschaften, die mit großen Ambitionen in die Saison 2025/26 gestartet waren, doch ihre Aufstiegsträume zur 2. Bundesliga bereits begraben mussten.

Geplatzte Träume und neue Realitäten

Beide Teams hatten sich zu Saisonbeginn das klare Ziel gesetzt, an den Aufstiegsspielen teilzunehmen. Doch vier Partien vor dem Saisonende sind diese Hoffnungen endgültig zerstoben. Während das Empor-Schiff bereits in den ersten sechs Begegnungen mit nur 4:8 Punkten in ernsthafte Schieflage geriet, konnte sich die Eintracht Hildesheim nach dem 18. Spieltag noch mit stolzen 30:6 Zählern an der Tabellenspitze sonnen.

Inzwischen haben sich die Verhältnisse jedoch dramatisch gewandelt. Die Schützlinge von Coach Daniel Deutsch sind auf Rang fünf (37:15) abgerutscht und liegen damit nur knapp vor dem Rostocker Team (36:16). Eine verhängnisvolle schwarze Serie im Februar mit vier Niederlagen in Folge ließ alle Träume der Hildesheimer platzen. Diese Entwicklung hat im Eintracht-Lager bereits zu weitreichenden Konsequenzen geführt: Zehn Akteure verlassen den Verein, während acht überwiegend junge Spieler bereits neu verpflichtet wurden.

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Gefährliche Gegner und Revanchegedanken

Bereits der Zweite MTV Braunschweig musste in der vergangenen Begegnung gegen Hildesheim schmerzhaft erfahren, dass „angeschlagene Boxer“ immens gefährlich sein können. Nachdem die Hildesheimer Mannschaft nun wieder auf festen Beinen steht, möchte sie auch den blau-gelben Gästen aus Rostock einen mächtigen Hieb verpassen.

Zudem schwelt in Hildesheim noch der Wunsch nach Revanche für das knappe 26:27 aus dem Hinspiel, das durch Marc Pechsteins Freiwurf-Treffer mit dem Abpfiff entschieden wurde. Dieser spektakuläre Heimsieg in letzter Sekunde sitzt den Hildesheimern noch immer in den Knochen und sorgt für zusätzliche Motivation.

Empor-Coach erwartet intensive Spitzenpartie

Empor-Coach Michael Jacobsen bereitet seine Mannschaft auf ein äußerst anspruchsvolles Spiel vor. „Uns erwartet ein Match mit sehr hoher Intensität“, sagt der dänische Trainer. „Obwohl beide Mannschaften hinsichtlich der Aufstiegs-Playoffs aus dem Rennen sind, ist es vom Vermögen her eine echte Spitzenpartie. Wir werden das Tempo gegen die bekannt offensive Abwehr der Hildesheimer steuern müssen.“

Mit Blick auf die jüngste Niederlage gegen Eider Harde fordert Jacobsen vor allem eine deutliche Verbesserung des Defensivverhaltens: „Wir haben uns teilweise auf einem Bierdeckel austanzen lassen und waren nicht bereit, in die notwendigen Zweikämpfe zu kommen. Das dürfen wir uns gegen Hildesheim nicht erlauben.“

Regisseur Julius Siegler wird mit dem Empor-Team in Hildesheim gastieren und versuchen, die taktischen Vorgaben des Trainers umzusetzen. Für beide Teams geht es in diesem Duell der Enttäuschten nicht mehr um die großen Aufstiegsträume, sondern um sportliche Ehre, Platzierungen und die Grundsteinlegung für die kommende Saison.

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