Rostocker HC-Handballerinnen liefern packendes Duell gegen Tabellenzweiten
Die Handballerinnen des Rostocker HC haben in der 2. Bundesliga erneut ihre positive Entwicklung demonstriert. In einem über weite Strecken absolut ausgeglichenen und spannenden Heimspiel unterlagen die Dolphins dem aktuellen Tabellenzweiten TG Nürtingen am Ende mit 26:29 (13:15). Die Partie wurde bis zum Schluss hart umkämpft und zeigte die wachsende Konkurrenzfähigkeit des Rostocker Teams.
Trainer Buttig zeigt sich zufrieden mit der Mannschaftsleistung
„Unter dem Strich bin ich mit der Leistung der Mädels wirklich zufrieden“, erklärte Trainer Dominic Buttig nach dem Spiel. „Wir haben den Tabellenzweiten über die gesamte Spielzeit gefordert und konnten jederzeit mithalten. Das wirklich Positive ist, dass wir noch nicht einmal unser Maximum erreicht haben, sondern weiterhin deutliche Entwicklungsmöglichkeiten besitzen. Das lässt für die kommenden Spiele und die Zukunft insgesamt sehr hoffnungsvoll stimmen.“
Die Dolphins lagen zwar während des größten Teils der Begegnung zurück, jedoch nie mit mehr als fünf Toren im Rückstand. Besonders bemerkenswert ist die deutliche Steigerung im Vergleich zum Hinspiel, das die Rostockerinnen noch mit 27:45 deutlich verloren hatten. Diesmal präsentierten sie sich vor allem in der defensiven Organisation wesentlich stabiler und kompakter.
Verletzungssorgen und ein gelungener Debütant
Gleichzeitig müssen die Norddeutschen weiterhin mit erheblichen personellen Problemen kämpfen. Neben den langfristig verletzten Spielerinnen Nicole Rotfuß, Marie-Sophie Weitzel und Kiana Zidorn, die alle einen Kreuzbandriss erlitten haben, stehen aktuell auch Kapitänin Nele Reimer mit einer Schulterverletzung und Patrycja Drewnik nach einem Umknicken nicht zur Verfügung.
Positiv konnte dagegen die Debütantin Hanna Schulz überzeugen. Die per Zweitspielrecht von Grün-Weiß Schwerin verpflichtete Spielerin erzielte bei ihrem ersten Einsatz für den Rostocker HC zwei wichtige Treffer. „Mit Hanna gewinnen wir kurzfristig eine weitere Option für die linke Seite“, freute sich Buttig. „Ihre Aktionen aus dem Rückraum und ihr Abwehrspiel werden uns ganz sicher weiterhelfen. Wir gewinnen mit ihr sozusagen Entlastung durch zusätzliche Variabilität im Spielaufbau.“
Abwehr stark, Angriff noch mit Optimierungspotenzial
„Wir haben trotz der personellen Probleme eine gute und disziplinierte Deckung gestellt“, analysierte der Trainer die Leistung seiner Mannschaft. „Im Angriff unterlaufen uns aber leider noch zu viele individuelle Fehler und Ballverluste in entscheidenden Momenten. Hier müssen wir in den nächsten Trainingseinheiten konsequent weiterarbeiten, um diese Schwachstellen zu minimieren.“
Die beste Werferin der Dolphins war Emma Dubrau mit sechs Treffern, gefolgt von Marlena Beuck mit fünf Toren. Insgesamt zeigte das Team eine geschlossene Mannschaftsleistung, die den starken Gegner bis zum Schluss in Atem hielt und die positive Entwicklung der vergangenen Wochen eindrucksvoll bestätigte.



