Hannovers Handball-Talente beenden Fortunas Traum vom Viertelfinale klar
Der Einzug ins Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft bleibt für die A-Jugend-Handballerinnen des SV Fortuna 50 Neubrandenburg ein unerfüllter Traum. Im letzten Heimspiel der Meisterrunde unterlag das Team dem TV Hannover-Badenstedt mit einem deutlichen 23:32 (14:16). Nach einer starken ersten Halbzeit fehlten den Fortunen in der zweiten Spielhälfte schlichtweg Kraft und Konstanz, um den erfahrenen Gästen aus Niedersachsen Paroli zu bieten.
Vielversprechender Beginn und plötzlicher Einbruch
Die Partie begann durchaus vielversprechend für die Gastgeberinnen. Vom Kräfteverschleiß einiger Spielerinnen, die am Vortag noch mit den Frauen in Werder gespielt hatten, war zunächst nichts zu spüren. Auch das Fehlen einiger Leistungsträger fiel in der Anfangsphase kaum ins Gewicht. Zwar gerieten die Fortunen früh mit 2:6 ins Hintertreffen, doch mit einer stabilen Deckungsarbeit und einer starken Torhüterleistung von Emma Skierke kämpfte sich das Team zurück.
Die Belohnung war eine 10:8-Führung. „Da ist es uns, nachdem wir hinten gut gearbeitet haben, auch vorn gelungen, einfache Tore zu erzielen“, erklärte Rückraumspielerin Fine Stenzel nach dem Spiel. Doch die Gäste aus Hannover hielten das Tempo konsequent hoch, agierten entschlossen im Abschluss und drehten die Partie erneut. Bis zur Pause entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, ehe Hannover mit einer knappen 16:14-Führung in die Kabine ging.
Zweite Halbzeit entscheidet das Spiel
Nach dem Seitenwechsel kamen die Niedersächsinnen wacher und fokussierter zurück aufs Feld. Schnell wuchs der Rückstand aus Fortuna-Sicht auf vier Tore an. Die Vorentscheidung fiel Mitte der zweiten Halbzeit: Nach mehreren technischen Fehlern der Fortunen nutzten die Hannoveranerinnen ihre Chancen konsequent und zogen von 22:17 auf 26:17 davon.
In dieser Phase gelangen den Gästen einfache Treffer wie am Fließband, während bei Fortuna die Durchschlagskraft im Angriff völlig fehlte. „Wir haben in der ersten Halbzeit echt gut mitgehalten und hatten uns deshalb für Halbzeit zwei viel vorgenommen. Doch am Ende haben wir völlig den Faden verloren“, resümierte Stenzel enttäuscht.
Bilanz und persönliches Highlight
Trotz der Niederlage blickt das Team auf eine erfolgreiche Saison zurück. „Es ist schon ärgerlich. Wir haben gerade gegen Oldenburg gesehen, wenn alle dabei sind, was möglich ist. Da wäre in der Meisterrunde sicherlich mehr drin gewesen. Trotzdem wollen wir den Erfolg, die Meisterrunde erreicht zu haben, nicht schmälern – darauf können wir stolz sein“, so die Rückraumspielerin.
Für Fine Stenzel persönlich gab es zuletzt dennoch erfreuliche Nachrichten: Sie erhielt eine Einladung auf Abruf für einen U18-Nationalmannschaftslehrgang im März. Die Torschützinnen für Fortuna waren:
- Pogorel: 4 Tore
- Stenzel: 6 Tore
- Jonas: 5 Tore
- Abrahams: 4 Tore
- Dominik: 2 Tore
- Philipp: 1 Tor
- Weber: 1 Tor



