Deutsche Handballerinnen feiern vorzeitige EM-Qualifikation mit souveränem Sieg
Die deutschen Handballerinnen haben mit einem beeindruckenden 33:18 (18:8)-Sieg gegen Slowenien die Qualifikation für die Europameisterschaft vorzeitig perfekt gemacht. Vor 3.791 begeisterten Zuschauern im ausverkauften Heidelberger SNP Dome ließ der WM-Zweite die Partie nie in Gefahr geraten und sorgte für ausgelassene Stimmung auf den Rängen.
„Toller Moment“ für das DHB-Team
Bundestrainer Markus Gaugisch zeigte sich nach dem Spiel begeistert: „Das ist ein toller Moment. Es war ein schöner und würdiger Rahmen für das erste Heimspiel nach WM-Silber“, lobte er zunächst das Publikum und dann seine Mannschaft. „Ich bin natürlich zufrieden. Es macht einfach Bock mit dieser Mannschaft. Alle haben Spaß an dem, was wir machen.“
Die besten deutschen Werferinnen waren Kapitänin Antje Döll und Nina Engel mit jeweils fünf Treffern. Mit diesem Sieg führt das DHB-Team die Gruppe 3 der EM-Qualifikation mit 8:0 Punkten uneinholbar an und kann nun in Ruhe für die Endrunde planen.
Perfekter Start und Jubiläum für Emily Vogel
Das deutsche Team legte einen perfekten Start hin, den Jubilarin Emily Vogel in ihrem 150. Länderspiel mit dem ersten Treffer einleitete. „Ich trage den Adler voller Stolz auf der Brust und bin nach wie vor happy, dieses Trikot anzuhaben“, sagte die 27-Jährige Rückraumspielerin vor dem Anpfiff.
Nach einem schnellen 3:0 in der vierten Minute war Deutschland Mitte der ersten Halbzeit beim 12:3 bereits mit neun Toren enteilt. Besonders Nina Engel, die im Sommer vom Bundesligisten HSG Bensheim/Auerbach nach Rumänien zu CS Gloria Bistrita wechselt, zeichnete sich als sichere Vollstreckerin aus dem Rückraum aus.
Souveräne Vorstellung trotz Rotation
Schon zur Pause war die Partie angesichts eines Zehn-Tore-Polsters entschieden. „Wir wollten zeigen, dass das WM-Fieber noch in uns steckt. Das ist uns bestens gelungen“, stellte Kapitänin Antje Döll fest. Auch Sportvorstand Ingo Meckes zeigte sich zufrieden: „Das war sehr souverän und genau so, wie wir uns das vorgestellt haben.“
Bemerkenswert war die Leistung, obwohl Bundestrainer Gaugisch einige Stammspielerinnen über weite Strecken der einseitigen Partie schonte. „Wir müssen schauen, wie wir die Belastungen verteilen und jungen Spielerinnen den ersten Step ermöglichen“, begründete er die Maßnahme.
Selbst eine kurze Schwächephase nach Wiederbeginn, als die Sloweninnen mit einem 4:1-Lauf etwas verkürzen konnten, brachte den WM-Zweiten nicht aus dem Rhythmus. In der Schlussphase zog der Favorit das Tempo noch einmal an und gewann am Ende mit 15 Toren Vorsprung.
Ausblick auf die EM-Endrunde
Vor den abschließenden Qualifikationsspielen am 8. April in Nordmazedonien und 12. April in Hamm gegen Belgien kann das DHB-Team nun bereits die Planungen für die EM-Endrunde intensivieren. Die Europameisterschaft steigt vom 3. bis 20. Dezember in Polen, Rumänien, Tschechien, der Slowakei und der Türkei.
Linksaußen Alexia Hauf fasste die Stimmung im Team zusammen: „Wir sind glücklich, nach der Heim-WM so zurückgekommen zu sein.“ Nina Engel kündigte an: „Wir können jetzt schon ein bisschen feiern, deshalb genießen wir den restlichen Abend.“



