Achte Niederlage in Serie: Rostocker HC-Handballerinnen unterliegen beim Bergischen HC deutlich
Die Handballerinnen des Rostocker HC haben nach der Länderspiel- und Pokalpause mit einer deutlichen Niederlage in das letzte Saisondrittel der 2. Bundesliga gestartet. Beim Bergischen HC mussten die Dolphins eine 20:28 (11:14) Niederlage hinnehmen und kassierten damit bereits die achte Niederlage in Folge. Als Tabellen-13. liegen die Rostockerinnen weiterhin vier Punkte vor den direkten Abstiegsplätzen, doch die Serie der Misserfolge bereitet zunehmend Sorgen.
Coach Buttig kritisiert Alibi-Spiel und technische Fehler
RHC-Coach Dominic Buttig zeigte sich nach der Partie deutlich frustriert über die Leistung seiner Mannschaft. „Wir können über die letzten Spiele im Grunde eine Blaupause legen. Wir verlieren die Spiele im Angriff, leisten uns zu viele technische Fehler und Fehlpässe sowie Fehlwürfe“, analysierte der Trainer. „Oft werden diese Dinge dann auch durch einfache Gegentore bestraft. Wenn im Angriff auch noch einige Spielerinnen Alibi spielen, wird es natürlich schwer“, fügte Buttig zur achten Niederlage in Serie hinzu.
Die beste Werferin der Rostockerinnen war Patrycja Drewnik mit sechs Treffern, gefolgt von Finia Jaz Wolf, die vier Tore erzielte. Dennoch reichte die Offensivleistung bei weitem nicht aus, um den Bergischen HC ernsthaft unter Druck zu setzen.
Angespannte Personalsituation verschärft sich weiter
Die ohnehin schon schwierige Personalsituation der Rostockerinnen hat sich trotz der kurzen Pause weiter verschärft. Neben den Langzeitverletzten Kiana Zidorn, Nicole Rotfuß und Marie-Sophie Weitzel, die alle mit Kreuzbandrissen ausfallen, fehlten weiterhin Nele Reimer (Schulter) und Lidia Halawczak. Zwar könnten diese beiden Spielerinnen bald wieder einsatzfähig sein, doch aktuell belastet die Ausfälle das Team erheblich.
Zusätzlich mussten die Norddeutschen auf Charlotta Beuck verzichten, die sich im Training umgeknickt hatte, sowie auf Lucia Strack, die mit einer Fußverletzung kämpft. „Für diese angespannte Personalsituation haben wir vor allem in der Abwehr ein ordentliches Spiel gemacht, und am Ende sicher auch zwei, drei Tore zu hoch verloren“, relativierte Coach Buttig die Niederlage etwas. „Wir waren immer so auf drei, vier Tore dran, kassierten in den letzten Minuten nach eigenen Fehlern noch unnötig Konter“, erklärte er die Schlussphase der Begegnung.
Nächste Chance gegen Tabellenschlusslicht TuS Lintfort
Am kommenden Samstag erwartet der Rostocker HC das Tabellenschlusslicht TuS Lintfort zum Heimspiel. Für die Dolphins stellt diese Partie eine wichtige Gelegenheit dar, die Negativserie zu durchbrechen und dringend benötigte Punkte im Kampf um den Klassenerhalt zu sammeln. Coach Dominic Buttig und sein Team hoffen, dass sich die Personalsituation bis dahin zumindest leicht entspannt und die Mannschaft mit neuer Motivation auflaufen kann.
Die aktuelle Tabellensituation zeigt, dass der Rostocker HC zwar noch einen kleinen Vorsprung auf die Abstiegsplätze hat, doch bei weiterhin negativen Ergebnissen könnte dieser schnell schwinden. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein für die Zukunft der Dolphins in der 2. Bundesliga.



