Champions League: Magdeburg in Paris chancenlos
Der Bundesliga-Spitzenreiter SC Magdeburg hat das zweite Topspiel in der Handball Champions League in Folge verloren und beendet die Gruppe B als Zweiter. Im Abschlussspiel der Gruppenphase unterlag der Titelverteidiger beim französischen Topteam Paris Saint-Germain mit 26:34 (11:15).
Schwächste Leistung der Königsklassen-Saison
Nach dem spektakulären 37:31-Erfolg im Hinspiel musste Trainer Bennet Wiegert im Pariser Stade Pierre de Coubertin auf die verletzten Rückraum-Stars Felix Claar und Omar Ingi Magnusson verzichten. In einer holprigen Anfangsphase lag der SCM schnell zurück und konnte den Vier-Tore-Rückstand zur Pause nicht aufholen.
Manuel Zehnder war mit sechs Treffern der beste Werfer der Magdeburger, doch insgesamt zeigte das Team die schwächste Leistung dieser Champions-League-Saison. Selbst die vehementen Anfeuerungen von Trainer Wiegert in der Auszeit – „Kommt aus euren Ärschen“ – zeigten keine Wirkung.
Barcelona behauptet Tabellenführung
Parallel zum Magdeburger Spiel gewann der spanische Spitzenreiter FC Barcelona sein letztes Gruppenspiel gegen HC Pelister 08 Bitola mit 47:27 (24:15) und sicherte sich damit endgültig die Tabellenführung in Gruppe B. Für Magdeburg war das Viertelfinale-Ticket bereits vor diesem Spieltag sicher.
Der deutsche Vizemeister hatte in dieser Saison zuvor nur ein einziges Mal in der Königsklasse verloren – ebenfalls gegen Barcelona mit 29:36. Die Niederlage in Paris markiert somit die zweite Pleite in direkter Folge gegen absolute Topteams.
Ausblick auf die K.o.-Phase
Das Viertelfinale der Handball Champions League wird am 29. und 30. April sowie am 6. und 7. Mai ausgetragen. Das Final Four findet anschließend am 13. und 14. Juni in Köln statt. Für den SC Magdeburg bedeutet der zweite Platz in der Gruppe B eine theoretisch schwierigere Ausgangsposition für die kommenden Duelle.
Die Magdeburger müssen nun in den kommenden Wochen ihre Form wiederfinden, um in der entscheidenden Phase der Saison sowohl in der Bundesliga als auch auf europäischer Ebene erfolgreich zu sein. Die Verletzungen von Schlüsselspielern stellen dabei eine zusätzliche Herausforderung dar.



