Der THW Kiel steckt in einer sportlichen Krise. Nach vielen Verletzungen und Niederlagen kann nur ein Triumph in der European League die Saison der „Zebras“ retten. Das Final Four findet am 30. und 31. Mai in Hamburg statt.
Verletzungspech als Hauptgrund
Die Verletzungsserie hat den THW schwer getroffen. Torwart Gonzalo Perez de Vargas kam mit Spätfolgen eines Kreuzbandrisses nach Kiel. Linkshänder Emil Madsen fällt seit Oktober aus. Auch Elias Ellefsen á Skipagøtu, der zwischenzeitlich für Aufschwung sorgte, fehlt aktuell. Bei der 25:33-Pleite gegen Wetzlar waren Eric Johansson und Nikola Bilyk nicht dabei. Geschäftsführer Viktor Szilagyi sagte: „Wenn mehrere Rückraumspieler fehlen, ist man nicht konkurrenzfähig.“ Der Nachverpflichtete Mohab Abdelhak kann nur als Trainingspartner dienen.
Kritik am Spielsystem
Trainer Filip Jicha setzt oft auf ein Sieben-gegen-Sechs-System ohne Torwart. Das birgt Risiken: Gute Torgelegenheiten stehen einfachen Gegentreffern gegenüber. Experten wie Stefan Kretzschmar lagen mit Prognosen falsch. Er sagte im April: „Der THW wird kein Spiel mehr verlieren.“ Es folgte nur ein Sieg in fünf Spielen.
Letzte Chance European League
Im Halbfinale trifft Kiel auf Montpellier HB. Ziel ist die Revanche für die Niederlage 2025. Ein Sieg könnte ein Champions-League-Ticket bringen, abhängig von anderen Ergebnissen. Der einfachste Weg: Kiel gewinnt die European League, und die Füchse Berlin qualifizieren sich über Platz zwei in der Bundesliga direkt für die Champions League.
Zukunft mit Toptransfers
Die Champions League ist der Anspruch des THW. Zuletzt spielte man 2024 dort. Mit Neuzugängen wie Julian Köster, Domen Makuc und Justus Fischer (ab 2027) soll die Königsklasse wieder Normalität werden.



