Die Handballer des SV Fortuna 50 Neubrandenburg sind ihrer Favoritenrolle beim Final Four um den Landespokal gerecht geworden. Mit einem klaren 40:27-Erfolg im Endspiel gegen den Verbandsligisten HC Empor Rostock III sicherte sich der Oberligist in beeindruckender Manier den Pott.
Geschlossene Mannschaftsleistung
„Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung, da möchte ich keinen hervorheben. Mich freut das total für die Jungs, dass sie diese Saison, die jetzt fast zu Ende ist, mit so einem Highlight abschließen“, sagte Trainer Jörn Schläger.
Dabei ließ sein Team im Endspiel gegen Gastgeber HC Empor III von Beginn an fast nichts anbrennen. Schnell lagen sie 7:1 in Führung, bauten diesen Vorsprung sogar auf 14:6 aus. Doch zwei Zeitstrafen kurz hintereinander und einige unnötige Ballverluste im Angriff brachten die Empor-Dritte noch einmal zurück ins Spiel.
Spätestens, als die Rostocker auf 14:16 verkürzten, läuteten bei den Vier-Tore-Städtern die Alarmglocken. Eine Auszeit und konsequentes Tempospiel sorgten jedoch dafür, dass der Favorit bis zur Pause wieder auf sechs Tore davonzog (20:14). „Wir haben alles im Griff. Eigentlich können wir uns nur selbst schlagen“, meinte der verletzte Fortuna-Kapitän Marcus Deutsch zur Halbzeit.
Vorentscheidung nach der Pause
Er sollte recht behalten. Die Vorentscheidung fiel kurz nach dem Seitenwechsel: Mit einem 9:2-Lauf zum 29:16 bog Fortuna frühzeitig auf die Siegerstraße ein. Den Schlusspunkt setzte ein echtes Highlight: In der letzten Sekunde legte Spielmacher Lukasz Stefanicki per Kempa-Trick auf seinen polnischen Landsmann Mateusz Gmerek ab, der mit einem Dreher den 40:27-Endstand perfekt machte.
Mehr Mühe im Halbfinale
Deutlich mehr Mühe hatten die Neubrandenburger, die kurzfristig auf Rudi Wenda (Magen-Darm) verzichten mussten, im Halbfinale. Gegen den Ligakonkurrenten Schwaaner SV setzte sich Fortuna in einem engen Spiel mit 26:23 durch. Im zweiten Halbfinale hatte sich Empor Rostock III mit 32:28 gegen die SG Schwerin/Leezen durchgesetzt.
Fortuna mit: Schröter, Hoefs, Maltzahn, Pillath (2 Tore in beiden Partien), Gutjahr (6), Gruhn (2), Wolski (4), Stefanicki (15), Heustreu (3), Chlabicz (9), Heering (6), Gmerek (13), Rütz (1), Wille (5)



