Essen verliert nach Buzzer-Drama gegen Dresden - Trainerfehler entscheidet Spiel
Essen verliert nach Buzzer-Drama gegen Dresden

Dramatischer Schlusspunkt in Essen: Trainerfehler beschert Dresden Sieg

In einem denkwürdigen Spiel der 2. Handball-Bundesliga hat der HC Elbflorenz Dresden bei TUSEM Essen mit 33:32 gewonnen. Der Grund für den späten Siegtreffer war ein folgenschwerer Fehler von Essens Trainer Kenji Hövels. Nach dem Abpfiff gab es minutenlange Diskussionen, ehe die Schiedsrichter auf Siebenmeter für Dresden entschieden.

Spielverlauf bis zur letzten Sekunde

Bis wenige Momente vor Schluss war die Partie hart umkämpft. Dresdens Doruk Pehlivan, der bis dahin eine herausragende Leistung gezeigt hatte, scheiterte mit seinem letzten Wurf an Essens Torhüter Finn Knaack. Die Uhr zeigte 32:32 an – ein Unentschieden schien besiegelt. Doch dann eskalierte die Situation.

Der entscheidende Fehler

Unmittelbar nach der Parade von Knaack drückte Essens Trainer Hövels den Buzzer für ein Auszeit. Dies war an sich unnötig, da die Spielzeit bereits abgelaufen war. Doch der Fehler lag im Timing: Hövels hätte warten müssen, bis der von Knaack gehaltene Ball den Siebenmeterraum verlassen hatte. Dresdens Oliver Seidler erklärte später bei Dyn: „Dadurch wurde es als Verhinderung einer Torchance gewertet. Denn der Ball hätte ja auch zu uns zurückspringen können.“ Seidler fügte hinzu: „Was da passiert ist, war geisteskrank.“

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Diskussionen und Entscheidung

Nach dem Abpfiff belagerten die Dresdner das Schiedsrichtergespann und das Kampfgericht. Fünf Minuten lang wurde diskutiert, ehe die Unparteiischen auf Siebenmeter entschieden. Youngster Louis Bensch verwandelte sicher zum 33:32-Sieg für den HCE. Die gesamte Halle war fassungslos.

Kein Novum: Ähnlicher Vorfall bei der WM

Bereits bei der Handball-Weltmeisterschaft im Januar hatte ein zu früh gedrückter Buzzer für Aufsehen gesorgt. Damals wurde Deutschland ein Tor von Juri Knorr gegen Serbien aberkannt, weil Bundestrainer Alfred Gislason den Buzzer Sekundenbruchteile zu früh gedrückt hatte. Das Spiel endete mit einer 27:30-Niederlage.

Bittere Folgen für Essen

Für TUSEM Essen kommt die Niederlage im Abstiegskampf der 2. Bundesliga besonders schwer. Durch die verspätete Pleite sind die Essener nun punktgleich mit dem ersten Abstiegsplatz. Rückraumspieler Felix Mart kämpfte am Dyn-Mikrofon mit den Tränen: „Du kannst keinem einen Vorwurf machen. Wir machen ein gutes Spiel, müssen weiter kämpfen.“ Ganz Handball-Deutschland dürfte den Essenern nun wünschen, dass dieser Kampf nach einer so unglücklichen Niederlage von Erfolg gekrönt ist.

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