Handball-Duell im Ruhrgebiet: Schweriner Juniorinnen ohne Ehrfurcht vor dem BVB
Ein spannendes Viertelfinale um die deutsche Handball-Meisterschaft steht bevor: Die B-Juniorinnen von Grün-Weiß Schwerin treten am Sonntag, dem 19. April, um 13 Uhr im Ruhrgebiet bei Borussia Dortmund an. Das Hinspiel verspricht ein packendes Duell zwischen dem traditionsreichen Verein aus Dortmund und den aufstrebenden Schwerinerinnen.
Trainer Regge: "Wir kennen den Gegner nicht so gut, aber wir haben uns vorbereitet"
André Regge, der Trainer der Schweriner Mannschaft, zeigt sich respektvoll, aber keineswegs eingeschüchtert. "Es ist natürlich ein riesengroßer Name, wenn man jetzt auch noch auf den Fußball schaut", gibt er zu. "Wir kennen den Gegner natürlich nicht so gut, haben aber viele Videos geguckt. Zudem nahm Dortmund an einem Turnier für Champions-League-Vereine teil, das bei DYN übertragen wurde." Der BVB, dessen Frauenteam 2021 deutscher Meister wurde und aktuell Zweiter in der 1. Bundesliga ist, stellt eine große Herausforderung dar.
Starke Leistungen in der Meisterrunde geben Schwerin Selbstvertrauen
Grün-Weiß Schwerin konnte in der Meisterrunde A mit 10:10 Punkten den zweiten Platz erringen. Besonders beeindruckend war die Endphase, in der die Mannschaft nach einem 30:20-Sieg gegen den HC Leipzig mächtig in Schwung kam und drei Siege in Serie holte. "Ehrlicherweise muss man sagen, dass das Spiel gegen Leipzig nicht gut war, doch die Mannschaft hat gemerkt, dass sie in der Liga bestehen kann. Das hat natürlich etwas mit den Spielerinnen gemacht", analysiert Trainer Regge.
Konzentration auf eigene Stärken statt Informationsüberflutung
Der Coach betont, dass er seine Spielerinnen nicht mit zu vielen Details über den Gegner überfrachten will. Stattdessen fordert er die Konzentration auf die eigenen Qualitäten. "Beim BVB ist uns aufgefallen, dass es keine Spielerin mit Ausschlag nach oben gibt, dafür alle ein gutes Niveau haben. Wir werden uns aber nicht verrückt machen, sondern wollen unser Gesicht und unsere Leistung zeigen", so Regge. Sein Ziel ist klar: Er möchte mit seinem Team ins Final Four einziehen, wofür die Hürde Borussia Dortmund überwunden werden muss.
Personelle Situation: Fast alle Spielerinnen fit, zwei C-Jugendliche im Kader
Bis auf Lucy Dotzauer, die sich einen Fingerbruch beim Basketballspiel im Schulunterricht zugezogen hat, sind alle Schwerinerinnen einsatzbereit. Mit Hulda Schiemann und Nina Krüger stehen auch zwei talentierte C-Jugendliche im Kader. Trainer Regge bleibt gelassen: "Wenngleich es ein K.o.-Spiel ist, stehen sich am Ende je sechs Leute und eine Torhüterin mit einem Ball und einem Schiedsrichtergespann gegenüber. Für uns ist die Saison bislang sehr gut verlaufen. Was jetzt kommt, ist die Zugabe."
Weitere Paarungen im Viertelfinale
Neben dem Duell zwischen Schwerin und Dortmund finden noch drei weitere Spiele statt:
- HC Leipzig gegen TSG Münster
- VfL Bad Schwartau gegen HSV Solingen-Gräfrath
- HC Erlangen gegen Handewitter SV
Die Torhüterin Amelie Gawehns wird in Dortmund voraussichtlich viel Arbeit haben, doch die Schwerinerinnen sind bereit, ihr Bestes zu geben. Mit Nora Lange, die in der Meisterrunde A 53 Feldtore erzielte und damit die erfolgreichste Werferin ohne Siebenmeter war, verfügt das Team über eine starke Offensivkraft. Das Spiel verspricht Spannung pur, und die Schweriner Juniorinnen wollen beweisen, dass sie es mit dem großen Namen Borussia Dortmund aufnehmen können.



