SV Warnemünde erleidet Niederlage in Berlin nach Verletzungsdrama
Die Handballerinnen des SV Warnemünde haben in der Regionalliga Ostsee-Spree eine bittere Niederlage einstecken müssen. Beim Auswärtsspiel gegen den Berliner TSC unterlagen die Schützlinge von Trainer Gerald Hein mit 26:31. Doch das Ergebnis war fast nebensächlich angesichts der dramatischen Verletzungsmisere, die das Team heimsuchte.
Verletzungspech überschattet die Partie
Bereits zu Beginn des Spiels standen die Zeichen schlecht für die Gäste aus Rostock. Im ersten Angriff zog sich Tabea Schulz eine schmerzhafte Wadenzerrung zu. Dies war leider nur der Auftakt für eine Serie von Verletzungen. Rückraumspielerin Lea Kellert, die zuletzt eine wichtige Stütze des Teams war, verletzte sich am Sprunggelenk. Trainer Gerald Hein befürchtet sogar einen möglichen Saisonausfall für die Spielerin.
Auch Juliane Meschede erlitt das gleiche Schicksal und musste verletzt ausscheiden. Zudem konnte Leonie Kaden in der zweiten Halbzeit aus Sicherheitsgründen nicht mehr eingesetzt werden, da sie unter Kreislaufproblemen litt. Diese Ausfälle belasteten das Team enorm und beeinflussten den Spielverlauf maßgeblich.
Trainer Hein zeigt sich trotzdem zufrieden mit der Leistung
„Das Ergebnis war zweitrangig, wenn man die Umstände kennt“, sagte Trainer Gerald Hein nach dem Spiel. „Die Partie wurde durch unser Verletzungspech überschattet. Trotz dieser widrigen Umstände hat sich das Team gut präsentiert und bis zum Schluss alles gegeben. Es ist verständlich, dass gegen Ende die Kräfte und damit die Konzentration nachließen.“
Hein betonte die schwierige Situation, da neben den aktuellen Verletzten auch Lena Bunke und Leandra Schwebke aufgrund von Kreuzbandrissen noch nicht einsatzbereit sind. „Nun müssen wir hoffen, dass nicht zu viele Spielerinnen ausfallen, um in den letzten wichtigen Spielen noch um Punkte kämpfen zu können“, fügte der Trainer besorgt hinzu.
Individuelle Leistungen und Tabellensituation
Trotz der Niederlage gab es auch positive Aspekte für den SV Warnemünde. Celin Kellert warf zwölf Tore für ihr Team, darunter fünf verwandelte Siebenmeter. Josefine Schreier steuerte fünf Treffer bei, während Prommer mit vier Toren ebenfalls eine gute Leistung zeigte.
Durch die Niederlage ist die Luft im Kampf um den Klassenerhalt jedoch dünner geworden. Nach dem 17. Spieltag befindet sich der SV Warnemünde mit 16:18 Punkten auf Platz acht der Tabelle. Im ungünstigsten Fall müssen vier Mannschaften am Saisonende den Gang in die Landesligen antreten.
Herausfordernde Aufgaben warten auf das Team
Die kommenden Spiele werden für die Handballerinnen aus dem Ostseebad keine leichten Aufgaben. Bis auf die Begegnung mit dem Stralsunder HV (Platz 10) haben es die Damen in den restlichen Partien mit Top-Teams aus dem oberen Tabellendrittel zu tun: Grün-Weiß Schwerin II (Platz 3), Fortuna Neubrandenburg (Platz 2) und VfV Spandau (Platz 4).
Der nächste Kontrahent wird am 21. Februar der Stavenhagener SV (Platz 7) sein, bei dem der SV Warnemünde erneut auswärts antreten muss. Angesichts der Verletzungssorgen wird dies eine besondere Herausforderung für das Team darstellen, das dringend Punkte für den Klassenerhalt benötigt.



