Hallen-WM: 17-jähriger Cooper Lutkenhaus schreibt Leichtathletik-Geschichte
Bei der Hallen-Weltmeisterschaft in Torun, Polen, hat der amerikanische Teenager Cooper Lutkenhaus einen historischen Triumph gefeiert. Im Alter von nur 17 Jahren und 93 Tagen siegte er über 800 Meter und krönte sich damit zum jüngsten Leichtathletik-Weltmeister aller Zeiten. Laut dem Weltverband World Athletics ist Lutkenhaus damit auch der jüngste Einzelmedaillengewinner in der Geschichte der Leichtathletik, unabhängig davon, ob die Wettkämpfe in der Halle oder im Freien stattfanden.
Dominanter Lauf über 800 Meter
Im Endlauf setzte sich Cooper Lutkenhaus bereits 300 Meter vor dem Ziel an die Spitze des Feldes und ließ seine Konkurrenz chancenlos zurück. Mit einer beeindruckenden Zeit von 1:44,24 Minuten sicherte er sich den Weltmeistertitel. Der Belgier Eliott Crestan folgte auf Platz zwei mit 1:44,38 Minuten, während der Spanier Mohamed Attaoui die Bronzemedaille gewann. Ein deutscher Läufer war in diesem Rennen nicht am Start.
Der Sieg von Lutkenhaus markiert einen Meilenstein in der Leichtathletik, da noch nie zuvor ein so junger Athlet einen Weltmeistertitel in dieser Disziplin erringen konnte. Seine Leistung unterstreicht das enorme Talent und die frühe Reife des amerikanischen Nachwuchsstars.
Weitere Höhepunkte der Hallen-WM
Neben dem historischen Erfolg von Lutkenhaus gab es bei der Hallen-WM weitere bemerkenswerte Leistungen. Im Kugelstoßen feierte der Neuseeländer Tom Walsh seinen vierten WM-Titel unter dem Hallendach. Der 34-jährige Athlet, der bereits in den Jahren 2016, 2018 und 2025 siegreich war, demonstrierte erneut seine Dominanz in dieser Disziplin. Im Vergleich zum jugendlichen Lutkenhaus gilt Walsh damit als erfahrener Veteran.
Einen Tag zuvor hatte der schwedische Stabhochsprung-Weltrekordler Armand „Mondo“ Duplantis mit einer Höhe von 6,25 Metern seinen vierten WM-Titel gewonnen und die Konkurrenz deklassiert. Während Duplantis auf einen weiteren Weltrekordversuch verzichtete, gelang dem Schweizer Simon Ehammer ein Weltrekord im Siebenkampf. Ehammer verbesserte die 14 Jahre alte Bestmarke des Amerikaners Ashton Eaton mit 6.670 Punkten um 25 Zähler.
„Der Siebenkampf ist mein Baby. Wenig Würfe, viel Speed und Sprünge. Das kommt mir entgegen“, kommentierte Ehammer seinen Erfolg. Diese Leistungen unterstreichen die Vielfalt und Spitzenqualität der Athleten bei der Hallen-Weltmeisterschaft in Polen.
Insgesamt zeigt die Hallen-WM, dass die Leichtathletik sowohl von jungen Talenten wie Cooper Lutkenhaus als auch von etablierten Stars wie Tom Walsh und Mondo Duplantis geprägt wird. Die Veranstaltung in Torun bot packende Wettkämpfe und historische Momente, die die Sportwelt in Atem hielten.



