Dramatischer Last-Second-Sieg: Empor Rostock bezwingt DHK Flensborg mit 38:37
In einem atemberaubenden Handball-Schlagabtausch hat der HC Empor Rostock einen spektakulären Auswärtssieg in der 3. Handball-Liga Nord-Ost errungen. Die Mannschaft von Trainer Michael Jacobsen setzte sich beim DHK Flensborg mit 38:37 (17:20) durch, wobei Julius Siegler genau zwei Sekunden vor dem Abpfiff den entscheidenden Treffer erzielte.
Ein Hitchcock-Thriller mit Happy End für Rostock
Die Partie entwickelte sich zu einem wahren Nervenkitzel, der erst in der allerletzten Spielsekunde entschieden wurde. Für Trainer Michael Jacobsen bedeutete der Sieg eine erfolgreiche Rückkehr in seine frühere Wirkungsstätte, die er als sein ehemaliges „Wohnzimmer“ bezeichnet. Allerdings wurde der Erfolg durch eine Verletzung von Kay Funke getrübt, der sich schmerzhaft das Knie verdrehte und nach Rückkehr nach Rostock ins Krankenhaus gebracht werden musste.
Empor muss sich aus Rückstand kämpfen
Die Gastgeber aus Flensborg dominierten lange Zeit das Spielgeschehen und führten mehrfach mit drei Toren Vorsprung. Noch in der 49. Minute lagen sie mit 32:29 in Front. Die Rostocker um Kapitän Robert Wetzel, der wechselnd mit Leon Mehler im Tor stand und in der 47. Minute beim Stand von 31:32 einen wichtigen Strafwurf hielt, kämpften sich jedoch beharrlich zurück.
Durch Dennis Mehler ging Empor Rostock sogar mit 36:35 in Führung (54. Minute), doch die Freude währte nur kurz. Nur 35 Sekunden später folgte der Ausgleich durch die Gastgeber, die sogar mit 37:36 in Front lagen (57. Minute). Nach einer Zeitstrafe für den DHK gelang Elias Gansau schließlich der erneute Ausgleich zum 37:37 (59. Minute).
Die entscheidende Schlusssekunde
Die Spannung erreichte ihren Höhepunkt in den letzten Sekunden. Nach Auszeiten beider Teams streifte sich Marc Pechstein als zusätzlicher Feldspieler das blaue Torwartleibchen über und spielte den entscheidenden Pass auf Julius Siegler, der das „goldene Tor“ zum 38:37 erzielte.
Trainer Michael Jacobsen zeigte sich nach dem Spiel bescheiden: „Ein glücklicher Erfolg für uns. Über volle 60 Minuten gesehen, hätte Flensborg ein Remis verdient gehabt.“ Er kritisierte jedoch die mangelnde Intensität seiner Mannschaft: „Wir brachten zu wenig Intensität auf die Platte, kassierten speziell vor dem Wechsel durch mangelndes Rückzugsverhalten viele Treffer über die zweite Welle und auch aus der Distanz.“
Statistische Highlights und Ausblick
Elias Gansau war mit neun Treffern der erfolgreichste Torschütze der Rostocker, darunter auch der wichtige Ausgleichstreffer zum 37:37. Für den DHK Flensborg zeigte Mathias Sonne Domino eine starke Leistung mit insgesamt 13 Toren, von denen er bereits neun bis zur Halbzeitpause erzielt hatte.
Der Sieg bedeutet für den HC Empor Rostock einen wichtigen Schritt in der 3. Handball-Liga Nord-Ost und unterstreicht den Kampfgeist der Mannschaft, die sich auch aus schwierigen Situationen zurückkämpfen kann. Die Verletzung von Kay Funke wird jedoch die weiteren Planungen des Teams beeinflussen.



