IOC streicht Nordische Kombination aus Olympia-Programm 2030
IOC streicht Nordische Kombination für 2030

IOC streicht Nordische Kombination: Ende einer Ära

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat die Nordische Kombination aus dem Programm der Olympischen Winterspiele 2030 gestrichen. Die Entscheidung fiel am Montag in Lausanne. Die Sportart, die seit den ersten Winterspielen 1924 in Chamonix olympisch war, wird damit nach über 100 Jahren nicht mehr Teil des olympischen Wettkampfplans sein.

Betroffen: Deutsche Athleten und Tradition

Besonders für Deutschland ist der Schritt bitter. Die Nordische Kombination zählt zu den erfolgreichsten deutschen Wintersportarten. Athleten wie Vinzenz Geiger, der 2022 in Peking Gold gewann, oder Eric Frenzel, der 2018 in Pyeongchang triumphierte, prägten die Disziplin. „Die Streichung ist ein schwerer Schlag für unseren Sport“, sagte ein Sprecher des Deutschen Skiverbandes (DSV). „Wir werden alles tun, um eine Rückkehr ins Programm zu erreichen.“

Gründe für die Streichung

Das IOC begründete die Entscheidung mit der Notwendigkeit, das olympische Programm zu modernisieren und attraktiver für jüngere Zielgruppen zu machen. Die Nordische Kombination habe in den letzten Jahren an Popularität verloren, hieß es. Zudem sei die Anzahl der teilnehmenden Nationen gering. Bei den Spielen 2022 in Peking starteten nur 55 Athleten aus 16 Ländern. Auch die TV-Quoten seien rückläufig gewesen.

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Zukunft der Nordischen Kombination

Die Nordische Kombination bleibt jedoch weiterhin auf Weltcup-Ebene bestehen. Der Weltverband FIS kündigte an, die Disziplin zu reformieren, um sie attraktiver zu machen. „Wir werden neue Formate wie Sprint-Wettbewerbe oder Mixed-Team-Events einführen“, sagte FIS-Präsident Johan Eliasch. „Unser Ziel ist es, die Sportart bis 2034 wieder olympisch zu machen.“

Reaktionen aus der Sportwelt

Die Entscheidung stieß international auf Kritik. Der norwegische Skiverband sprach von einer „Fehlentscheidung“. „Die Nordische Kombination ist eine der ursprünglichsten Wintersportarten“, sagte Verbandspräsident Erik Røste. „Sie gehört zu den Olympischen Spielen wie die Nordischen Skiweltmeisterschaften.“ Auch der österreichische Verband zeigte sich enttäuscht. „Wir werden gemeinsam mit den anderen Nationen Druck auf das IOC ausüben“, hieß es.

Auswirkungen auf die Spiele 2030

Die Olympischen Winterspiele 2030 finden in den französischen Alpen statt. Mit dem Wegfall der Nordischen Kombination verlieren die Spiele eine ihrer traditionsreichsten Disziplinen. Das IOC plant stattdessen, neue Sportarten wie Ski-Klettern oder Snowboard-Cross in den Fokus zu rücken. Die endgültige Entscheidung über das Programm fällt im Jahr 2027.

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