Empor Rostock verliert Topspiel gegen Aue - Aufstiegshoffnungen schwinden
Empor Rostock verliert Topspiel - Aufstiegschancen sinken

Empor Rostock begräbt Aufstiegshoffnungen mit schwacher Leistung

Große Enttäuschung herrschte in der Fiete-Reder-Halle in Rostock, als der Handball-Drittligist HC Empor Rostock das wichtige Topspiel gegen den EHV Aue mit 20:25 Toren verlor. Nach einer desolaten ersten Halbzeit dürften die Chancen der Hansestädter auf Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur 2. Bundesliga auf ein Minimum gesunken sein.

Tabellensituation verschlechtert sich dramatisch

Obwohl für die führenden Teams der Nord-Ost-Staffel der 3. Handball-Liga – MTV Braunschweig mit 38:6 Punkten und EHV Aue mit 35:9 Punkten – noch acht Spieltage ausstehen, haben die Rostocker mit 29:13 Punkten nun erheblichen Rückstand. Statt durch zwei wichtige Punkte mit den Erzgebirglern gleichzuziehen, unterlagen die Schützlinge von Cheftrainer Michael Jacobsen dem direkten Kontrahenten nach einer schwachen ersten Halbzeit mit 20:25 Treffern, davon 8:18 zur Pause.

Vor den Blau-Gelben liegen nun noch der TSV Altenholz mit 34:12 Punkten und der HC Eintracht Hildesheim mit 31:13 Punkten, wobei Hildesheim eine Partie mehr ausgetragen hat. Die Relegations-Ambitionen des HC Empor Rostock scheinen damit praktisch begraben.

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Desolate erste Halbzeit entscheidet das Spiel

In den ersten 30 Minuten wurde der HCE durch die Gäste förmlich an die Wand gespielt. Schon in der 9. Minute musste Trainer Michael Jacobsen beim Stand von 1:6 eine Auszeit nehmen. Elf Angriffe hatte sein halbherzig agierendes Team bis zum 2:9 in der 14. Minute "versemmelt" und vor dem Wechsel dem Gegner mit einer mageren Effektivität von nur 33,33 Prozent zehn einfache Treffer über verschiedene Wellen "geschenkt".

Justin Döbler, mit fünf Toren erfolgreichster Werfer der Gäste, analysierte: "Wir wussten, dass Rostock gegen Härte anfällig ist. Wir haben einen kompromisslosen Riegel gestellt, den Gegner zu Fehlern gezwungen. Was sonst noch so auf das Tor kam, entschärfte meist unser Keeper Armis Priskus. Die Balleroberungen setzten wir in viele einfache Tore um."

Zweite Halbzeit zeigt alternative Möglichkeiten

Dass es auch anders geht, bewiesen die Hausherren nach der Pause. Jacobsen stellte auf das 7:6-System um – ein Volltreffer. Die Defensive nahm den Kampf an und auch der Angriff ging in die Regionen, wo es weh tut. Der HCE holte über 14:19 in der 44. Minute und 18:22 in der 51. Minute auf. Aue begann zu wanken.

Noch einmal Döbler: "Hält in dieser Phase unser Keeper nicht den Siebenmeter von Kay Funke und anschließend die Hundertprozentige von Marc Pechstein, kann das noch anders ausgehen." Doch es kam anders: In Unterzahl folgte ein Stürmerfoul, der Ball wurde vergegeben und zwei Treffer ins leere Rostocker Gehäuse – 18:24 in der 55. Minute. Die Entscheidung war gefallen.

Einzelne Lichtblicke in tristem Gesamtbild

Finn Scheminski war mit vier Toren erfolgreichster Werfer des HC Empor aus dem Feld, während Kay Funke sieben Treffer erzielte, davon fünf von sieben Siebenmetern. Weitere Torschützen für Rostock waren Costa Dias (1), Siegler (1), Gansau (3), Lößner (3) und Pechstein (1).

Aues Trainer Uwe Jungandreas zeigte sich von der Umsetzung der taktischen Linie angetan: "Das war Qualität, einfach oberstes Regal." Dagegen stand die ernüchternde Analyse von Empor-Trainer Jacobsen: "Wir nahmen vor der Pause den Kampf einfach nicht an."

Die hängenden Köpfe bei Empor nach dem Spiel – bei Spielern wie Matheus Costa Dias und Kay Funke deutlich sichtbar – spiegelten die Enttäuschung über die verpasste Chance wider. Mit nur noch wenigen Spieltagen in der Saison wird es für den HC Empor Rostock nun äußerst schwierig, noch Anschluss an die Spitzenteams zu finden.

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