Füchse Berlin triumphieren beim Handball-Pokalfinale in Köln
Die Füchse Berlin haben mit einem überzeugenden 42:33-Sieg gegen den Bergischen HC den Handball-Pokal gewonnen. Beim Final4 in Köln setzte sich das Team von Trainer Nicolej Krickau durch und feierte damit den zweiten Pokalsieg der Vereinsgeschichte nach 2014. Der dänische Rückraumspieler Lasse Andersson wurde als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet und verabschiedet sich mit diesem Titel aus Berlin.
Lasse Andersson: MVP und Abschiedsgeschenk
Lasse Andersson überragte mit 21 Toren in beiden Partien des Final4 und erhielt die Auszeichnung zum Most Valuable Player. „Das ist meine letzte Saison hier, deshalb bedeutet mir das ganz, ganz viel und ist etwas Besonderes. Das war von unserer Mannschaft ein ganz starkes Wochenende“, erklärte der Weltmeister und Olympiasieger nach dem Spiel. Sein Teamkollege Mathias Gidsel lobte ihn als „unfassbaren Typen, der eine große Bedeutung für die Füchse hat“.
Ungewisse Zukunft: Rückkehr nach Dänemark oder Verbleib in Berlin?
Eigentlich plant Andersson, nach sechs Jahren in Berlin zu seinem Heimatverein HØJ Elite nach Dänemark zurückzukehren. Allerdings steckt dieser Verein in akuter Abstiegsgefahr, was bedeuten würde, dass einer der weltbesten Handballer kommende Saison in der zweiten dänischen Liga spielen müsste. Laut Berichten der „Sport Bild“ arbeiten die Berliner nun an einem Plan, um Andersson doch nicht gehen lassen zu müssen. Es sollen Verhandlungen aufgenommen werden, möglicherweise sogar mit einem Pendelmodell zwischen Dänemark und Berlin.
Sportlicher Fokus bleibt auf der Bundesliga
Die Feierlichkeiten nach dem Pokalsieg fielen zurückhaltend aus, da bereits am Donnerstag das wichtige Bundesliga-Heimspiel gegen den direkten Verfolger VfL Gummersbach ansteht. Trainer Nicolej Krickau bezeichnete dieses Spiel als „absolut wahnsinnig“ und entscheidend für den weiteren Saisonverlauf. Für die drittplatzierten Füchse hat die Qualifikation für die Champions League absolute Priorität.
Pokalsieg als Motivator für die kommenden Aufgaben
Geschäftsführer Bob Hanning betonte, dass der Pokalsieg zwar die „Kirsche auf der Sahne“ sei, aber ein guter Platz in der Bundesliga Vorrang habe. Kreisläufer Mijajlo Marsenic erklärte, der Titel gebe dem Team viel Selbstvertrauen für die noch anstehenden Herausforderungen. Die Füchse Berlin wollen den Pokalsieg als Antrieb nutzen, um ihre Ziele in der Liga zu erreichen und sich für internationale Wettbewerbe zu qualifizieren.



