Handball Magdeburg: Trainer Wiegert sorgt sich vor Leistungsloch trotz Champions League Erfolg
Der Trainer des SC Magdeburg, Bennet Wiegert, steht vor einer herausfordernden Phase mit zwei wichtigen Auswärtsspielen. Während seine Mannschaft das Viertelfinale der Champions League bereits sicher erreicht hat, bereitet dem 44-Jährigen die hohe Belastung seiner Spieler zunehmend Sorgen.
Früher Viertelfinaleinzug bringt Entspannung
Das vorzeitige Erreichen des Viertelfinals in der Königsklasse des Handballs sorgt bei Trainer Bennet Wiegert für eine gewisse Erleichterung. „Wir fahren mit einem guten Gefühl nach Paris, seit klar ist, dass wir das Achtelfinale überspringen und Heimrecht im Rückspiel des Viertelfinales haben“, erklärte der Magdeburger Coach vor den anstehenden Aufgaben.
In der Champions League deutet nach der Heimniederlage gegen den FC Barcelona in der vergangenen Woche alles auf den zweiten Platz hinter den Katalanen hin. Die Tabellenführung werden sich die Spanier im letzten Gruppenspiel gegen den abgeschlagenen HC Pellister aus Nordmazedonien voraussichtlich nicht mehr nehmen lassen.
Volles Engagement trotz sicherer Position
Trotz der bereits gesicherten Viertelfinalteilnahme setzt Wiegert im Auswärtsspiel bei Paris Saint-Germain voll auf den Sieg. „Die Verantwortung spüren wir“, betonte der Trainer, der dabei auf zwei oder drei Spieler verzichten muss. Um welche Akteure es sich konkret handelt, ließ Wiegert offen.
Den Gegner im Viertelfinale nimmt der Titelverteidiger-Trainer, wie er kommt. Wiegert hatte bereits vor zwei Spieltagen verschiedene Kombinationen durchgespielt, doch „die Konstellationen waren so unübersichtlich, dass ich es gelassen habe“.
Bundesliga-Spiel als wichtige Etappe
Umso fokussierter geht Wiegert die darauffolgende Bundesliga-Begegnung im Bergischen Land gegen den abstiegsbedrohten Bergischen HC an. „Für uns ist das Spiel vor der dann anstehenden Länderspielpause ganz wichtig, um unsere Ausgangsposition zu stärken“, unterstrich der Magdeburger Trainer.
In den kommenden Wochen rechnet Wiegert mit einem möglichen Leistungsloch innerhalb seiner Mannschaft. Denn zu den bisher absolvierten 45 Vereinsspielen kommen für die meisten Profis noch die Partien in den jeweiligen Nationalmannschaften hinzu.
Hohe Belastung bereitet Sorgen
„Das kann im März und April zu etwas führen, dass wir jetzt noch nicht sehen können“, äußerte Wiegert seine Bedenken. Der Trainer möchte die Belastung seiner Spieler im Training gezielt steuern, steht jedoch vor einem Dilemma: „Denn so viele Trainings haben wir gar nicht.“
Die anstehende Woche mit Auswärtsspielen bei Paris Saint-Germain in der Champions League und beim Bergischen HC in der Bundesliga stellt das Team vor besondere Herausforderungen. Wiegert hofft, dass seine Mannschaft trotz der hohen Belastung ihre Leistungsfähigkeit aufrechterhalten kann.
Die Magdeburger Handballer müssen in den kommenden Wochen nicht nur die sportlichen Herausforderungen meistern, sondern auch mit der physischen und mentalen Ermüdung umgehen, die durch die Vielzahl an Spielen entstehen kann.



