Abschied von der Elbe: Handball-Star Mortensen kehrt in dänische Heimat zurück
Nach fünfeinhalb Jahren in Hamburg steht für Casper Ulrich Mortensen (36) der Abschied aus der Bundesliga fest. Der HSV Hamburg und der dänische Linksaußen werden sich im Sommer trennen, wie der Verein bestätigte. Der Vertrag des erfahrenen Spielers wird nicht verlängert, woraufhin Mortensen mit seiner Familie nach Dänemark zurückkehren wird.
Eine Karriere mit Stationen in Hamburg, Hannover und Barcelona
Mortensens Verbindung zum HSV Handball reicht bis ins Jahr 2015 zurück, als er erstmals das Trikot des Vereins trug. Damals blieb für ihn jedoch „ein unabgeschlossenes Kapitel“, da der Klub 2016 Insolvenz anmelden musste. Der Däne wechselte daraufhin zu den Recken nach Hannover, bevor er zur Saison 2018/2019 den Schritt nach Spanien zum FC Barcelona wagte.
Mit dem spanischen Topklub feierte Mortensen zahlreiche Erfolge, darunter Meisterschaften, nationale Pokale und den Gewinn der EHF Champions League. Dennoch entschied er sich 2021 bewusst für eine Rückkehr in die Bundesliga und speziell nach Hamburg. „Hamburg war immer meine Wunschstadt, die Bundesliga meine Wunschliga“, betonte der Spieler.
Sportliche Spuren in der Handball-Bundesliga
In der HBL hinterlässt Mortensen deutliche sportliche Fußabdrücke. In der Saison 2022/23 erzielte er beeindruckende 234 Tore in 32 Spielen und sicherte sich damit zum zweiten Mal in seiner Karriere die Auszeichnung als Torschützenkönig der Liga. In der aktuellen Spielzeit kommt der Linksaußen auf 83 Treffer bei einer Wurfquote von 74 Prozent.
Sportdirektor Johannes Bitter (43), der bereits 2015 mit Mortensen zusammenspielte, würdigte den Charakter des Dänen: „Er ist ein charakterstarker Typ, der immer versucht hat, alle um sich herum besser zu machen.“
Private Gründe für den Abschied
Der Hauptgrund für die Rückkehr nach Dänemark liegt im Privatleben des Olympiasiegers. Seine Ehefrau Stine arbeitet als TV-Sportjournalistin beim dänischen Sender TV2, und die Familie möchte künftig näher an der Heimat leben. „Auf dieser Auslandsreise ist unser Sohn Carlo geboren worden, und jetzt ist der richtige Zeitpunkt, näher bei unserer Familie in Dänemark zu sein“, erklärte Mortensen. Die Entscheidung sei wohlüberlegt und nicht spontan gefallen.
Nachfolgeplanung beim HSV Hamburg
Für die kommende Saison steht mit Kay Geenen (22) bislang nur ein Linksaußen im Kader des HSV. Nach Informationen soll die Suche nach einem adäquaten Nachfolger für Mortensen zeitnah abgeschlossen werden, um die Position langfristig zu besetzen.
Mortensens letztes Nord-Derby in der Barclays Arena gegen die SG Flensburg-Handewitt am Sonntag markiert damit einen emotionalen Abschluss seiner Zeit in Hamburg. Der dänische Nationalspieler verlässt den Verein als einer der prägenden Spieler der letzten Jahre.



