Thüringer HC verliert Verfolgerduell in Oldenburg nach starkem Einbruch
Die Handballerinnen des Thüringer HC haben in der Handball-Bundesliga der Frauen einen deutlichen Rückschlag erlitten. Beim direkten Tabellennachbarn VfL Oldenburg musste sich das Team von Trainer Herbert Müller am 11. Februar 2026 mit 30:35 (19:17) geschlagen geben und verpasste damit den fünften Auswärtssieg in Folge.
Überzeugender Start mit Defiziten
Obwohl Torjägerin Johanna Reichert unter intensiver Bewachung stand, fanden die Thüringerinnen sofort ins Spiel und überzeugten im Angriff mit großer Variabilität und hohem Tempo. Linksaußen Anna Szabo avancierte vor 1.364 Zuschauern mit sechs Treffern zur besten Werferin des THC. Defensiv offenbarten die Gäste allerdings Schwächen im Deckungszentrum, was dazu führte, dass sie zur Halbzeit nur knapp mit 19:17 führten.
Kompletter Einbruch nach der Pause
Nach dem Seitenwechsel gerieten die Thüringerinnen völlig aus dem Tritt. Sie scheiterten wiederholt an der immer stärker agierenden Oldenburger Torhüterin Madita Kohorst und fanden defensiv keinerlei Zugriff mehr. Mit einem beeindruckenden 8:0-Lauf wandelten die Gastgeberinnen einen 20:22-Rückstand in der 35. Minute in eine deutliche 28:22-Führung bis zur 47. Minute um.
Keine Chance auf Rückkehr
Zwar bäumte sich der Thüringer HC noch einmal auf und zeigte Kampfgeist, doch kam das Team nicht mehr in Schlagdistanz, um das Spiel zu drehen. Die Oldenburgerinnen kontrollierten die Schlussphase souverän und sicherten sich den wichtigen Heimsieg.
Mit diesem Ergebnis behält der Thüringer HC mit 21:11 Punkten zwar vorläufig Rang vier in der Tabelle, während der VfL Oldenburg mit 16:12 Punkten weiterhin auf Verfolgerkurs bleibt. Die Niederlage markiert jedoch einen deutlichen Dämpfer für die Thüringer Ambitionen in der laufenden Saison.



