HSV Hamburg findet Ersatz für Casper Mortensen
Der HSV Hamburg hat eine wichtige Personalentscheidung für die kommende Saison getroffen. Nachdem der dänische Linksaußen Casper U. Mortensen (36) den Verein nach fünfeinhalb Jahren im Sommer verlassen wird, steht sein Nachfolger bereits fest. Es handelt sich um Noah Beyer (28), der aktuell noch für den Bergischen HC in der Daikin Handball-Bundesliga aufläuft.
Mortensen kehrt nach Dänemark zurück
Casper U. Mortensen, Olympiasieger mit Dänemark, wird seinen Vertrag beim HSV Hamburg nicht verlängern. Der erfahrene Außenspieler begründet seinen Abschied mit familiären Gründen. „Auf dieser Auslandsreise ist unser Sohn Carlo geboren worden, und jetzt ist der richtige Zeitpunkt, näher bei unserer Familie in Dänemark zu sein“, erklärt Mortensen. Damit endet eine erfolgreiche Zeit des Dänen in Hamburg, die über fünf Jahre andauerte.
Noah Beyer: Der auffällige Offensivspieler
Noah Beyer bringt beeindruckende Statistiken mit nach Hamburg. Beim Bergischen HC war er in dieser Saison der auffälligste Offensivspieler mit 111 Toren in 20 Spielen bei einer Wurfquote von 77 Prozent – der Bestwert im gesamten Team. In der vergangenen Zweitliga-Saison erzielte er sogar 176 Treffer bei einer Quote von 80,73 Prozent. Der Bergische HC stieg im Sommer 2025 nach einem Jahr in der 2. Bundesliga wieder in die höchste Spielklasse auf.
Auch nach der EM-Pause setzte Beyer seine starken Leistungen fort. Am vergangenen Mittwoch traf er gegen die MT Melsungen neunmal bei zehn Wurfversuchen. Mit seinen Maßen von 1,78 Metern und 81 Kilogramm bringt der deutsche Linksaußen sowohl Athletik als auch Treffsicherheit mit.
Beyer verabschiedet sich vom Bergischen HC
Nach vier Jahren im Trikot des Bergischen HC wird Noah Beyer seinen Vertrag nicht verlängern. Auf der Vereinshomepage bedankte sich der Spieler für die gemeinsame Zeit: „Ich bin sehr dankbar für die letzten Jahre beim Bergischen HC. Wir sind gemeinsam durch Höhen und Tiefen gegangen, wodurch ich mich weiterentwickelt habe. Dennoch widme ich mich im Sommer einer neuen sportlichen, wie auch persönlichen Herausforderung.“
Beyer betonte jedoch, dass er bis zum Saisonende alles für den BHC geben werde. Er dankte allen Beteiligten im Verein und besonders den Fans für die tolle Zeit. Der Spieler wurde beim TUSEM Essen ausgebildet, wo er von 2014 bis 2022 aktiv war. Beim Bergischen HC sammelte er dann seine ersten Einsätze in der höchsten deutschen Spielklasse.
Parallele zu HSV-Trainer Torsten Jansen
Eine interessante Verbindung gibt es zwischen Noah Beyer und HSV-Trainer Torsten Jansen (49). Beide haben eine TUSEM-Vergangenheit. Jansen wurde mit Essen sogar Deutscher A-Jugend-Meister. Diese gemeinsame Vergangenheit könnte die Integration des neuen Linksaußen in Hamburg erleichtern und für ein gutes Verständnis zwischen Spieler und Trainer sorgen.
Der HSV Hamburg hat mit dieser Verpflichtung frühzeitig für die Nachfolge von Casper Mortensen gesorgt und zeigt damit Weitsicht in der Personalplanung. Noah Beyer bringt nicht nur starke statistische Werte mit, sondern auch Erfahrung in der Bundesliga und die Motivation, sich einer neuen Herausforderung zu stellen.



