Fischer-Wechsel erst 2027: Recken-Boss gibt klare Kiel-Ansage
Die Niederlage gegen den HSV Hamburg ist zwar sportlich verarbeitet, doch die anschließende Nachricht sitzt deutlich tiefer! Die Recken aus Hannover-Burgdorf verlieren nicht nur zwei wertvolle Punkte, sondern müssen sich auch langfristig vom U21-Weltmeister Justus Fischer (23) verabschieden. Nach dem knappen 35:37 (18:18) vor 9.900 Zuschauern gegen den Nordrivalen HSV wurde offiziell bestätigt, was bereits im Januar durch die BILD angedeutet wurde.
Vertrag bis 2029 beim Rekordmeister
Der 1,94 Meter große Kreisläufer und Nationalspieler Justus Fischer wechselt im Sommer 2027 zum THW Kiel. Der aktuell beim DHB-Lehrgang in Dortmund weilende Athlet unterschrieb beim deutschen Rekordmeister einen Vertrag, der bis zum Jahr 2029 läuft. Fischer begründet seinen Schritt mit dem Wunsch nach persönlicher Weiterentwicklung: „Ich möchte meine Komfortzone bewusst verlassen, um einen bedeutenden Schritt nach vorn zu machen. Das Kieler Konzept überzeugt mich vollständig, und ich sehe dort direkt meinen Platz. Beim THW Kiel habe ich die einzigartige Chance, Teil einer jungen Mannschaft zu sein, die eine neue, erfolgreiche Ära dieses traditionsreichen Klubs einläuten wird.“
Christophersen: Kein vorzeitiger Abschied
Seit dem Jahr 2017 trägt Handball-Nationalspieler Fischer, der bereits 42 Länderspieleinsätze vorweisen kann, das Trikot der Recken – und das wird bis zum Sommer 2027 auch so bleiben! Sportdirektor Sven-Sören Christophersen (40) stellt unmissverständlich klar, dass ein vorzeitiger Abschied nicht zur Debatte steht. Auf die direkte Frage, ob garantiert sei, dass Fischer bis 2027 im Team bleibt, antwortet er entschieden: „Ja.“ Einen Vorstoß, den Wechsel bereits in diesem Sommer zu vollziehen, habe es nicht gegeben.
Christophersen betont weiter: „Nein, überhaupt nicht. Wir gehen fest und selbstverständlich davon aus, dass Justus auch in der kommenden Saison bei uns spielt. Es gibt keinerlei Andeutungen, weder von Spielerseite noch von Vereinsseite, dass hier irgendetwas vorzeitig geregelt werden soll.“ Der Sportdirektor zeigt sich zwar nicht erfreut über den angekündigten Wechsel, akzeptiert jedoch die Entscheidung des Spielers.
Sportliche Niederlage tut zusätzlich weh
Die sportliche Niederlage gegen den HSV Hamburg schmerzt in diesem Kontext doppelt. Besonders herausragend zeigte sich bei den Gästen Nicolaj Jørgensen (25) mit beeindruckenden 14 Toren bei einer 100-prozentigen Wurfquote. Auch das Comeback von Recken-Taktgeber Leif Tissier (25) gegen seinen ehemaligen Klub konnte den Ausgang der Partie nicht mehr beeinflussen. Nach einem ausgeglichenen 18:18 zur Halbzeit kämpfte sich Hannover mehrfach heran und lag zwischenzeitlich sogar in Führung. Am Ende fehlte jedoch in der Defensive die entscheidende Stabilität.
HSV-Trainer Torsten Jansen (49) kommentierte: „Das war ein äußerst intensives und forderndes Spiel. Ich bin wahnsinnig glücklich, dass wir auswärts gewonnen haben – und das gegen eine sehr starke Mannschaft aus Hannover. Die Art und Weise, wie wir diesen Sieg errungen haben, stimmt mich äußerst positiv für die verbleibenden Spiele der Saison.“
Für Hannover-Burgdorf bleibt somit die bittere Gewissheit: Zwei Punkte sind verloren – und ab dem Sommer 2027 wird auch Stammspieler Justus Fischer fehlen. Die Recken müssen sich nun sportlich neu aufstellen und die verbleibende Zeit mit dem talentierten Kreisläufer optimal nutzen.



