Empor Rostock erleitet höchste Heimpleite seit Jahren in der 3. Handball-Liga
Empor Rostock: Höchste Heimpleite seit Jahren in 3. Liga

Empor Rostock erleitet höchste Heimpleite der vergangenen Jahre

Die Handballer des HC Empor Rostock haben im Heimspiel der 3. Liga Nord-Ost gegen die HSG Eider Harde eine bittere Niederlage einstecken müssen. Mit einem Endstand von 31:37 erlitten die Hansestädter die höchste Heimpleite seit drei Spieljahren in der Drittliga. Vor 780 Zuschauern in der Rostocker Halle zeigte die Mannschaft von Trainer Michael Jacobsen eine enttäuschende Vorstellung, bei der kaum etwas zusammenpasste.

Enttäuschende Gesamtleistung der Rostocker

Schon nach nicht einmal sieben Minuten lagen die Hausherren mit 2:6 im Rückstand. Bis zur 22. Minute vergrößerte sich der Abstand sogar auf sechs Treffer beim Stand von 10:16. „Wir, da meine ich auch mich, müssen einiges hinterfragen. Heute fehlte einfach das Gesamtkonstrukt“, sagte ein sichtlich enttäuschter Empor-Coach Michael Jacobsen nach der Partie. Empor-Regisseur Julius Siegler ergänzte: „Das war ein Spiegelbild der Hinpartie. Durch ausgelassene Torgelegenheiten und technische Fehler liefen wir den Dingen hinterher.“

Tim Uhl als einziger Lichtblick

Einziger positiver Aspekt auf Empor-Seite war die starke Leistung von Tim Uhl. Der auf der Linksaußen-Position agierende Spieler verwandelte sieben Siebenmeter und warf dazu noch sieben Tore aus dem Feld, was eine Gesamtausbeute von 14 Treffern ergab. „Normalform legte eigentlich nur der nach meinem Kreuzbandriss auf meiner Linksauen-Position agierende Tim Uhl an den Tag“, meinte Kay Funke. Doch selbst diese individuelle Glanzleistung reichte nicht aus, um die Niederlage abzuwenden.

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HSG Eider Harde mit überzeugender Defensivleistung

Auf der Gegenseite überzeugte die HSG Eider Harde mit einer starken Mannschaftsleistung. Der reine Amateur-Verein, der nur zweimal pro Woche trainiert, profitierte insbesondere von einer soliden Defensive. HSG-Coach Matthias Hinrichsen sah „die Defensivleistung seiner Sieben inklusive des Plus an Paraden durch Jorge Schmidt als spielentscheidend an. An Jorge haben sich alle hochgezogen.“ Rückraumakteur Finn-Luca Blies, der neben Tjorben Heckel (acht Treffer) mit sieben Toren erfolgreichster Schütze war, erklärte: „Wir hatten gegen Braunschweig und auch in Aue Führungen nach dem Wechsel aus der Hand gegeben. Hier in Rostock hatten wir uns in der Pause geschworen, das nicht zu wiederholen, zwangen den HCE zu Fehlern.“

Vergebliche Aufholjagd der Rostocker

Empor versuchte in der zweiten Halbzeit alles für eine Wende. Trainer Jacobsen wechselte Victor Malchow für Robert Wetzel als Schlussmann ein. Der sonstige U23-Keeper hielt vor der Pause sechs und nach dem Wechsel bis zum 20:20 (38.) weitere drei Würfe. Seine Reflexe waren entscheidend für die kurzfristige Aufholjagd. Doch an den Gästen vorbeizuziehen, vermochten die Blau-Gelben nicht. Ein Dreierpack der HSG Eider Harde führte innerhalb von nur 77 Sekunden vom 22:22 (41.) zum 25:22 (43.). Nach dem 26:25 (47.) profitierten die Gäste von zwei Rostocker Strafen und zogen vorentscheidend zum 30:25 (51.) davon.

Die Spieler der HSG Eider Harde skandierten nach dem Schlusspfiff „Auswärtssieg, Auswärtssieg“, während die Akteure des HC Empor Rostock die Köpfe hängen ließen. Für die Hansestädter war es in den vergangenen drei Drittliga-Spieljahren neben dem 29:35 im Oktober 2024 gegen TuS Vinnhorst die höchste Heimniederlage. Die Mannschaft muss nun dringend an ihrer Form arbeiten, um in der laufenden Saison noch die Wende zu schaffen.

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