Duplantis triumphiert erneut: Viertes Hallen-WM-Gold in beeindruckender Serie
Ohne einen erneuten Angriff auf seinen eigenen Weltrekord hat der Stabhochsprung-Superstar Armand Duplantis bei der Hallen-Weltmeisterschaft in Torun, Polen, seinen vierten Titel in Serie gewonnen. Der schwedische Ausnahmeathlet übersprang im ersten Versuch souverän die Höhe von 6,25 Metern und deklassierte damit erneut die internationale Konkurrenz. Bemerkenswert ist, dass Duplantis an jenem Ort triumphierte, wo seine spektakuläre Reise in neue sportliche Sphären einst begann.
Historischer Ort Torun: Wo alles seinen Anfang nahm
In Torun hatte Duplantis vor über sechs Jahren, am 8. Februar 2020, seine sensationelle Karriere in neue Dimensionen geführt. Damals übersprang der erst 20-Jährige erstmals eine Weltrekordhöhe mit 6,17 Metern. Bei der aktuellen Hallen-WM verzichtete er am Samstagabend bewusst auf einen weiteren Versuch, seine Bestmarke zu verbessern. Zuletzt hatte er am 12. März beim „Mondo Classic“ in seiner Heimat Uppsala die Bestmarke zum 15. Mal nach oben geschraubt, wo er unglaubliche 6,31 Meter bewältigte. Seit nunmehr 44 Wettkämpfen in Serie bleibt „Mondo“ ungeschlagen, eine beeindruckende Dominanz in der Leichtathletik.
Medaillenränge und weitere Highlights der Hallen-WM
Die Silbermedaille im Stabhochsprung sicherte sich Emmanouil Karalis aus Griechenland mit einer Höhe von 6,05 Metern, während Kurtis Marschall aus Australien mit 6,00 Metern Bronze gewann. Im Siebenkampf sorgte der Schweizer Simon Ehammer für Furore: Mit 6670 Punkten stellte der 26-Jährige bei seinem zweiten WM-Triumph einen neuen Weltrekord auf. Ehammer knackte die bisherige Bestmarke des US-Amerikaners Ashton Eaton (6645 Punkte) von der Hallen-WM 2012 in Istanbul. Das US-Duo Heath Baldwin (6337 Punkte) und Kyle Garland (6245 Punkte) sicherte sich Silber und Bronze.
Deutsche Athleten: Gemischte Ergebnisse in Polen
Der deutsche Starter Manuel Eitel aus Ulm belegte im Siebenkampf mit 5818 Zählern den neunten Rang. Die deutsche Sprint-Hoffnung Philina Schwartz aus Berlin verpasste derweil den Einzug ins Finale über 60 Meter. Im Halbfinale lief die 19-jährige deutsche Hallenmeisterin 7,20 Sekunden und qualifizierte sich nicht für den Endkampf um die Medaillen. Im Vorlauf war Schwartz noch mit 7,18 Sekunden in die Vorschlussrunde gesprintet. Das deutsche Leichtathletik-Team war in Polen mit einem 14-köpfigen Aufgebot vertreten, allerdings verzichteten einige prominente Namen wie Weitsprung-Star Malaika Mihambo aus Rücksicht auf die Vorbereitung für die Sommersaison auf die Titelkämpfe.



