Fortuna Neubrandenburg dreht spät auf und siegt beim Berliner Angstgegner
Fortuna dreht spät auf und siegt in Berlin

Fortuna-Handballerinnen drehen spät auf und siegen in Berlin

Eine beeindruckende Leistungssteigerung nach der Halbzeitpause hat den Handballerinnen des SV Fortuna 50 Neubrandenburg einen wichtigen Auswärtssieg in der Regionalliga beschert. Beim bisherigen Angstgegner BFC Preussen in Berlin setzten sich die Vier-Tore-Städterinnen nach einem ausgeglichenen 16:16 zur Pause am Ende klar mit 31:24 durch.

Gemischtes Trainerfazit nach schwachem Start

Fortuna-Trainer Kay Butzlaff zeigte sich nach dem Spiel mit der ersten Halbzeit unzufrieden. „Mit der ersten Hälfte, besonders mit unserer Deckungsarbeit, kann ich nicht zufrieden sein“, analysierte der Coach. Tatsächlich hatten die Neubrandenburgerinnen anfangs erhebliche Probleme, die Berlinerinnen in der Abwehr zu kontrollieren. Die Führung wechselte mehrfach, und Fortuna fand zunächst keinen Zugriff in der Defensive.

Dass die Gäste dennoch nicht in Rückstand gerieten, lag vor allem an der überragenden Leistung von Torhüterin Emma Skierke. Die erst 18-jährige Keeperin hielt ihr Team mit zahlreichen Paraden im Spiel und wurde von Butzlaff ausdrücklich gelobt: „Dass wir trotzdem im Spiel waren, hatten wir vor allem Emma zu verdanken.“

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Wende nach der Pause bringt klaren Sieg

Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Fortuna-Spielerinnen wie ausgewechselt. Die Abwehr stand deutlich stabiler, und der Tabellenzweite übernahm zunehmend die Spielkontrolle. In den ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit ließen die Neubrandenburgerinnen nur zwei Gegentreffer zu und bauten ihre Führung auf 21:18 aus.

Die endgültige Entscheidung fiel etwa zehn Minuten vor Spielende. Innerhalb von nur fünf Minuten erhöhten die Vier-Tore-Städterinnen von 23:20 auf 28:20 und machten damit den Sieg perfekt. Im Angriff überzeugte besonders Fine Stenzel, die auf der Rückraum-Mitte-Position insgesamt elf Treffer erzielte und damit erfolgreichste Werferin des Spiels war.

Torhüterin Skierke als sicherer Rückhalt

Torhüterin Emma Skierke blieb bis zum Abpfiff ein sicherer Rückhalt und komplettierte ihre starke Leistung mit beeindruckenden sieben gehaltenen Siebenmetern. Ihre Paraden in entscheidenden Spielsituationen trugen maßgeblich zum Erfolg bei.

Ausblick auf den Saisonendspurt

Drei Spieltage vor Saisonende beträgt der Rückstand auf Tabellenführer HV Grün-Weiß Werder weiterhin nur einen Punkt. Allerdings konnte der direkte Konkurrent aus Schwerin keine Schützenhilfe leisten, da Werder sich beim Dritten SV Grün-Weiß Schwerin II mit 27:21 durchsetzte.

Trainer Butzlaff blickt dennoch realistisch auf die verbleibenden Spiele: „Jetzt wird es schwer, Werder noch abzufangen, in meinen Augen haben sie das bedeutend leichtere Restprogramm. Wir müssen dennoch auf uns schauen, unsere Hausaufgaben machen und die drei letzten schweren Spiele alle gewinnen.“ Die Fortuna-Handballerinnen bleiben damit im Titelrennen der Regionalliga und müssen in den verbleibenden Begegnungen weiter Vollgas geben.

Fortuna Neubrandenburg spielte mit: Krause, Fiero, Skierke – Lenk (2 Tore), Weber (5/2), Haasmann (4), Dominik, Schalk, F. Stenzel (11/1), Keilholtz (1), Philipp, Chokheli (2), Abrahams (1), Schmidt (5).

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